1000 Euro für Menschen in Not durch Musical-Gala Musicalstars singen für den guten Zweck

Von Heidi Vogelhuber
Bernd Autenrieth (zweiter von links) überreichte am Montagabend im Kronenzentrum in Bietigheim-Bissingen im Beisein der Musicaldarsteller einen Scheck über 1000 Euro für die BZ-Aktion an BZ-Redakteurin Heidi Vogelhuber (dritte von links). ⇥ Foto: Martin Kalb

Musikalischen Genuss mit Mehrwert boten die „Musicalischen Klänge“ am Montagabend im Kronenzentrum in Bietigheim-Bissingen. 1000 Euro wurden der BZ-Aktion Menschen in Not gespendet.

Im Oktober erst waren sie im Kronenzentrum und brachten den Glanz der großen Bühnen nach Bietigheim-Bissingen. Am Montagabend unterhielten sie erneut rund 160 Gäste in der vierten Auflage des Erfolgsformats „Musicalische Klänge“, das Bernd Autenrieth vom Freudentaler Reisebüro gemeinsam mit Ralph Zirkwitz vom Stromberg-Restaurant in Freudental ins Leben gerufen haben und mit viel Herzblut organisieren. „Ja, wir sind selbst riesen Musical-Fans“, gestanden die beiden Freudentaler im Gespräch mit der BZ.

Damit waren sie jedoch nicht die einzigen am Montagabend. Voller Vorfreude wurde schon vor Beginn der Veranstaltung die Setlist gelesen. „Das ist mein Lieblingslied“, hörte man hier. „Das wird sicherlich das große Highlight“, war dort aufzuschnappen.

Drei Musicalsänger, zwei Musicalsängerinnen und Leif Klinkhardt am Piano sorgten dafür, dass die Gäste bei fast 30 Songs aus beliebten Musicals voll auf ihre Kosten kamen.

Doch man war nicht ausschließlich zum Vergnügen da. Die Veranstaltung trägt nämlich seit Beginn an auch einen wohltätigen Gedanken in sich, wurden doch 1000 Euro an die BZ-Aktion gespendet, die für die Ukrainehilfe eingesetzt werden, um lokal organisierte Projekte, die Menschen in der Ukraine zugute kommen, zu unterstützen. Zusätzlich wurde das Stuttgarter Kinderhospiz mit einem 500-Euro-Scheck unterstützt.

Witz, Humor und Selbstironie

Durch den Abend führten die beiden Sänger Felix Martin (derzeit in Wien bei „Cats“) und Maximilian Mann (derzeit in Stuttgart bei „Aladdin“). Mit viel Witz, einer gehörigen Portion Selbstironie und stets mit einem flotten Spruch auf den Lippen kündigten sie die einzelnen Gesangsnummern an, verrieten Pointen aus ihrem Leben als Musicalstars und interagierten mit dem Publikum, das sie dafür feierte.

Auch gesanglich überzeugten die smarten Moderatoren. Felix Martin zeigte sich vielseitig, überzeugte in Duetten, aber auch solo. Vor allem brillierte er bei „Das Feuer der Hölle“ aus dem „Glöckner von Notre Dame“, aber auch als frivole Zaza aus „Ein Käfig voller Narren“ machte er im zweiten Teil der Veranstaltung eine gute Figur in Paillettenkleid und High Heels.

David Jakobs (derzeit in Berlin bei „Ku’Damm 56“) eröffnete die Veranstaltung mit „Dies ist die Stunde“ aus „Jekyll & Hyde“ und schloss auch mit dem zweiten Zugabesong „Berlin, Berlin“ aus „Ku’Damm 56“. Er zeigte sich gut gelaunt und brachte Schwung in die Show. Die Sängerinnen Mercedesz Csampai (derzeit in London bei „Prince of Egypt“) und Fabiana Denicolo (derzeit in der Filmbranche unterwegs) präsentierten Glanzstücke der Musicalszene.

Songs aus vielen Musicals

Denicolo sang Stücke aus „Anastasia“, „Mamma Mia“ und „The Greatest Showman“. Csampai überzeugte mit emotionalem Gesang aus „Jesus Christ Superstar“ und dem Klassiker „Memory“ aus „Cats“. Mit „I still believe“ aus „Miss Saigon“ sangen sie „eines der schönsten Frauen-Duette“, wie Felix Martin kommentierte.

Der große Block mit Stücken aus „Der Glöckner von Notre Dame“ hatte einen Grund, kennen sich die Darsteller doch alle aus eben diesem Musical, in dem sie 2018 miteinander auf der Bühne in Stuttgart standen. Neben Martin in seiner Rolle als Frollo überzeugte Jakobs als Quasimodo, Csampai als Esmeralda, Mann als Hauptmann und Denicolo war damals Teil des Ensembles.

Nach zwei Zugaben und ordentlich viel Applaus machten sich die Besucher des Kronenzentrums mit einem Lächeln auf den Lippen auf den Heimweg. „Endlich mal wieder Musik“, sagte eine Zuschauerin beim Verlassen des Saals und sprach damit wohl vielen aus der Seele.

 
 
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