Der VfL Eintracht Hagen hat noch eine Minimal-Chance, sich einen Aufstiegsplatz in der 2. Handball-Bundesliga zu sichern. Neun Zähler Rückstand sind es aktuell bis auf Platz zwei. Dafür braucht der Tabellenvierte jedoch einen Sieg beim Spitzenreiter, der SG BBM Bietigheim. Die Ellentäler wollen am Samstag beim Heimspiel in der Ege-Trans-Arena (19.30 Uhr) derweil weiterhin am Platz an der Sonne bleiben, die HBW Balingen-Weilstetten ist einen Zähler hinter der SG BBM auf Rang zwei.
2. Handball Bundesliga Angeschlagene Bietigheimer erwarten ausgelaugte Hagener
Mit einem möglicherweise erneut kleinen Kader muss Bietigheim gegen den VfL ran. Die Eintracht hat noch eine kleine Chance auf Platz zwei.
Mit noch fünf verbleibenden Spielen haben die Männer von Iker Romero weiterhin alles in der eigenen Hand, gegen die Eintracht muss jedoch mal wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung her, so wie sie in der zweiten Halbzeit am vergangenen Wochenende in Großwallstadt gezeigt wurde. „Es sind noch fünf Endspiele und das nächste ist Hagen – eine Mannschaft mit sehr hoher Qualität und einem breiten Kader.“ Vor allem offensiv bringen die Gäste eine enorme Durchschlagskraft mit. Mit 824 Toren stellt der VfL den viertbesten Angriff der Liga.
Romero hebt dabei vor allem die taktische Flexibilität des Gegners hervor: „Sie haben viele Möglichkeiten im Angriff und variieren in der Abwehr stark – darauf müssen wir uns gut vorbereiten.“
Zwei Spieler noch fraglich
Der Spanier selbst muss kreativ werden, um die Hagener zu stoppen. Denn gegen Großwallstadt fehlten ihm neben den langzeitverletzten Jonathan Fischer, Juan de la Pena und Max Prantner zudem noch Djibril M’Bengue, Alen Hadzimuhamedovic und Nico Bacani. Letzterer soll gegen Hagen wieder im Aufgebot stehen, hinter den beiden Rückraumakteuren steht nach Schulterproblemen noch ein Fragezeichen.
Daher könnte die Last wieder auf wenige Schultern verteilt werden. Vor allem Fabian Wiederstein, Nikola Vlahovic, Dominik Claus und Fynn Nicolaus, die die meiste Zeit im Mittelblock ackern und das Zentrum verdichten, haben kaum Pausenzeiten.
Iker Romero betont dabei die klare Zielsetzung für das Spiel: „Um gegen Hagen zu bestehen, brauchen wir eine sehr gute Torhüterleistung und müssen in den verschiedenen defensiven und offensiven Situationen klug reagieren – egal ob gegen 5-1 oder 6-0.“ Entscheidend sei am Ende die Konstanz über die gesamte Spielzeit: „Wir müssen über 60 Minuten voll fokussiert bleiben, unser Spiel durchziehen und in jeder Phase die richtigen Entscheidungen treffen.“
Auch offensiv war es ein Kraftakt: Vergangene Woche waren Claus und Nicolaus, sowie Tom Wolf und Maxim Orlov die vier Alleinunterhalter im Rückraum.
Zudem stellt sich die Frage, wer am Samstagabend die Siebenmeter werfen darf. Wolf vergab beide Versuche von der Linie, Alexander Pfeifer versenkte dafür alle vier seiner Chancen. Mit Hadzimuhamedovic fehlte der etatmäßige Werfer, der bisher 39 Siebenmeter verwandeln konnte und die beste Quote im SG-Kader hat.
Straffer Zeitplan für den VfL
Doch auch Hagen hat harte Spiele in den Knochen: Drei Heimspiele innerhalb von sieben Tagen. Nach dem Sieg gegen den TSV Bayer Dormagen und der knappen Niederlage im Wiederholungs-Derby gegen den TuS Ferndorf folgte am vergangenen Freitag das Heimspiel gegen den Dessau-Roßlauer HV 06, das das Team von Cheftrainer Pavel Prokopec mit 35:31 gewann.
