26 Bewohner und drei Ehrenamtliche geimpft Impfungen in der Geisinger Straße

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Ein mobiles Impfteam des Landkreises war am Freitag in der Unterkunft Geisinger Straße in Bietigheim-Bissingen.⇥ Foto: Oliver Bürkle

Beim ersten von zwei Impfterminen in der Gemeinschaftsunterkunft des Landratsamts in der Geisinger Straße wurden 26 Bewohner und drei Ehrenamtliche geimpft.

Seit der zweiten Aprilhälfte sind mobile Impfteams in Gemeinschafts- und Obdachlosenunterkünften des Landkreises Ludwigsburg und der Landkreiskommunen im Einsatz. Am Freitag war eines dieser Teams in der Bietigheim-Bissinger Unterkunft in der Geisinger Straße. „In den nächsten Wochen und Monaten sollen nach und nach alle Unterkünfte der Kreiskommunen und des Landkreises mit über 20 impfberechtigten Personen abgefahren werden“, sagt Dr. Andreas Fritz, Pressereferent des Landkreises Ludwigsburg. Auch Ehrenamtliche, die in den Gemeinschaftsunterkünften tätig sind oder Kontakt zu Bewohnern haben sowie Mitarbeiter des Treffpunkts Mitte hatten die Möglichkeit, sich am Freitag der Impfung anzuschließen. Das Angebot am Freitag haben 29 Bewohner und drei Ehrenamtliche wahrgenommen.

122 Bewohner

In der Geisinger Straße in Bietigheim-Bissingen leben derzeit 122 Personen. Von diesen Bewohnern sind 106 Personen impfberechtigt. Zur besseren Organisation gibt es zwei Impftermine. Die vier Gebäude wurden so aufgeteilt, dass bei Bedarf jeweils die Hälfte der Bewohner an einem Termin geimpft werden kann, so das Landratsamt. Am Montag, 10. Mai, wird die nächste Informationsveranstaltung stattfinden, sodass am Dienstag, 11. Mai, geimpft werden kann. Wer impfberechtigt ist, entscheidet die Corona-Impfverordnung. „Personen, die in Obdachlosenunterkünfte oder Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Geflüchteten untergebracht sind, sind nach dieser Verordnung impfberechtigt und können sich nach vorheriger Anmeldung von den mobilen Impfteams in den Unterkünften impfen lassen“, erklärt Fritz. Das gelte auch für Ehrenamtliche, die in den Unterkünften tätig sind. „Die Personen haben hierzu Impfberechtigungsbescheinigungen vom Landratsamt erhalten.“

Das Impfen selbst lief dabei kaum anders ab als andernorts. Ein großer Unterschied jedoch ist die Sprachbarriere. „Die mobilen Impfteams werden bei der Aufklärung über das Impfen und beim Impfvorgang durch Dolmetscher unterstützt.“ Am Donnerstag fand diese Informationsveranstaltung statt. Zudem kommunizieren die mobilen Impfteams auf Englisch und Französisch, ergänzt der Pressereferent. „Die mehrsprachige Aufklärung über das Impfen ist ein Schlüsselfaktor, um eine möglichst hohe Impfquote in den Unterkünften zu erreichen.“

Die Impfbereitschaft der Bewohner sei ähnlich wie in der Gesamtbevölkerung. Es gebe sowohl impfwillige als aus impfskeptische Personen. „Viele Bewohner der Unterkunft haben das Bedürfnis nach Aufklärung über die Impfung. Daher erhalten die Bewohner von den mobilen Impfteams dieselbe medizinische Aufklärung, wie dies im Kreisimpfzentrum der Fall ist.“ In den Unterkünften, in denen bereits geimpft wurde, haben sich bisher mindestens 50 Prozent der Bewohner, die ein Aufklärungsgespräch wahrgenommen haben, impfen lassen, so das Landratsamt. Was geimpft werde, hänge davon ab, über welchen Impfstoff die Teams aktuell verfügen. Dies sei in der Regel der Impfstoff von Biontech. „In der Unterkunft in Bietigheim-Bissingen wird der Impfstoff von Biontech geimpft werden“, so Fritz.

Für die Unterkunft in der Rötestraße gebe es laut Asylkreis ebenfalls bereits einen Termin. Dort sollen die Bewohner am 27. Mai informiert werden, sodass am 28. Mai geimpft werden kann. Die Termine für die Carl-Benz-Straße seien noch nicht bekannt, so der Asylkreis.

 
 
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