35-Jähriger bewirbt sich um CDU-Direktmandat Tobias Vogt will in den Landtag

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Tobias Vogt kandidiert als dritter Bewerber um das CDU-Direktmandat. ⇥ Foto: Tobias Vogt

Der 35-Jährige aus Kirchheim bewirbt sich um das CDU-Direktmandat.

Tobias Vogt aus Kirchheim am Neckar hat seine Kandidatur für das Direktmandat der CDU bei der Landtagswahl 2021 im Wahlkreis Bietigheim-Bissingen bekannt gegeben. Der Kirchheimer tritt damit gegen Isabel Kling aus Möglingen und Uttam Das aus Besigheim um die Amtsnachfolge von Fabian Gramling an (die BZ berichtete).

Der 35-Jährige ist  verheiratet und Vater zweier Kinder. Er führt laut Mitteilung gemeinsam  mit seinem Bruder ein Familienunternehmen. „Ich lebe und komme aus unserem Wahlkreis in Kirchheim am Neckar“, schreibt Vogt. Nach seiner Ausbildung zum Kfz-Mechaniker und der Weiterbildung zum Kfz-Techniker-Meister in der Abendschule folgte das berufsbegleitende betriebswirtschaftliche Bachelorstudium und der Master in „Automotive Management“. 2012 übernahm er die Geschäftsleitung des elterlichen Familienbetriebs mit 15 Mitarbeitern und habe daraus ein „erfolgreiches mittelständiges Unternehmen mit mehreren Standorten und 65 Mitarbeitern entwickelt“.

Perspektive der Wirtschaft

Vogt, der zunächst Mitglied in der Jungen Union war und seit 2008 Mitglied der CDU ist, sitzt seit letztem Jahr als einziger CDU-Vertreter im Kirchheimer Gemeinderat. Er ist davon überzeugt, dass er im Landtag „einiges für unser Land und den Wahlkreis voranbringen und anschieben kann“. Für Vogt ist es kein Nachteil, „kein Politprofi zu sein“. Die Perspektive der Wirtschaft ergänze das Gesamtbild des Parlaments.

Die wichtigsten Themen sind für Vogt: Wirtschaft, Mobilität und Klimawandel, Chancengleichheit und Fachkräftemangel, Digitalisierung und die gesellschaftliche Entwicklung.

Da die Automobilindustrie viel zum Wohlstand beitrage, will sich Vogt dafür einsetzen, dass die Politik als Partner die Transformation zum digitalen Mobilitätsanbieter begleite und unterstütze. Außerdem will er den öffentlichen Nahverkehr „nach neun Jahren unter Winfried Hermann endlich zuverlässig aufstellen.“

Im Klimawandel sieht Vogt „die Mehrgenerationenaufgabe schlechthin“. Er ist überzeugt: „Wir haben diesen bisher zu wenig als Chance gesehen.“ Zentrale Aufgabe des nächsten Jahrzehnt sei es,  Ökologie und Ökonomie zu vereinen.

Im Hinblick auf die Chancengleichheit ist der Kandidat überzeugt: „Wer pünktlich und fleißig ist und Leistungsbereitschaft zeigt, der kann in unserem Land alles erreichen.“

Die Politik müsse den zweiten Bildungsweg und berufliche Weiterbildungen stärker fördern. Eine Ausbildung in einem Handwerksberuf müsse wieder attraktiver werden.

Im Bereich der Digitalisierung will sich Vogt für den schnelleren Ausbau von 5G und des Glasfasernetzes einsetzen und die Digitalisierung von Dienstleistungen im Alltag voranbringen. Dies dürfe aber nicht auf Kosten der älteren Generationen geschehen.

Verschwörungsmythen und Ausschreitungen wie in Stuttgart will Vogt „als Bürger und Rechtsstaat mit aller Kraft und Entschlossenheit entgegentreten“.

Die Nominierung des CDU-Kandidaten findet am Samstag, 19. September, in Erdmannhausen statt.

 
 
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