40. Pferdemarktturnier beginnt in Bietigheim Das „etwas andere Turnier“

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Von Freitag bis Sonntag findet im Ellental das 40. Pferdemarktturnier statt.⇥ Foto: Martin Kalb

Das Reitturnier startet heute, ein „Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und sportlichen Ambitionen“, sagt Gabriele Hubl.

„Der Pferdemarkt fehlt der Bevölkerung sehr“, sagt Gabriele Hubl, Vorstandsmitglied des Bietigheimer Reitervereins. Wegen Corona findet das 40. Pferdemarktturnier von Freitag bis Sonntag auch nur „als reine Sportveranstaltung mit Reiterzelt und abgespeckter Bewirtung“ statt.

„Wir sind auf unsere Basis zurückgeworfen“, berichtet Hubl. Die Stadt habe ihre Unterstützung stark zurückgefahren, den Abreiteplatz muss der Verein selbst anlegen, die städtischen Mitarbeiter sorgen für die Umzäunung. Die Reiter haben Verständnis dafür, sagt Hubl. Auch dafür, dass es in diesem Jahr wegen der Pandemie keinen Ehrenpreis der Stadt geben wird. 2021 sei das Pferdemarktturnier „ein etwas anderes Turnier“, sagt Hubl. Manchmal müsse man einen Schritt zurückgehen, um anschließend „wie Phönix aus der Asche zu entstehen“, lacht Hubl. Die Vereinsmitglieder seien positiv gestimmt und wollen mit dem Turnier auch die Hoffnung verbreiten, dass der Pferdemarkt bald wieder stattfinden kann.

„In diesem Jahr haben wir weniger Nennungen als sonst“, bedauert Hubl. Der Große Preis ziehe schon Reiter an, ist sie überzeugt. Darüber hinaus habe die fehlende Planungssicherheit dazu geführt, dass mancher Reiter auf eine Teilnahme verzichtet habe. „Aber die richtig Guten kommen wegen des BW-Cups, einer ganz wichtigen Prüfung, deren Finale in der Schleyerhalle stattfinddet“, sagt Hubl.

Noch kann sie nicht abschätzen, ob mehr Besucher kommen als sonst. Auf jeden Fall müssen diese sich auf dem Gelände an die 3G-Regeln halten. „Das ist auch für uns Neuland“, sagt Hubl. Für die Überprüfung der Nachweise benötigt der Verein deutlich mehr Ehrenamtliche als sonst, obwohl sich in diesem Jahr aufgrund der Planungsunsicherheit weniger Helfer gemeldet haben.

Für die Sponsoren bietet der Verein wieder ein „Meet and Greet“ an mit dem Mediziner Dr. Jan Holger Holzschmit, der von seinem Einsatz bei den Paralympics in Tokyo erzählen wird. Hubl ist froh darüber, dass viele der Sponsoren dem Verein treu geblieben sind. Sie hat aber auch Verständnis für diejenigen, die dies in diesem Jahr aus finanziellen Gründen nicht können. Es habe viele Mitglieder gegeben, die eingesprungen sind. „Wir sind nicht der einzige Verein, der unter Corona leidet“, weiß Hubl, „aber bei uns hängen die Pferde dran. Daher sei das Turnier „ein Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und sportlichen Ambitionen“. Aber: „Wir freuen uns auf den Sport.“

Info: Wegen des Reitturniers um das Stadion im Ellental werden die Fußwege laut Stadt in diesem Bereich für Passanten gesperrt, da Zutritt nur für Gäste mit 3G-Nachweis möglich ist. Umleitungen erfolgen für den Durchgangsverkehr auf die andere Enzseite und westlich der Sportplätze.

 
 
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