Achtelfinale des WFV-Pokals Drei Fehlschüsse bringen das Aus

Von Claus Pfitzer
Johnathan Zinram (von links) und der FSV 08 Bietigheim-Bissingen kam gegen Adnan Rakic und den 1. FC Normannia Gmünd im WFV-Pokal ins Straucheln. Foto: Archiv/Baumann/Alexander Keppler

Der FSV 08 Bietigheim-Bissingen scheidet mit einer 0:3-Niederlage nach Elfmeterschießen beim 1. FC Normannia Gmünd im Achtelfinale des Verbandspokalwettbewerbs aus.

Mit letzter Kraft, hohem Einsatz und einem überragenden Torhüter Sven Burkhardt hat sich der Oberligist FSV 08 Bietigheim-Bissingen im WFV-Pokal-Achtelfinale beim Verbandsliga-Tabellenführer 1. FC Normannia Gmünd in zweifacher Unterzahl ins Elfmeterschießen gerettet. Dann konnte auch Burkhardt seiner Mannschaft nicht mehr helfen. Marius Kunde, Johnathan Zinram und Loris Hoffmann scheiterten nacheinander am Gmünder Torhüter Yannick Ellermann, während dessen Mitspieler Tobias Kubitzsch, Daniel Stölzel und Alexander Aschauer allesamt zum 3:0-Endstand trafen und den Außenseiter ins Viertelfinale schossen.

Aschauer musste damit bis in die Zusatzschicht warten, ehe er den Ball doch noch am 08-Keeper vorbei ins Netz brachte. Gut ein halbes Dutzend Mal war er in einem hart umkämpften Spiel an Burkhardt gescheitert. Schon in der zweiten Minute parierte der 39-jährige Torwart zweimal hintereinander Kopfbälle von Aschauer. Nachdem Burkhardt erneut bei Schüssen von Aschauer und Marvin Gnaase prächtig reagiert hatte, ebbte der Schwung des 1. FC Normannia ab, und der Oberligist fand mehr und mehr ins Spiel. Oliver Dense fand hinterher dennoch harte Worte für den Auftritt seiner Mannschaft: „Was wir in der ersten Halbzeit gegen einen Verbandsligisten geboten haben, war bodenlos. Da können wir schon mit 0:5 zurückliegen“, erklärt der Sportliche Leiter des FSV 08.

Zwei Chancen hatten sich dem Oberligisten allerdings geboten. Nesreddine Kenniche tauchte nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte frei vor dem Kasten der Gmünder auf. Aber Torwart Ellermann bekam an den aufspringenden Ball noch die Finger dran (6.). Und beim ersten gelungenen Angriff der Nullachter scheiterte Valentyn Podolsky ebenfalls am Keeper (27.).

Obwohl bereits verwarnt, leistete sich Niklas Mahler an der Mittellinie ein Foul und sah Gelb-Rot. „Der Platzverweis war gerechtfertigt“, bewertete 08-Trainer Markus Lang. Gegen dicht gestaffelte und stark verteidigende Gäste taten sich die Gmünder danach schwer, ihre Überzahl auszuspielen. Am Ende der zweiten Hälfte bot sich Lukas Böhm und Kunde per Kopfball sogar jeweils die Chance auf den Siegtreffer.

Die Verlängerung ging dann wieder an den Verbandsligisten. Nach 108 Minuten musste Kevin Ikpide mit einer Knieverletzung vom Platz – die Nullachter waren in zweifacher Unterzahl. Wieder rückte Burkhardt in den Mittelpunkt, wehrte zwei Kopfbälle von Aschauer ebenso glänzend ab wie Grupps Drehschuss. Als der 08-Torwart in der turbulenten Schlussphase geschlagen war, rettete Steven Keklik auf der Linie.

Als Zugabe gab es das Elfmeterschießen. „Das Ausscheiden ist bitter. Wir hatten in den ersten 20 Minuten Probleme und mussten einige brenzlige Situationen überstehen. Da hat uns Burkhardt am Leben gehalten. Uns wurde auch ein klarer Handelfmeter verweigert. In Überzahl war Gmünd einfallslos, wir haben da sehr diszipliniert gespielt und über 75 Minuten konzentriert verteidigt. Deshalb gibt es auch keine Kritik an der Mannschaft, sie war stehend k.o.“, sagt 08-Trainer Lang.  

 
 
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