Advent Der Nikolaus verteilt Geschenke

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Den ganzen Sonntag über verteilte Nikolaus, Steffen Pleiss, leckere Geschenken an die Kinder, die den Ingersheimer Weihnachtsmarkt besuchten.⇥ Foto: Helmut Pangerl

Vereine und Organisationen legten sich am Sonntag mit 16 Ständen ins Zeug, um die Besucher des Adventsmarktes zu erfreuen.

In Bewegung zeigte sich die Gemeinde Ingersheim am Sonntag mit ihrem Adventsmarkt auf dem Hindenburgplatz. An 16 Ständen, bei einem kleinen Weihnachtskonzert der Schillerschüler und beim Auftritt der gleichnamigen Partnerkommune im Elsass konnten die Besucher erleben, was die Vereine und Organisationen mit viel Fantasie so alles auf die Beine stellen können, um das Gemeindeleben wieder zu spiegeln.

Schüler singen Weihnachtslieder

„Hier riecht‘s ja schon nach Waffeln“, steuerten kleine Mädchen zielstrebig den Hindenburgplatz an, wo sich ein großes Publikum um das Wichtigste versammelte, was es im Advent und an Weihnachten überhaupt gibt: die Kinder. Der Chor der Schillerschule sang Weihnachtslieder und die Rektorin Anette Conrad-Bleil packte die Gelegenheit am Schopfe, um Vorfreude auf eine große Tanzveranstaltung mit allen 276 Schülern im Sommer in der Fischerwörthhalle zu machen. Denn am 3. Juli wird die Schillerschule 70 Jahre alt. Der Nikolaus, Steffen Pleiss von der Fasnetszunft Holma‘le, hörte dem Gesang der Schüler, die jeden Montag in der ersten Stunde üben, gut zu und belohnte die kleinen Vokalisten mit leckeren Geschenken aus seinem Sack. Er war den ganzen Tag auf dem Adventsmarkt mit vom Bauhof angefertigten, sorgsam geschmückten und beleuchteten Holzständen unterwegs.

Wo das Geld sinnvoll angelegt ist, kauften die Marktbesucher gerne ein. Zum Beispiel bei den Drittklässlern, die mit dem Erlös aus ihren Holzarbeiten, Kerzen aller Art, „Ingersheimer Mandeln“ und Popcorn ihre Schullandheimkasse aufbessern. Die Sachen für ihre kleinen Kunstwerke hatten sie selber im Wald gesucht. Fleißig gebacken und gebastelt hatten die Mamas des Mörike-Kindergartens. Mit dem Erlös aus den Plätzchen, Betonengeln, Korken-Schneeflocken, Filzbäumen und Freundebuchtaschen möbeln die Kinder ihre Gartenhütte auf, in der sie eine kleine Werkstatt haben.

Erst am 19. November wieder ins Leben gerufen, prägte sich das Jugendrotkreuz beim Adventsmarkt mit Butterkekshäuschen ein, in denen Gummibärchen wohnen. Bernd Zinnow und Tim Eckert schauen, dass sie die Abteilung, die sich jeden Dienstag von 18 bis 19 Uhr am Hindenburgplatz trifft, wieder aufbauen können. Bevor die Ingersheimer Feuerwehr mit ihrer Florianswurst am Sonntagmorgen auf dem Markt landete, hatte sie bereits einen Einsatz in Kleiningersheim hinter sich, wo sie mit dem Rettungsdienst eine Person mit der Drehleiter aus dem Haus holen musste.

Der Fußballverein war ausnahmsweise einmal nicht auf dem Sportplatz, sondern auf Grillstation. Der Akkordeonverein wärmte mit heißer Schokolade auf, der Angelsportverein servierte Räucherfisch, der FC Wiesenkicker Feuerzangenbowle und der Tennisclub ein „TCI-Gedeck“. Auch die Gemeinderäte stellten sich beim Adventsmarkt zur Abwechslung einmal an den Herd oder verkauften originelle Weihnachtsgeschenke wie beispielsweise Martina Spahlinger und Janina Wagner von der parteiunabhängigen MiT (Mitreden, Mitmachen, Mitgestalten) ohne Fraktionszwang. Ihr Erlös geht an eine gemeinnützige Einrichtung, die zum Zeitpunkt des Marktes noch nicht feststand. Der Verein Freunde Lao‘s um Irene Heine offerierte Seidenprodukte, die den Schul- und Bildungsprojekten zugutekommen.

„Auf der anderen Seite des Rheins gibt es auch noch ein Dorf, das Ingersheim heißt“, trat Bürgermeister Mathieu Thomann aus der Partnergemeinde im Elsass gemeinsam mit seinem deutschen Kollegen Ingersheimer Bürgermeister, Volker Godel, auf. Beide zeigten sich angetan von der guten Akzeptanz des „Marktes von Ingersheimern für Ingersheimer“ hüben wie drüben.

 
 
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