Albertus-Magnus-Kirche in Löchgau wird 50 Jubiläum bei Katholiken

Von Martin Hein
1996 feierte die katholische Kirchengemeinde das 25-jährige Weihejubiläum ihrer Albertus-Magnus-Kirche. ⇥ Foto: Thomas Lachenmaier

Vor 50 Jahren wurde die katholische Albertus-Magnus-Kirche feierlich eingeweiht.

Es war ein großer Tag für die katholische Kirchengemeinde Löchgau, als am 14. November 1971 die Albertus-Magnus-Kirche eingeweiht wurde. Weihbischof Anton Herre weihte das in Fertigbauweise entstandene Bauwerk ein.

Nach dem zweiten Weltkrieg stieg die Zahl der Katholiken in Löchgau stark an. 1948 zählte die katholische Kirchengemeinde 37 einheimische Katholiken und 282 „Flüchtlingskatholiken“. Und der Anstieg ging rasch weiter: Einige Löchgauer Katholiken gründeten die „Interessengemeinschaft zum Bau einer katholischen Kirche Löchgau e.V.“ Ziel des Vereins war es, einen finanziellen Grundstock für den Kirchenbau zu schaffen. Die Pläne für die Fertigbauweise mit 220 Sitzplätzen für die Kirche und 100 Sitzplätze für den Saal samt Nebenräumen wurden im Juli 1969 von Bischof Carl Joseph genehmigt.

Spatenstich im September 1970

Der Kirchenbauverein steuerte rund 40 000 Mark zum Bau bei. Das Gotteshaus ist nach den Plänen von Architekt Gerold Reutter aus Wernau entstanden. Spatenstich war am 14. September 1970. Das Richtfest wurde bereits am 23. April 1971 gefeiert. Der Besigheimer Kunstmaler Fred Stelzig entwarf und stiftete die Glasfenster. Das Gebäude kostete insgesamt rund 600 000 Mark. Die Gesamtkosten einschließlich Grunderwerb lagen bei etwa 700 000 Mark.

Bürgermeister Gustav Holoch frohlockte, er freue sich, dass die katholische Kirchengemeinde Löchgau nun endlich ein Dach über dem Kopf hat. Es sei bitter nötig gewesen, dass der Kirchenbau so rasch vonstatten gegangen war. Der evangelische Pfarrer Eugen Küenzlen betonte das gute Verhältnis, das die beiden Konfessionen seit nunmehr 25 Jahren verbinde und überreichte an Stadtpfarrer Kurt Weber für die Kirchengemeinde eine Vase. Pfarrer Weber beendete seine Dankesrede mit den Worten: Mit der Vollendung des Baus dürfe nicht ein Schlussstrich gezogen werden, es sei nämlich leichter, eine Kirche zu bauen, als eine lebendige Kirche zu sein.

Neue Orgel 1994 eingeweiht

1992 erhielt das Kirchengebäude eine neue Heizung und eine größere Küche. Im August 1994 wurde eine Orgel, die Orgelbaumeister Eduard Wiedenmann angefertigt hatte, eingeweiht. Die Löchgauer Katholiken gehören als Teilgemeinde zur Kirchengemeinde Besigheim. Inzwischen leben rund 1390 katholische Bürger in Löchgau.

 
 
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