Beim traditionellen Talentabend des Alfred-Amann-Gymnasiums Bönnigheim trieb bereits das Intro der Technik-AG den Herzschlag der Besucher in die Höhe. Die Powermusik war auch in der hintersten Reihe der voll besetzten Bönnigheimer Turn- und Festhalle im Bauch spürbar, und die Lightshow löste donnernden Applaus aus. 93 Talente mit elf unterschiedlichen Acts wurden vom Schülersprecherteam Raahim Khurshid, Laura Keiner und Laura Mihalkova vorgestellt, die den Abend souverän moderierten. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Schülermitverantwortung (SMV), die zudem für Speisen und Getränke sorgte.
Alfred-Amann-Gymnasium Bönnigheim 93 Talente zeigen elf Darbietungen
Beim traditionellen Talenteabend des Alfred-Amann-Gymnasiums überraschen die Schüler vor allem mit herausragenden Tanzaufführungen.
„Tanz steht in diesem Jahr besonders hoch im Kurs“, gab Lehrerin Anne-Kathrin Späth preis, die gemeinsam mit ihren Kollegen Philipp Albert und Johanna Gase die SMV unterstützt. Tatsächlich gab es gleich zwei Hip-Hop Auftritte: Lia Noller-Fürstenberg, das Gesicht versteckt hinter einer Panda-Maske, riss mit einem Medley von Cro das faszinierte Publikum genauso mit, wie die Tanzgruppe Blackberry, deren Tanz Survivor das Gruseln vermittelte, „das man spürt, wenn man nachts aufwacht“.
Levin Probst aus der Jahrgangsstufe 2 brillierte voller Eleganz, Schnelligkeit und Grazie mit seiner Tanzpartnerin Kimberly Hammer bei Samba, Cha Cha Cha und Rumba. „Eine hervorragende Performance“, bewertete der Moderator Khurshid. Die Dancing Girls aus der 6c waren dabei, „weil es Spaß macht“ und überzeugten mit ihren anmutigen und dennoch kraftvollen Bewegungen.
Wie manch anderes Talent waren die Dancing Queens der 7b schon mehrmals aufgetreten und bekannten, dass diesmal eines der Mädchen die Choreografie selbst entworfen und mit ihnen eingeübt hatte. Das Medley war geprägt von Körperspannung und Rhythmusgefühl. Es bestätigte die Worte der Gruppe: „Es ist unsere Leidenschaft, zu tanzen“. Nicht weniger beeindruckend waren die 23 Musikerinnen und Musiker der Unterstufe mit ihrer Mini-Bigband, die mit „Viva la Vida“ und „Hit the Road Jack“ für klangvolle Harmonie sorgten.
Eine gewaltige akrobatische Leistung vollführten die Kunstturner Shania Knoll, Iona Ohlhafer und Benjamin Cantarutti, die dem gebannten Publikum im Mittelgang Handstandüberschlag, Spagatsprung und Flicflac darboten. Besondere Abwechslung brachte Cemre Altinisiks Auftritt mit sich. Sie hatte einen eigenen Song geschrieben, der tiefe Einblicke in ihre Gefühle zuließ: „Das Kind in mir“ handelt von ihrer Vergangenheit und dem Wunsch, es möge wieder so sein wie früher.
Laura Keiner aus der 9. Klasse moderierte in diesem Jahr zum ersten Mal mit und stellte gegenüber der BZ fest: „Es gibt tendenziell mehr jüngere Talente, die bereit sind, aufzutreten“. Möglicherweise liege das an den breiten Angeboten für die Unterstufe. So offenbarte der Chor Ausschnitte aus dem Musical „3 Wünsche frei“, das im Juni aufgeführt wird. Es ist ein modernes Märchen über Gut und Böse. Schwarze Gestalten mit Monitorköpfen drohten dabei eindrucksvoll „wir sind gefährlich – der Feind der Fantasie“, während im Hintergrund gesungen wurde.
Am Schluss tanzen die Lehrer in Badekostümen
Doch nicht nur Tanz, Musik und Sport spielten bei der Talentshow eine große Rolle. Mailin Großkopf trug, passend zum Rilke-Jahr, mit klarer einfühlsamer Stimme das Gedicht „Blaue Hortensie“ von Rainer Maria Rilke vor, unterstützt von Kira Reichen-bach. „Für welche Arbeit erhielt Albert Einstein seinen Nobelpreis?“, war eine der Fragen, die beim Quiz gestellt wurde. „Und wie viele Haribo Gummibären gehen täglich vom Band?“ Das Publikum staunte über das umfassende Wissen der Schüler, die durch-weg gelassen blieben. Letztlich weckte „The Band“ mit „Ghostbusters“ und „Feeling Good“ den sehnlichen Wunsch, der Abend möge nie enden. Doch nun tanzten die Lehrer in Badekostümen und geblümten Hauben auf der Bühne, stürzten sich in imaginäres Wasser und lösten damit lauten Beifall aus.
