Am Sonntag geht's gegen Buchholz-Rosengarten SG BBM zieht souverän ins Finale ein

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Xenia Smits (links) zeigte gegen Metzingen eine überragende Leistung im Angriff und in der Abwehr. Foto: Andreas Eberle

Jubel an Enz und Metter: Die Handballerinnen der SG BBM Bietigheim stehen im Finale des Olymp Final Four um den DHB-Pokal. Sie gewannen ihr Halbfinale gegen den schwäbischen Dauerrivalen TuS Metzingen am Samstagnachmittag in der Stuttgarter Porsche Arena verdient mit 27:23 (15:11). Im Endspiel trifft die Mannschaft von Trainer Markus Gaugisch am Sonntag (17.15/Live auf Sport 1) auf die Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten, die zuvor überraschend den Bundesliga-Dritten HSG Blomberg-Lippe bezwungen hatten. Für die Bietigheimerinnen ist es der dritte Finaleinzug in Folge. Doch zum Titel hat es für die Spielgemeinschaft bisher noch nicht gereicht. Das soll sich nun am Sonntagabend ändern.

Smits trumpft groß auf

Bei der SG BBM kehrte Luisa Schulze ins Aufgebot zurück. Die 1,90 Meter große Kreisläuferin hatte zuletzt wegen einer im Training erlittenen Knieverletzung gefehlt. Nach einem ausgeglichenen Beginn und einem 7:7-Zwischenstand kam die Gaugisch-Sieben immer besser in Fahrt. Vor allem Xenia Smits trumpfte groß auf. Die Rückraumspielerin zeigte ihre Vollstreckerqualitäten, netzte bis zur Halbzeitpause viermal ein und holte außerdem drei Siebenmeter heraus, die Kapitänin Kim Naidzinavicius gewohnt souverän verwandelte. Zwischenzeitlich lag Bietigheim im ersten Durchgang bereits mit fünf Toren vorne. Die extrem giftige und kompakte Deckung machte dem Angriff der "TusSies" das Handballerinnen-Leben schwer. Und dahinter avancierte Torfrau Valentyna Salamakha zum sicheren Rückhalt. Beim Stand von 9:13 parierte sie sogar einen Siebenmeter von Marlene Zapf, der sonst so sicheren Metzinger Schützin (24.). 

Nach der Pause ließen sich die Bietigheimerinnen den Derbysieg und das Finale nicht mehr nehmen. Die schon davor stark spielende polnische Rekordspielerin Karolina Kudlac-Gloc löste nun bei der SG Smits vorübergehend als auffälligste Akteurin ab. Topwerferin der Partie war die Chefin selbst: Ex-Nationalspielerin Naidzinavicius war insgesamt neunmal erfolgreich, davon siebenmal vom Siebenmeterstrich. Metzingen kämpfte verbissen weiter und gab nie auf. Der Einsatz wurde belohnt: In der Schlussphase kam die TuS noch mal auf 23:25 heran. Der Favorit aus dem Enztal schaukelte den Sieg aber abgeklärt und fokussiert über die Zeit - und feierte danach ausgelassen den Sprung ins Endspiel.

"Es war eine sehr konzentrierte Geschichte vorne, ohne viel Schnickschnack. Wir wollten das Tempospiel von Metzingen unterbinden - und das hat lange auch gut funktioniert", sagte SG-Coach Gaugisch nach dem gewonnenen Halbfinale.

Luchse schaffen Sensation

Im ersten Halbfinale hatten sich am Samstagmittag sensationell die Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten durchgesetzt und den Sprung ins Finale geschafft - ihr bisher größter Erfolg in der Vereinsgeschichte. Der krasse Außenseiter aus Niedersachsen, der in der Bundesliga mitten im Abstiegskampf steckt, rang die HSG Blomberg-Lippe nach einem harten Kampf mit 22:19 (13:12) nieder. Während der Erstliga-Saison haben sich die Bietigheimerinnen gegen Buchholz 08-Rosengarten zweimal klar durchgesetzt - Ende April in der heimischen Viadukthalle mit 34:20 und kurz vor dem Jahreswechsel mit 30:23 in der Nordheidehalle Buchholz.

 
 
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