Vom 22. bis 24. Januar 2026 findet in der Musikhalle Ludwigsburg die 40. Antiquaria statt. Mit einer Mischung aus Tradition, Vielfalt und kontinuierlicher Weiterentwicklung behauptet die Buchmesse auch nach 40 Jahren ihren festen Platz im Kalender des internationalen Antiquariatswesens.
Antiquaria Ludwigsburg Wo alte Bücher jung bleiben
Die Buchmesse Antiquaria feiert im Januar ihr 40. Jubiläum und findet wie gewohnt in der Musikhalle statt.
Die Antiquaria spricht Besucherinnen und Besucher an, die antiquarische Bücher, Autographen, Grafiken sowie vergängliche, gedruckte und schriftliche Materialien aus fünf Jahrhunderten entdecken und erwerben wollen.
Mehr als 50 Antiquariate aus dem In- und Ausland vertreten
Mehr als 50 Antiquariate aus dem In- und Ausland nehmen an der Jubiläumsveranstaltung in Ludwigsburg teil, die Angebote richten sich an ein breites Publikum. Sammlerinnen und Sammler, Vertreter von Institutionen, Studierende sowie alle, die sich für Buchkultur und historische Objekte aus Papier interessieren.
Anlässlich des 40-jährigen Bestehens verzichtet die Messe erstmals auf ein Rahmenthema. Stattdessen steht die eigene Geschichte im Mittelpunkt. Seit der Gründung waren insgesamt 235 Aussteller und Ausstellerinnen an der Antiquaria beteiligt, von denen einige seit der ersten Messe vertreten sind. Alle Namen werden während der Messe auf Tafeln in der Musikhalle präsentiert. Mit dabei auch Jürgen Fetzer, der in Ludwigsburg sein Antiquariat hatte und nach Wien übergesiedelt ist.
Ein besonderes Augenmerk gilt 2026 der Entwicklung der Messekataloge, die exemplarisch auf dem aktuellen Katalogumschlag zusammengeführt werden. Zur ersten Antiquaria wurde aus programmatischen Gründen noch vollständig auf einen Katalog verzichtet. Ziel war es damals, keine ausgewählten Spitzenangebote zu präsentieren, sondern das gesamte Angebot ausschließlich vor Ort zugänglich zu machen, so Organisatorin Petra Bewer.
Bereits zur zweiten Messe folgte jedoch die Erkenntnis, dass ein Katalog als Werbemittel notwendig ist. Es entstand ein Loseblattkatalog, in dem jede Ausstellerin und jeder Aussteller einen individuell gestalteten Beitrag beisteuerte – mit unterschiedlichen Schriften und Papieren, gesammelt in einer eigens gefertigten Mappe.
Seit 2009 greift der Umschlag das Rahmenthema auf
Nach sechs Jahren wurde dieses Konzept durch einen gebundenen Katalog im DIN-A4-Format abgelöst. Seit 2009 greift der Umschlag jeweils das Rahmenthema der Messe gestalterisch auf.
Das Angebot der Jubiläumsmesse umfasst erneut eine große Bandbreite seltener, kurioser und einzigartiger Objekte, die einen Bogen vom 15. bis zum 21. Jahrhundert spannen. Etwas Besonderes bietet das Wiener Antiquariat Krikl von Walt Disney. Die Comics Micky Maus Nr.1 von 1957 bis Nr. 26 von 1960. Zusammen. 182 Hefte in sechs Bänden aus dem Stuttgarter Ehapa Verlag für 850 Euro. Preislich günstiger ist unter anderem Gregor Gogs Streitschrift der Vagabunden „Der Kunde“ von 1929, angeboten vom Roten Antiquariat für 500 Euro.
Eine Preisklasse für sich ist das um 1600 entstandene Andachtsbuch „Der christlich Glaube“ von Hieronymus Oertl, das vom Antiquariat Inlibris – Kotte präsentiert wird. Die Handschrift auf Pergament mit 16 ganzseitig montierten, in Gold und Farben illuminierten Kupferstichen und in einer mit schwarzem Filz ausgelegten Halbmaroquinkassette ist zum Preis von 295.000 zu haben, „Ein Buch für die Ewigkeit“, heißt es dazu im Katalog.
