Aufforstung in Bietigheim-Bissingen Wald wächst um 9000 Quadratmeter

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Die bereits von Wald umgebene Fläche im Gewann Betzenloch am Brachberg wird aufgeforstet.⇥ Foto: Helmut Pangerl

In diesem Herbst lässt die Stadtverwaltung im Gewann Betzenloch unweit der Grenze zu Besigheim Bäume pflanzen. Die Aufforstungsaktion geht auf einen CDU-Antrag zurück.

Revierförster Axel Armbruster kann sich nicht erinnern, wann die Stadt Bietigheim-Bissingen zuletzt aufgeforstet hat. Jedenfalls seit vielen Jahrzehnten nicht mehr. Jetzt ist es wieder soweit: Eine Wiese im Landschaftsschutzgebiet Enztal zwischen Bietigheim und Besigheim, am Rand des vorhandenen Waldes am Brachberg, wird mit Bäumen bepflanzt.

Hintergrund ist ein Antrag der CDU-Fraktion vom Oktober 2019 zum Haushalt 2020, der auch von den anderen Gemeinderatsfraktionen unterstützt wurde. Darin hatten die Christdemokraten die Ausweisung eines Aufforstungsgebiets auf der Markung von Bietigheim-Bissingen, möglichst angrenzend an einen bestehenden Wald und in städtischem Besitz, gefordert. „Wir sind der Meinung, dass dieses Vorhaben einen großen Schritt in Richtung klimaneutrale Stadt darstellt“, so CDU-Rat Jürgen Weller in seiner Begründung.

Von Wald umgeben

In dem Antrag war von mindestens drei Hektar die Rede. Ganz so viel ist es nicht, was jetzt an Waldfläche hinzukommen soll. Wie aus einer Mitteilung von Oberbürgermeister Jürgen Kessing an die Fraktionen hervorgeht, ist die Fläche im Gewann Betzenloch 8953 Quadratmeter groß. Die dortigen Grundstücke würden sich für eine Aufforstung anbieten, „da diese für eine landwirtschaftliche Nutzung nur eine mittlere Bodenqualität aufweisen und derzeit schon auf drei Seiten vom bestehenden Wald umgeben sind“, so Kessing.

Die Stadt hat bereits im Januar einen Antrag auf Aufforstung bei der Unteren Landwirtschaftsbehörde des Landratsamtes gestellt. Anfang März kam die Genehmigung dafür, sodass mit den Vorbereitungen begonnen werden konnte. Die Bepflanzung ist nun für diesen Herbst geplant.

Gepflanzt werden laut Stadtsprecherin Anette Hochmuth insgesamt 3400 Traubeneichen, 1000 Hainbuchen, je 200 Elsbeeren und Speierlinge. Die Fläche werde mit Holzpfosten und Knotengeflecht eingezäunt, ein Grasstreifen von drei Metern Breite ringsum werde freigehalten. Ab voraussichtlich Mitte Oktober würden die Setzlinge gepflanzt, so Hochmuth. Diese sind jeweils rund 30 Zentimeter groß. Die Traubeneichen und Hainbuchen werden in Reihen gesetzt, die Elsbeeren und Speierlinge dazwischen einzeln eingemischt. Die Pflanzung wird zwei Tage dauern.

Kosten: 10 000 Euro

Oberbürgermeister Jürgen Kessing beziffert die Kosten der Aufforstungsaktion, einschließlich aller Arbeiten, auf rund 10 000 Euro.

Info In und um Bietigheim-Bissingen gibt es laut Stadtverwaltung etwa 500 Hektar Wald. Das größte zusammenhängende Waldgebiet ist der Bietigheimer Forst mit einer Fläche von 200 Hektar. Hinzu kommen an weiteren Waldstücken das Brandholz, der Bruchwald, der Rotenacker Wald, der Obere Wald, Sommerrain und Brandhalde in Bissingen.

 
 
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