Aufstiegsrunde: Oppenweiler/Backnang besiegt TSB Horkheim Müller glänzt beim HC-Derbysieg

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HC-Torhüter Jürgen Müller war am Samstagabend der beste Mann auf der Platte. Vor allem in den Anfangsminuten geizte der ehemalige Keeper der SG BBM Bietigheim im Derby gegen den TSB Heilbronn-Horkheim nicht mit tollen Paraden.  ⇥ Foto: Marco Wolf

Zum Auftakt der Aufstiegsrunde zur Zweiten Liga hat sich Oppenweiler/Backnang am Samstagabend mit 33:30 gegen den Nachbarn TSB Heilbronn-Horkheim durchgesetzt.

Der Drittligist HC Oppenweiler/Backnang ist mit einem Sieg in die Aufstiegsrunde zur Zweiten Liga gestartet. Die Mannschaft von Trainer Matthias Heineke setzte sich am Samstagabend in eigener Halle im Derby gegen den TSB Heilbronn-Horkheim mit 33:30 durch.

Dabei waren die Hausherren stark ersatzgeschwächt in die Partie gegen den Nachbarn gegangen. Linksaußen Marcel Lenz hatte sich ausgerechnet im letzten Testspiel gegen den Drittliga-Konkurrenten SG Pforzheim/Eutingen verletzt und war nicht mehr rechtzeitig für die Auftaktpartie der Aufstiegsrunde fit geworden. Für ihn gab Florian Frank nach fast drei Jahren Abstinenz im Drittligateam sein Comeback. Außerdem fehlten dem HC mit Isaiah Klein, Tobias Gehrke und Philipp Schöbinger einige weitere Spieler, dafür kam Talent Lukas Rauh zu seinem ersten Pflichtspiel in der ersten Mannschaft.

Dennoch stand die Abwehr der Gastgeber von Anfang an sicher. Und dahinter überragte Jürgen Müller im Tor des HC. Der ehemalige Keeper der SG BBM Bietigheim entschärfte in den Anfangsminuten einige gute Wurfmöglichkeiten des Gegners und verhalf seinem Team so schnell dazu, auf vier Tore davonzuziehen. Die Hausherren ließen auch in der Folge nichts anbrennen. Vor allem Evgeni Prasolov sorgte gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber aus dem Rückraum für Torgefahr. Über 9:3 Mitte der ersten Halbzeit zog die Heineke-Sieben bis zum Pausenpfiff auf ein fast schon vorentscheidendes 18:10 davon. Eine Energieleistung, für die auch Torhüter Müller nach der Begegnung lobende Worte fand: „In der ersten Halbzeit haben wir eine unglaublich intensive Abwehr gespielt. Das hat es mir auch einfach gemacht hat, die Bälle zu holen. Wir haben von Anfang an den Kampf angenommen, weil wir wussten, dass wir heute nur über den Kampf kommen können. Zur Halbzeit waren wir mit acht Toren vorne, das war die halbe Miete.“

Doch komplett kampflos wollte Gästetrainer Michael Schweikardt die Partie nicht abschenken. Der TSB-Coach versuchte es zu Beginn des zweiten Durchgangs mit dem siebten Feldspieler, und seine Farben kämpften sich tatsächlich bis zur 40. Minute wieder auf 18:22 heran. Vor allem Timm Buck übernahm in dieser kritischen Phase wenige Tage vor seinem 20. Geburtstag auf der Mitte Verantwortung und trug entscheidend dazu bei, die Führung wieder auszubauen. Zehn Minuten vor dem Ende war nach zwei Treffern von Tim Düren vom Kreis zum Stand von 30:24 die Messe endgültig gelesen. In den Schlussminuten konnte der TSB Heilbronn-Horkheim lediglich noch etwas Ergebniskosmetik betreiben.

„Wir haben heute ein ganz intensives Spiel gesehen. Es gab nach fünf Monaten Pause keine Anlaufzeit. In der Abwehr sind wir sofort unseren Mann gestanden, haben uns super gegenseitig geholfen und hatten eine starke Torhüterleistung dahinter. Das 18:10 war sicher der Grundstein für den Erfolg“, freute sich auch HC-Trainer Matthias Heineke nach der Partie über den souveränen Auftaktsieg seiner Truppe im Derby.

 
 
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