Auswertung der Wahl auf Kreisebene Ludwigsburg CDU verliert 26 000 Wähler im Kreis

Von
Viele gingen im Kreis wählen wie hier im Bönnigheimer Alfred-Amann-Gymnasium. Die Wahlbeteiligung: 80,1 Prozent.⇥ Foto: Helmut Pangerl

Nur noch in zwei Gemeinden kommen die Christdemokraten über 30 Prozent. Auch der AfD kehren Tausende den Rücken, die SPD macht bei den Zweitstimmen einen großen Sprung.

Auch das Wahlergebnis für den Landkreis Ludwigsburg, dessen Bürger entweder im Wahlkreis Neckar-Zaber oder im Wahlkreis Ludwigsburg ihre Stimmen abgeben konnten, besticht vor allem durch die Verluste der CDU.

Gewinner und Verlierer

Nach dem vorläufigen Endergebnis der Bundestagswahl büßen die Christdemokraten im Landkreis fast 26 000 Erst- und etwa 24 600 Zweitstimmen im Vergleich zu 2017 ein. Gut 9 000 Stimmen jeweils verlor auch die AfD im Landkreis. Zu den Verlierern zählt auch Die Linke: bei den Erststimme haben sich 7500, bei der Zweitstimme 8500 Wähler von der Partei abgewendet. Das größte Plus an Erststimmen verzeichneten die Direktkandidaten Lars Schweizer und Dr. Sandra Detzer von den Grünen. Fast 13 800 Stimmen holten sie mehr als Catherine Kern/Ingrid Hönlinger 2017.

Bei den Zweitstimmen legte die SPD am deutlichsten zu. Gut 15 600 Stimmen mehr als vor vier Jahren konnten Sozialdemokraten bei dieser Wahl einheimsen. Auch die Grünen verbesserten sich deutlich und konnten 10 600 mehr Zweitstimmen für sich im Kreis verbuchen.

Wahlbeteiligung

Im Kreis Ludwigsburg haben 80,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Damit liegt der Landkreis deutlich über dem landesweiten Schnitt (76,6). Auch die Nachbarkreise Stuttgart (78,5), Rems-Murr (79,3) und Heilbronn (79,22) verzeichnen eine geringere Beteiligung. Spitzenreiter bei der Wahlbeteiligung im Kreis ist erneut die kleinste Stadt. In Oberriexinen gingen 85,8 Prozent wählen, auf Platz 2 folgt mit 84 Prozent Mundelsheim vor Freudental mit 83,7.

Lesen Sie hier: Das detaillierte Wahlergebnis in Bietigheim-Bissingen

Erststimmen

Das beste Ergebnis holte der CDU-Direktkandidat Fabian Gramling im Wahlkreis Neckar-Zaber mit 37,9 Prozent in Hessigheim. Steffen Bilger (CDU) holte im Wahlkreis Ludwigsburg bekanntlich auch das Direktmandat. Die anteilsmäßig größte Gefolgschaft hat er im Kreis in Korntal-Münichingen, wo er 33,4 Prozent holte. Thomas Utz (Neckar-Zaber) gelang in seiner Heimatgemeinde Murr mit 31,5 Prozent das beste Ergebnis. Sein Parteigenosse Macit Karaahmetoglou war nirgends besser als in Hemmingen und Möglingen mit je 21,1 Prozent. Bei den Grünen holte Sandra Detzer in Ludwigsburg mit 24,3 und Lars Schweizer in Marbach mit 20 Prozent jeweils ihre Topwerte.

Zweitstimmen

CDU-Hochburgen im Kreis sind bei den Zweitstimmen Oberstenfeld (30,7) und Hessigheim (30,5). In Kirchheim holte die SPD mit 24,7 Prozent ihr bestes Ergebnis, die Grünen in Ludwigsburg (21,9). Die FDP fährt ihr bestes Ergebnis in Affalterbach und Gerlingen (je 18,1) ein. Ihr Spitzenwert gelingt der AfD in Gemmrigheim (12,5).

 

 
 
- Anzeige -