Auszeichnungen Eine Zäsur kommt nach 40 Jahren

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Nach 40 Jahren fand der Blumenschmuckabschlussabend zum letzten Mal in dieser Form in der Turn- und Festhalle statt: Peter Allmendinger (rechts), Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Bönnigheim, mit den Preisträgern und vielfachen Blutspendern.⇥ Foto: Martin Kalb

Bei der Abschlussveranstaltung wurden die Preisträger des Blumenschmuck-Wettbewerbs ausgezeichnet. OGV-Vorsitzender Peter Allmendinger gibt einen Rückblick auf vier Jahrzehnte.

Im Rahmen der 40. Familienfeier des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) fand am Samstag die Blumenschmuck-Abschlussveranstaltung der Stadt und die Blutspenderehrung in der Turn- und Festhalle statt. In seiner Begrüßung machte OGV-Vorsitzender Peter Allmendinger deutlich, dass es nach vier Jahrzehnten die Abschlussveranstaltung in dieser Form nicht mehr geben werde: „Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass diejenigen, die sich mit Engagement für schönen und geschmackvollen Schmuck ums Haus ins Zeug legen, eine Anerkennung durch die Stadtverwaltung und OGV erfahren. Nur in einer anderen Form.“ Mit Bürgermeister Albert Dautel sei man im Gespräch, und werde in den nächsten Wochen über verschiedene Ansätze diskutieren. „Manchmal muss man eben rechtzeitig mit Traditionen aufhören, bevor es zu spät ist. In diesem Rahmen werden wir die Veranstaltung nicht mehr durchführen“, erklärte Allmendinger. „darum lassen sie uns den heutigen Abend nochmals genießen.“

In zwei Rundgängen hat die Bewertungskommission mit Heike Häusser, Eberhard Schmutz, Manfred Häußer und Peter Allmendinger die angemeldeten Objekte intensiv unter die Lupe genommen. Dabei konnten wieder „sehr viele schöne und gut gepflegte Objekte trotz der Hitzeperiode“ bewertet werden. Insgesamt angemeldet waren 69 Objekte. Die Jury hat davon 13 Ehrenpreise, 14 erste Preise, elf zweite Preise und 31 lobende Anerkennungen vergeben.

In seinem Rückblick auf 40. Jahre Blumenschmuck erinnerte der OGV-Vorsitzende an die treibende Kraft Adolf Sartorius, der wie kein anderer über 30 Jahre den OGV geprägt habe. Er habe es verstanden, die Menschen zu begeistern und für den Blumenschmuck zu gewinnen. Zu der Zeit war auch die Empore der Turn- und Festhalle bestuhlt, damit genügend Besucher Platz fanden. Dies führte dazu, dass manchmal das Essen ausging. Da Metzger Späth immer unter den Besuchern war, habe sich einer aus der Küche zu ihm geschlichen und ihn gebeten noch Bratwürste zu holen. In den letzten Jahren allerdings sei der Besuch der Abschlussveranstaltung stetig zurückgegangen.

 
 
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