Baden-Württemberg-Pokal der Wasserballer Bietigheim spaziert ins Halbfinale des Landespokals

Von nac
SVB-Kapitän Robert Bölke (hinten) und der SV Bietigheim führt beim Seitenwechsel gegen den SSV Freiburg mit 12:1. Am Ende steht ein 23:9-Sieg in den Büchern. Foto: Avanti/Ralf Poller

Beim 23:9-Sieg gegen den Oberliga-Konkurrenten SSV Freiburg lässt der SVB nichts anbrennen. Den Grundstein zum Sieg legt die Köhler-Truppe in Hälfte eins.

Dass der SSV Freiburg im Viertelfinale des baden-württembergischen Wasserball-Pokals beim SV Bietigheim personelle Probleme haben würde – einige Spieler fehlten verletzt oder krank –, das hat SVB-Trainer Markus Köhler bereits im Vorfeld der Partie gewusst. Dass sein Team aber einen 23:9-Kantersieg gegen den Oberliga-Konkurrenten aus dem Breisgau einfahren würde, damit hatte er nicht wirklich gerechnet. Dementsprechend groß war auch die Anspannung vor der Begegnung. „Richtig relaxed gehe ich nie in ein Spiel“, sagt Köhler. „Diesen Eindruck darf man den Spielern auch gar nicht vermitteln.“

Bietigheim gerät in Rückstand

Und er und die Bietigheimer Wasserballer taten auch gut daran, die Partie nicht von Anfang an auf die leichte Schulter zu nehmen. Denn Tobias Heinig brachte die Freiburger zunächst mit 1:0 in Führung (1.). „Ihm hatten wir etwas zu viel Platz gelassen“, berichtet Köhler – und fügt gleich hinzu: „Danach war allen klar, dass wir etwas aufpassen müssen.“ Vor allem in der Defensive legten die Gastgeber in der Folge zu. „Wir sind besser reingekommen und haben den Freiburgern nicht mehr so viel Platz gelassen“, erklärt der SVB-Übungsleiter. „Überhaupt bin ich mit der Verteidigung im ersten und zweiten Viertel zufrieden. Und auch unser Torwart hatte einen guten Tag.“

Tom Barth, Timo Haueisen, Finn Andor Hillmer, zweimal Julius Ulfers und erneut Hillmers schraubten das Ergebnis bis zur ersten Viertelpause auf 5:1. Im zweiten Abschnitt sahen die Breisgauer dann überhaupt kein Land. Barth, Benedikt Schwuchow, dreimal Barth, Ulfers sowie Haueisen erhöhten bis zum Seitenwechsel auf 12:1.

Konzentration lässt etwas nach

Mit der 12:1-Führung im Rücken ließ nach dem Seitenwechsel bei den Bietigheimern die Konzentration etwas nach. „Das sehe ich meinen Spielern aber nach“, sagt Köhler. Und auch, dass die drei erfahrenen Akteure der Freiburger, Yannick Saier, Heinig und Jürgen Vernerey, vor allem im dritten, aber auch im vierten Viertel „immer wieder Wege gefunden haben, um uns zu ärgern“ (Köhler), ließ den SVB-Trainer kalt. „Sie haben immer wieder die Angriffe ausgespielt, bis der am besten positionierte Spieler einen freien Wurf bekam“, sagt Köhler.

Vor allem Vernerey bereitete den Bietigheimern Probleme. „Die Freiburger haben ihren Center immer wieder auf der Rückhand angespielt. Da sind zu viele Tore gefallen“, ärgert sich Köhler. Viermal war Vernerey im dritten Abschnitt selbst erfolgreich.

Das Spiel über den Center war überhaupt die Angriffsoption Nummer eins der Breisgauer. „Sie haben immer versucht, ihn anzuspielen. Wenn sie aus dem Rückraum abschließen mussten, kam nicht viel – vor allem, da wir die stärkeren Werfer zugemacht haben“, berichtet Köhler.

Doch zum Ende des dritten Abschnitts stellten die Bietigheimer in der Abwehr um. „Wir haben versucht, das Anspiel auf die Rückhand des Centers zu verhindern, indem der Verteidiger auf die andere Seite gerückt ist. Zudem haben wir den Spieler auf der Seite, auf der man die Rückhand gut anspielen kann, enger genommen“, erzählt Köhler.

Ulfers verteidigt den SSV-Center

Außerdem übernahm Bietigheims Center Ulfers oftmals die Verteidigung des SSV-Centers – und machte seine Sache gut. „Dadurch verloren wir allerdings etwas Schlagkraft im Angriff. Denn Julius ist ein sehr aktiver Verteidiger im vorderen Halbkreis und ein guter Konterschwimmer“, berichtet Köhler. Dennoch ließen die Bietigheimer nichts mehr anbrennen. Durch Tore von Ulfers, Tobias Menking, zweimal Barth, Maximilian Nekola, Haueisen, zweimal Felix Siebenborn, Hannes Harms sowie zweimal Hillmer brachten die Bietigheimer den Vorsprung über die Zeit.

Drei Halbfinalisten stehen bereits fest

Die Wasserballer des SV Bietigheim stehen als dritte Mannschaft im Halbfinale des baden-württembergischen Pokals. Der Vorjahressieger PSV Stuttgart hatte sich bereits unter der Woche durch ein 15:7 gegen den SGW Durlach/Ettlingen qualifiziert. Außerdem zog der 1. BSC Pforzheim mit einem Freilos in die Runde der besten vier ein. Das Halbfinale wird aber erst Ende Mai oder Anfang Juni 2023 ausgetragen, ist sich Markus Köhler sicher. „Im Freibad zu spielen ist sowieso viel angenehmer“, sagt der Bietigheimer Trainer.  

 
 
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