Die Bürgermeister Christoph Herre, Walheim, und Florian Bargmann, Besigheim, haben die gleiche Wortwahl: Sie sprechen von „massiven Einschränkungen im Bahnverkehr“. Denn: Die Bahnsteige am Walheimer Bahnhof werden seit vergangenem Freitag behindertengerecht umgestaltet und modernisiert. Aus diesem Grund führen die Arbeiten, die derzeit vorbereitet werden, nicht nur zu Einschränkungen, sondern auch zu Totalausfällen zwischen Bietigheim-Bissingen – Lauffen.
Bahnhof Walheim Massive Einschränkungenim Bahnverkehr
Wegen Bauarbeiten am Bahnhof entfallen zwei Monate lang viele Züge zwischen Bietigheim-Bissingen und Lauffen.
Ersatzverkehr in Walheim, Kirchheim und Besigheim
Die Linien MEX 12 und 18 fallen auf diesem Abschnitt grundsätzlich bis zum 3. April aus. Ausnahmen, so teilt die Deutsche Bahn mit, gebe es „lediglich in der Tagesrandlage sowie im Nachtverkehr am Wochenende“. Die Bahn richtet einen Schienenersatzverkehr mit Bussen im Halbstundentakt ein. Die Busse bedienen die Haltestellen Lauffen-Bahnhof, Kirchheim-Schillerplatz, Kirchheim-Bahnhof, Walheim-Bahnhof, Besigheim-Auf dem Kies, Besigheim-Bahnhof, Bietigheim-Auwiesenbrücke (Richtung Lauffen nur Einstieg, Richtung Bietigheim nur Ausstieg) sowie Bietigheim-Bahnhof/ZOB.
Allerdings, so teilt die Bahn mit, werden die Verbindungen ständig aktualisiert und es kann zu kurzfristigen Änderungen auch des Taktes kommen. In den Bussen dürfen auch keine Fahrräder mitgenommen werden. Alternativ können Reisende zwischen Stuttgart und Heilbronn teils auf die Linie RE 8 ausweichen, die im Bauzeitraum überwiegend regulär verkehrt und zusätzlich in Lauffen hält. „Das sind für die Walheimer Nutzer der Bahn schon starke Einschränkungen und viel Aufwand im Alltag“, sagt Walheims Bürgermeister Christoph Herre.
Mehr als 1000 Fahrgäste nutzen den Walheimer Bahnhof täglich. Aber auch Reisende ab den Bahnhöfen Kirchheim und Besigheim sind betroffen. Aber er, so Herre, freue sich dennoch, dass die Deutsche Bahn in den Walheimer Bahnhof investiere.
6,5 Millionen Euro investiert die Bahn in die Umgestaltung der beiden Bahnsteige. Die Finanzierung tragen DB InfraGO mit rund 4,4 Millionen Euro, das Land Baden-Württemberg mit rund 1,8 Millionen Euro und die Kommune Walheim mit rund 270.000 Euro.
Das Bauvorhaben wird in zwei Bauabschnitten erledigt. Bis April wird Bahnsteig 1 umgebaut, dann gibt es eine Baupause von April bis Oktober. Der zweite Bahnsteig wird von Oktober bis Dezember modernisiert. Dann wird es wieder zu massiven Einschränkungen kommen.
Die Bahn macht die Bahnsteige behindertengerecht, sie kommen 76 Zentimeter über die Schienenoberkante und werden auf 220 Meter verlängert. Zudem bekommt jeder Bahnsteig drei überdachte Wartehäuschen mit Bänken und eine neue Beleuchtung. Es wird eine Blindenleitschrift geben und eine digitale Anzeige der Verbindungen. Zudem wird die gesamte Bahnsteigausstattung modernisiert.
„Walheim hat viele Pendler, wir freuen uns sehr, dass die Deutsche Bahn in Walheim den Bahnhof modernisiert und damit in eine zuverlässige, zeitgemäße Infrastruktur für die Mobilitätswende investiert“, sagt Walheims Bürgermeister Christoph Herre.
