Barock Volleys „Das Selbstvertrauen wächst natürlich“

Von Marlon Hölzel
Tim Köpfli (Nummer sieben) findet sich immer besser in die Bundesliga-Saison ein. Zuletzt wurde er MVP. Foto: Marco Wolf

Tim Köpfli des MTV Ludwigsburg findet immer besser seinen Rhythmus. Am Sonntag geht es für die Barock Volleys gegen Mitteldeutschland.

Für die Barock Volleys läuft der Start der ersten Bundesliga-Saison jemals mehr als nur zufriedenstellend. Mit drei Siegen aus fünf Partien setzen sie sich auf Platz fünf im oberen Mittelfeld der Liga fest. Zudem kommt der Einzug ins Pokalviertelfinale, bei dem der Gegner kein geringerer als der Vizesieger aus dem Vorjahr, Düren, sein wird. Am Sonntag (17 Uhr) gehen die Barockstädter allerdings erst einmal wieder in der Volleyball-Bundesliga an den Start. Zu Gast bei den Ludwigsburgern sind die Volley Goats Mitteldeutschland.

Keine alten Bekannten

Der Ludwigsburger Außenangreifer Tim Köpfli spielte selbst eineinhalb Jahre für die Volley Goats. Da sich Köpfli am Rücken verletzte, ist sein Einsatz noch nicht sicher. Seine Reha verlaufe allerdings gut und er ist optimistisch gestimmt. Die Volley Goats waren seine letzte Station bevor er im November 2024 in die Barockstadt wechselte. Damals hieß Mitteldeutschland jedoch allerdings noch VC Bitterfeld-Wolfen. Kennen tut Köpfli nur noch Leute hinter den Kulissen. „Von vor zwei Jahren kenne ich keine Spieler mehr, da ist niemand mehr da. Außer Leute, die im Verein drum herum arbeiten, wie der Geschäftsführer sonst ist alles neu. Die haben einen großen Umbruch gemacht“, so der Außenangreifer.

Köpfli selbst kam zu den Barock Volleys über ebenfalls einen ehemaligen Spieler aus Bitterfeld-Wolfen, der inzwischen für die Ludwigsburger aufläuft. Der Ludwigsburger Kapitän Ben-Simon Bonin selbst war es, der Köpfli anrief und sich nach seiner Lage erkundigte. In der Saison 2023/2024 liefen beide gemeinsam bei den Volley Goats auf. Während Bonin nach einem Jahr bereits zum MTV wechselte, kämpfte Köpfli noch mit einer Knieverletzung. „Ich war lange Zeit in der Rehabilitation und Ben hatte mich kontaktiert, ob ich wieder fit bin, da sie Leute für ihr Projekt suchen“, so Köpfli über seinen Wechsel. Zudem führt er aus: „Für mich war es natürlich auch riskant. Es war eigentlich von Anfang an klar, dass wir fast alle Spiele gewinnen müssen, beziehungsweise nur wenige Punkte abgeben dürfen, um in der Tabelle dann am Schluss vorne zu stehen.“

Daraufhin war Köpfli bei einem Probetraining und es hat für beide Seiten gepasst. „Ich blicke immer noch stolz auf die vergangene Saison zurück, weil für mich war das wirklich eine tolle Leistung die wir da zusammen erbracht haben mit einer super Performance“, so der Schweizer.

Rhythmus gefunden

Zu Beginn der Saison konnte Köpfli sich noch nicht richtig in Szene setzen. Dies lag unter anderem auch an der Stärke der anderen Spieler. Gerade in den ersten drei Saisonspielen war es Neuzugang Nyerowo Omene, auf dem das Augenmerk lag. Der erste Wendepunkt war das Spiel gegen Dachau nach dem Libero Jeffrey Klok lobende Worte fand: „Tim möchte ich heute hervorheben, er hatte zu Beginn der Saison Schwierigkeiten, seinen Rhythmus zu finden. Er war sehr stark heute.“

Köpfli selbst findet immer besser in sein Spiel und tankt damit ordentlich Selbstvertrauen. Im Spiel gegen Herrsching wurde er zum MVP gewählt. „Über alle Spiele hinweg wurde mein persönlicher Beitrag zu den Spielen immer mehr. Es wird immer Tage geben, an denen manche Spieler einen besseren Tag haben und glänzen können“, so Köpfli. Zu seiner Leistung führt er aus: „Mit 1,93 Meter gehöre ich in der Liga noch zu den kleineren Außenangreifern und ich muss bei meinem Spiel mehr auf Tempo setzen. Das ist mir in den letzten Spielen gut gelungen. Das Selbstvertrauen wächst natürlich aber auch dadurch bei mir.“

 
 
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