Barock Volleys Der Kader als wichtiger Faktor

Von Marlon Hölzel
Sportdirektor Michael Dornheim. Foto: /Hansjürgen Britsch/Baumann

 Der Höhenflug des MTV hält weiter an. Dabei spielt auch das Scouting eine Rolle.

 Platz sechs in der Tabelle, acht aus 13 Partien gewonnen und mitgehalten gegen die großen Namen der Liga. Bei den Barock Volleys läuft der Einstand in die erste Bundesligasaison der Vereinsgeschichte nach Maß. Das Ziel vor der Saison war klar festgelegt: „Wir sind gekommen um zu bleiben“, kündigte der Aufstiegstrainer Michael Dornheim, der inzwischen als Co-Trainer und Sportdirektor fungiert, an. Dem Ziel kommen sie mehr als deutlich nach und bauen ihr Polster vor den Abstiegsplätzen immer weiter aus. 22 Punkte trennt die Barockstädter inzwischen vom Tabellenvorletzten SV Warnemünde.

Bewusste Verpflichtungen

Grund dafür sind unter anderem auch die erfolgreichen Neuzugänge der Barock Volleys die von Beginn an direkt zündeten. Mit Nyherowo Omene, Jan Huber, Tomi Saarinen und Jeffrey Klok spielen vier der Neuzugänge fast jedes Spiel durch.

Dies war für Sportdirektor Dornheim auch das klare Ziel. „Die vier haben alle unser Team verstärkt und haben neben dem bestehenden Team einen großen Anteil daran, dass wir heute so dastehen“, so Dornheim. Zudem verrät er auf welche Faktoren beim Scouting der Spieler geachtet wird: „Wenn man nur das Sportliche betrachtet, kommt man dem Gefüge einer Volleyballmannschaft zu kurz. Man muss auch schauen, ob die Charaktere zusammenpassen. Ich kann nicht sechs introvertierte Spieler spielen lassen, aber ich kann auch nicht sechs extrovertierte Spielen lassen“. Man müsse laut Dornheim eine gute Kombination aus Führungsspielern und passenden Rollen im Team finden. „Welchen Spieler hole ich wie, mit welcher Perspektive und welchen Input bringt er mit für ein Team.“

Begonnen wird das Scouting erst mit der sportlichen Seite, dabei werden ganze Spiele geschaut und viel Videoanalyse betrieben. „Dabei kann man auch erkennen, wie geht ein Spieler mit Fehlern um, wie verarbeitet er einen Fehler und was passiert danach“, ergänzt der Sportdirektor. Danach werde der menschliche Aspekt der Spieler betrachtet. Dabei erkundige man sich auch bei Personen aus dem privaten Umfeld und Trainern, die die Spieler gut kennen und einschätzen können.

Jahresabschluss in Giesen

„Dass es so gut letztendlich funktioniert, hat man natürlich auch dann nicht immer in der Hand“, gibt Dornheim offen zu. Weiterhin gut funktionieren soll es für die Barockstädter am Dienstagabend (19 Uhr) in Giesen. Dort treten die Volleys zum letzten Spiel im Jahr 2025 an. Giesen steht derzeit punktgleich jedoch vor den Ludwigsburgern in der Tabelle.

 
 
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