Barock Volleys Düren lässt dem MTV im Pokal keine Chance auf die Sensation

Von Marlon Hölzel
Nyherowo Omene erzielte mit seinen elf Punkten die meisten für die Barock Volleys. Gegen den Favoriten aus Düren bleiben sie allerdings machtlos. Foto: Marco Wol/f

Im Pokalviertelfinale zwischen dem Aufsteiger aus Ludwigsburg und dem Vizepokalsieger aus Düren, sorgt der Favorit früh für klare Verhältnisse.

Es könnte die Underdog-Story im Viertelfinale des DVV-Pokal werden. Die Barock Volleys Ludwigsburg empfangen den SWD Düren, der nicht nur Vizepokalsieger, sondern auch Tabellenführer der Volleyball-Bundesliga ist. Letztendlich werden die Gäste allerdings ihrer Favoritenrolle gerecht und gewinnen mit 3:0.

Ludwigsburger starten nervös

Nyherowo Omene sichert den ersten Punkt im Pokalfight. Einen starken Schlag kann Jordan Canham nicht kontrollieren, wodurch die Barockstädter erstmals in Führung gehen. Dies hält jedoch nicht lange an, denn die Hausherren wirken nervös gegen den Tabellenführer und kommen schwer in die Partie. Düren startet schnell mit einer 6:2-Führung in die Partie, wodurch Hasse Mattila bereits früh die erste Auszeit zieht.

Abgezockt lupfen die Dürener gleich zu Beginn mehrfach den Ball nur leicht in die nicht besetzte Spielfeldmitte der Ludwigsburger. Besonders stark ist zu Beginn ebenfalls die Defensive der Gäste. Sowohl durch starke Blocks wie beispielsweise Zachary Hutcheson zur 10:5-Führung als auch starke Annahmen, werden sie ihrer Favoritenrolle früh gerecht. Die Barock Volleys halten nur schwer mit und die Gäste ziehen davon. Beim 9:17-Rückstand sieht sich der Ludwigsburger Trainer erneut gezwungen sein Team neu zu instruieren. Früher Doppelwechsel der Ludwigsburger. Über Mykyta Shapovalov und Jonah Dornheim versuchen die Barockstädter neue Akzente ins Spiel zu bringen. Dies scheint Wirkung zu zeigen, denn durch einen Block von Jan Huber kommen die Ludwigsburger nochmal auf vier Punkte heran, ehe die Gäste den ersten Satz nach einem zu langen Huber-Aufschlag mit 25:20 klar machen.

Durch einen Aufschlag ins Netz von Tomi Saarinen sind es im zweiten Durchgang die Gäste aus Nordrhein-Westfalen, die in Führung gehen. Mit einem millimetergenauen Aufschlags-Ass von Joris Berkhout setzen sich die Gäste erneut früh mit einer 6:1-Führung ab woraufhin sich Barock-Volley-Coach Mattila erneut früh zur Auszeit gezwungen sieht. Drei starke Schläge inklusive doppeltem Ass von Diagonalangreifer und Neuzugang Omene bringen die Ludwigsburger jedoch mit 6:8 vorerst zurück in die Begegnung.

Viele Aufschlagfehler

Die Nervosität der Barock Volleys zeigt sich durch die häufigen Aufschlagfehler. Bereits sechs Servicefehler führen allesamt zu entscheidenden Punkten für die Gegner. Dem gegenüber weist das Offensivspiel Dürens kaum bis gar keine Makel auf, wodurch sie auf 20:8 davonmarschieren. Auch die zwischenzeitliche erneute Auszeit Mattilas kann die Gäste nicht stoppen, die zwischenzeitlich sieben Punkte in Folge erzielen. Aus den 13 Satzbällen der Gäste können die Barockstädter zwar noch zwei verhindern, letztendlich müssen sie sich jedoch deutlich mit 13:25 geschlagen geben. Im dritten Satz sind es Libero Jeffrey Klok und Kapitän Ben-Simon Bonin, die für lautstarken Jubel in der MHP-Arena sorgen. Klok schafft es einen Ball gerade so am Spielfeldrand zu retten, jedoch weiter weg vom Feld. Bonin rennt allerdings hinterher und kickt den Ball mit dem Fuß fast an die Hallendecke, jedoch wieder in Richtung des Feldes, wo Klok den Ball rückwärts über das Netz schlägt. Durch das 6:5 von Omene gehen die Hausherren zudem zwischenzeitlich in Führung. Dieser wächst seit dem zweiten Satz immer weiter über sich hinaus und erzielt fast im Alleingang die Punkte für die Ludwigsburger. Der dritte Satz ist der ausgeglichenste.

Immer wieder ziehen die Gäste aus Düren zwar davon, allerdings ziehen die Hausherren ebenso hinterher. So steht es nach einem zwischenzeitlichen Ausgleich in Richtung Satzende 16:17 aus Sicht der Ludwigsburger. Beim 20:24-Rückstand schaffen es die Ludwigsburger zwar noch zwei Satzbälle abzuwehren, doch der Tabellenführer aus Düren ist letztendlich eine Nummer zu stark am Mittwochabend, sodass sie mit 25:22 und damit 3:0 erneut ins Final-Four-Turnier in Mannheim einziehen.

Favorit letztendlich zu stark

Wichtiger Faktor dabei ist besonders Jordan Canham. Der Diagonalangreifer ist leistungsgerecht mit 13 erzielten Punkten zum MVP der Partie gewählt worden. Somit endet die erste Pokalsaison der Ludwigsburger im Viertelfinale gegen den Tabellenführer aus Düren.

„Am Ende haben wir es leider nicht geschafft, auf drei, auch nicht über zwei Sätze unser bestes Volleyball auf die Platte zu bringen. Um gegen ein Team wie Düren eine Chance zu haben, muss man 100 Prozent geben, das haben wir heute nicht geschafft“, so der Kapitän nach Abpfiff. Dennoch sei es für ihn immer eine Ehre gegen eine solche Mannschaft wie Düren spielen zu dürfen.

 
 
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