Die Schlagzahl bei den Barockstädtern wird höher. Nach den etwas ruhigeren Wochen mit jeweils nur einem Spiel, stehen für die Barock Volleys nun zwei vollgepackte und wichtige Wochen mit insgesamt sechs Spielen an. Am Sonntag (16 Uhr) startet die Partien-Serie auswärts beim Tabellenzwölften der Volleyball-Bundesliga TSV Haching München.
Barock Volleys Generalprobe vor dem Pokal-Fight
Die Barock Volleys treffen am Sonntag auf Haching München.
Neue Favoritenrolle
Für die Barock Volleys dürfte es ein Bundesliga-Einstand nach Maß gewesen sein. Nach sechs Partien stehen sie auf Platz vier der Liga und können mit einem Auswärtssieg den Anschluss an das Spitzenduo bestehend aus Lüneburg und Düren behalten. Mit der Tabellenplatzierung und dem klaren 3:0-Erfolg über die Volley Goats Mitteldeutschland vergangenen Sonntag fahren die Aufsteiger mit viel Rückenwind und Selbstbewusstsein nach Bayern. Für die Heimmannschaft hingegen läuft die Saison noch nicht richtig an. Gerade einmal zwei Siege aus sieben Partien können die Unterhachinger bisher vorweisen. Dabei war einer der beiden Siege der Saisonauftakt gegen die noch sieglosen Warnemünder. Den zweiten Sieg erkämpften sich die Bayern noch unter der Woche im Tie-Break-Krimi gegen die Volley Goats.
Die Begegnung zwischen den beiden Mannschaften ist nicht das erste Duell dieses Jahr. In der Saisonvorbereitung duellierten sich die Schwaben bereits mit den Bayern. Für die Ludwigsburger war es Ende September der erste öffentliche Test vor heimischen Publikum und waren dort bereits erfolgreich. In Anbetracht dessen, der Tabellensituation und dem Heimsieg vergangenen Sonntag gehen die Barock Volleys als Favorit in die Partie. Dies ist bei den Volleyballern des MTV in der Bundesliga eine Neuheit, dennoch gehen sie mit Respekt an die Partie und Trainer Hasse Mattila weiß um die Stärken des Gegners. „Wir hatten eine sehr gute Vorbereitungswoche auf die Partie gegen Haching“, sagt Ludwigsburgs Trainer Hasse Mattila. „Haching ist eine gefährliche Mannschaft, die hohen Aufschlagdruck ausüben kann – darauf müssen wir vorbereitet sein“, resümiert der Finne.
Die taktische Vorbereitung war bereits zuvor nach Abpfiff gegen die Volley Goats ein großes Thema und so dürfte es für die Partie am Sonntag von Vorteil sein, dass die Mannschaft von Mattila unter der Woche spielfrei hatte. Denn sowohl für Kapitän Ben-Simon Bonin als auch Philipp Herrmann war der klare 3:0-Erfolg unter anderem der guten Videoanalyse und dem Block-Abwehr-Spiel zu verdanken.
Block-Abwehr und Rhythmen
So resümierte Herrmann nach der Partie: „Die Woche Vorbereitung war sehr wichtig, man konnte noch an ein paar Feinheiten arbeiten. Unser Block-Abwehr-Spiel war heute sehr gut“.
Auffällig war in der Partie, dass die Sätze ausgeglichen starteten und die Ludwigsburger danach davonzogen. Dafür fand Kapitän Bonin ebenfalls in der Vorbereitung und zudem in der Taktik des Sports eine Erklärung. „Im Volleyball passiert das recht häufig, dass wen man eine gute Idee hat wie man Block-Abwehr spielt. Am Anfang des Satzes kann man noch ein paar neue Dinge ausprobieren. Bei 5:5 ist egal, ob der Ball den man nicht so häufig spielt in die Hose geht“. Zudem führt er aus: „Je länger der Satz geht und es eng bleibt, desto eher rutscht ein Zuspieler beispielsweise wieder in seinen alten Rhythmus und ein Angreifer in sein altes Schlagmuster. Auf eben diesen Rhythmus und das Schlagmuster haben wir uns im Scouting lange vorbereitet.“
Ein Sieg gegen Haching wäre für die Ludwigsburger zudem wichtig, um im Flow zu bleiben und mit Rückenwind das Pokalhalbfinale gegen Düren anzutreten.
