Barock Volleys Ludwigsburg Nicht enttäuscht trotz 0:3

Von Manuel Schust
Kraftvoll knallt Jan Huber den Ball übers Netz. Nach Punktgewinn wird traditionell die Huber-Faust gereckt und ein Tänzchen eingelegt. Foto: Marco Wolf

Nur neun Punkte machen bei der 0:3-Niederlage (22:25, 22:25, 22:25) der Barock Volleys Ludwigsburg gegen Rekordmeister Berlin Recycling Volleys den Unterschied.

Vor der Rekordkulisse von 2124 Zuschauern in der MHP-Arena haben die Barock Volleys Ludwigsburg eine gute Leistung gegen den Rekordmeister Berlin Recycling Volleys gezeigt. In einer spannenden Partie setzten sich die favorisierten Hauptstädter dank ihrer Erfahrung in drei Sätzen jeweils knapp durch.

„Das war kein schlechtes Spiel von uns, Berlin hat aber einfach gut gespielt“, betonte Ludwigsburgs Mittelblocker Jan Huber nach der Partie. „Es war ein knappes Spiel vor einer tollen Kulisse, da muss man nicht großartig enttäuscht sein.“ Beim Duell Aufsteiger gegen Rekordmeister lag die Favoritenrolle klar bei den Hauptstädtern, die die letzten 17 Liga-Spiele in Folge gewonnen hatten.

Guter Start vor toller Kulisse

Die Barock Volleys waren zunächst gut im Spiel. Direkt nach dem ersten Ballwechsel kam die Huber-Faust zum Einsatz nach dem Punktgewinn. Berlin ging zwar in Führung, doch die Barockstädter ließen sich nicht abschütteln. Nach einem Block von Huber glich Ludwigsburg aus (7:7). Als Kapitän Ben-Simon Bonin vollem Einsatz über die Bande sprang, um einen Ball zu retten, ging Ludwigsburg sogar wieder in Führung. Doch die starken Diagonalspieler der BR Volleys setzten nun die entscheidenden Akzente (11:15).

Durch gute Aufschläge von Nyherowo Omene kam Ludwigsburg wieder etwas heran. Ein Ass von Benjamin Kirsch kam für Berlin aber zur rechten Zeit. Die Gäste entschärften dann einen Aufschlag Omenes und verwandelten ihren zweiten Satzball (22:25).

Im zweiten Satz gingen die Ludwigsburger angetrieben vom nun auftrumpfenden Omene in Führung. Tim Köpfli stellt früh auf 5:2. Doch die Berliner wehrten sich und kamen vor allem durch Diagonalschläge von Malescha und Reichert zum Ausgleich (8:8). Es ging nun hin und her: Berlin legte vor, Ludwigsburg glich aus.

Beim Stand von 12:12 konnten die Gäste sich erstmals etwas absetzen. Hasse Matilla nahm eine Auszeit. Nach einem starken Aufschlag von Maxim Günther brachte Kapitän Bonin die Hausherren wieder etwas heran. Doch wieder gelang es Berlin, in einer wichtigen Phase eine Schippe drauflegen. Geschickt antizipierten die BR Volleys, was ihnen die Barockstädter anboten und punkteten facettenreich. Bonin ließ die Ludwigsburger zuerst noch etwas hoffen, haute dann aber den Aufschlag ins Netz (19:21).

Berliner bleiben souverän

Die Recycling Volleys blieben in den entscheidenden Momenten souveräner. Ein weit ins Aus geschlagener Ball von Daniel Malescha wurde durch Blockberührung für Berlin gewertet. So ging auch Durchgang zwei für die Barock Volleys mit 22:25 verloren.

Auch der dritte Satz verlief ähnlich. Wieder lag zunächst Ludwigsburg vorne, doch die Gäste übernahmen dank drei Punkten in Serie die Führung (8:10). Nach einem langen Ballwechsel wurde Omenes Ball von Krage-Brewitz geblockt. Die Barockstädter standen sich auch selbst im Weg bei der Aufholjagd. Eine Angabe von Huber landete im Aus, eine von Omene im Netz. Zwar gaben die Hausherren in der MHP-Arena alles, doch Durchgang drei sollte ein Spiegelbild der ersten Sätze sein und mit 22:25 verloren gehen.

„Ich bin zufrieden mit unserer Einstellung auf dem Platz“, sagte Trainer Hasse Matilla nach dem Spiel. „Heute war Berlin einfach effizienter als wir.“ Am kommenden Sonntag (17 Uhr) sind die Ludwigsburger zu Gast in Friedrichshafen.

 
 
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