Barock Volleys Ludwigsburger Machtdemonstration

Von Marlon Hölzel
Die Barock Volleys feiern im sechsten Saisonspiel ihren vierten Sieg und festigen damit ihre Position in der Tabelle. Foto: Marco Wolf

Die Barock Volleys dominieren die Volley Goats in drei Sätzen.

Das sechste Spiel der Barock Volleys in der Bundesliga-Premierensaison. Die Barockstädter empfangen die Volley Goats Mitteldeutschland und festigen mit einem 3:0-Sieg weiter ihren Platz im oberen Tabellenmittelfeld.

Ausgeglichener Beginn

Die Gäste aus Bitterfeld starten mit 2:0 in die Partie, bevor Kapitän Ben-Simon Bonin den Ball zum ersten Punkt für die Barock Volleys und somit zum 1:2-Anschluss schmettert. Die Volley Goats starten besser in die Partie am Sonntagabend. Durch starke Annahmen und Blocks zeigen die Gäste aus Mitteldeutschland, dass sie nicht hergefahren sind, um sich an die Wand spielen zu lassen und stattdessen aus der Innenstadtsporthalle Punkte mitnehmen wollen.

Tim Köpflis Block sorgt für die erste Führung der Barockstädter beim 5:4. Auf beiden Seiten bekommen die Fans schnellen, spielstarken Volleyball geboten. Besonders auffällig ist Tim Köpfli zu Beginn der Partie, der nicht nur mit eigenen Angriffen, sondern auch mehrfach mit sehr starken Blocks für Ludwigsburg punktet. Immer wieder schreien die Barockstädter ihre Emotionen bei ihren Punkten raus. Mit 13:8 setzen sie sich im ersten Satz stark ab. Die Blocks der Hausherren sind in diesem Satz überragend und so setzen sie sich immer weiter ab und erzielen einen Punkt nach dem nächsten, wodurch sie den ersten Satz letztendlich mit 25:15 klar für sich entscheiden.

Der zweite Satz startet wie bereits der erste mit einer Führung für die Gäste, nachdem Bonins Aufschlag zu lang gerät. Und nicht nur der erste Punkt zeigt Parallelen, denn der Satz startet erneut ausgeglichen. Im Gleichtakt punkten beide Mannschaften, sodass es nach 16 gespielten Punkten 9:7 für die Barock Volleys steht.

Diagonalangreifer Nyherowo Omene streichelt den Ball mit Gefühl über den Mittelblock der Volley Goats, Köpfli haut den Ball ins Feld und die Gäste schlagen ihn wiederum ins Seitenaus, wodurch die Volleyballer des MTV die Gäste auf zwischenzeitlich vier Punkte distanzieren und Volley-Goats-Trainer Cristian Imhoff seine Mannschaft in der Auszeit neu instruiert. Mit zwei Aufschlägen in Folge, die an die Decke geblockt werden, kommen die Gäste noch mal auf zwei Punkte heran. Nach einem engen Satzende schaffen es die Heimherren jedoch auch den zweiten Satz mit 25:21 für sich zu entscheiden. Mit 13 Punkten in den ersten zwei Sätzen ist es der Kapitän selbst, der die meisten Punkte erzielt. „Ich hab die Auffassung, dass ich mich trotzdem immer noch steigern kann, aber insgesamt bin ich zufrieden. Ich weiß aber, dass ich das niemals ohne mein Team machen könnte“, so Bonin über seine Leistung, der zum Spieler des Spiels gewählt wurde.

Erneuter Sieg in drei Sätzen

Im dritten und ersten Match-Satz stehen die Ludwigsburger erstmals auf der Anzeigetafel, nachdem der Aufschlag der Gäste nicht das Feld findet. Auch der dritte Satz startet umkämpft sowie ausgeglichen. Die Energie-Reserven scheinen auf beiden Seiten langsam zu schwinden, wodurch es zu mehreren Individualfehlern und unsauberen Aufschlägen kommt. Doch die Barock Volleys Ludwigsburg sind nach den ersten zwei Sätzen kaum zu stoppen. Mit 13:9 erarbeiten sie sich ein Vier-Punkte-Polster. Diesen schaffen sie auch weitgehend zu halten. Doch die Gäste geben sich noch nicht geschlagen, mit einem Aufschlag-Ass egalisieren sie den dritten Satz mit 15:15, woraufhin der Trainer der Barockstädter Hasse Mattila eine Auszeit zieht. Eine schöne Rettungstat des MTV wird nicht belohnt, nachdem sie den Ball mehrfach knapp retten, kann Libero Jeffrey Klok den Ball nicht mehr abwehren.

Nach der Auszeit erarbeiten sich die Ludwigsburger wieder einen kleinen Vorsprung und schaffen es diesen auch über das letzte Drittel zu bringen. Omene ist es, der den finalen Punkt mit seinem Block erzielt. Mit einem dominanten Drei-Satz-Sieg sind sie als Aufsteiger erneut nicht zu stoppen. „Es war wichtig, dass wir dran geblieben sind und Gas gegeben haben. Es gab ein, zwei gute Momente, wo die Gegner gut rangekommen sind, aber wir waren weiterhin gut im Spiel. Wir haben heute gut Block und Abwehr gespielt“, sagt Philipp Herrmann.

 
 
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