Drei Partien haben die Ludwigsburger innerhalb von fünf Tagen zu absolvieren. In ihrer Hammerwoche machen sie am Mittwochabend den Auftakt bei den Berliner Recycling Volleys und müssen dabei eine 0:3-Niederlage in Kauf nehmen.
Barock Volleys MTV bekommt Hanes nicht gestoppt
In der englischen Woche gastieren die Barock Volleys bei den Recycling Volleys Berlin. Die Ludwigsburger halten gut mit aber müssen sich dennoch mit 0:3 geschlagen geben.
Berliner leicht die Nase vorne
Im Duell der finnischen Zusteller schlägt Tomi Saarinen aufseiten der Ludwigsburger den ersten Aufschlag der Partie zu weit. Den ersten Freudentanz der Ludwigsburger gibt es hingegen beim 1:1-Ausgleich durch Jan Huber, der eine Lücke in der Berliner Spielfeld-Mitte nutzt. Jeffrey Klok macht das, was er als Libero am besten kann und kratzt den Ball gerade so vom Hallenboden.
Der erste Satz zwischen den beiden Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte startet ausgeglichen, jedoch haben die Hauptstädter leicht die Nase vorne und gehen mit dem 9:5 erstmals mit einem Polster in Führung. Die Barockstädter laufen hinterher, doch bleiben in Kontakt. Durch einen Block von Philipp Herrmann und Schlag von Topscorer Nyherowo Omene schließen sie erst auf 14:15 an und drehen die Partie auf 16:15.
Daraufhin zieht Coach Joel Banks eine Auszeit. „Wir spielen gut, aber müssen den Block besser stellen“ instruiert Banks in seiner kurzen Redezeit. Durch viele Unkonzentriertheiten sowohl offensiv als auch defensiv, stehen sich die Berliner in diesem Satz selbst mehrfach im Weg. Doch auch sieben Aufschlagfehler der Ludwigsburger sind definitiv ausbaubar. Drei Satzbälle verspielen die Barockstädter, sodass die Berliner auf 24:24 egalisieren, und der erste Satz wird zum Krimi bis die Berliner den Durchgang letztendlich mit 29:27 gewinnen.
Im zweiten Durchgang wirken die Gastgeber konzentrierter. Mit seinem dritten Aufschlags-Ass bringt Jake Hanes seine Mannschaft mit 5:2 in Führung und wie bereits zu Beginn des Abends laufen die Barock Volleys den Berlinern mit rund zwei Punkten hinterher. Die Partie befindet sich weitgehend auf Augenhöhe, doch das Offensivspiel der Gäste ist sehr wacklig, was auch an der starken Annahmequote der Hauptstädter liegen dürfte. Fast makellos verteidigen sie die Schläge, jedoch ist die Quote der erfolgreichen Angriffe leicht gesunken was die Gäste im Spiel hält.
Jake Hanes weiß mit seinen 2,12 Metern in der Partie zu glänzen. Immer wieder beweist er sich als Schlüsselspieler im Berliner Spiel. Auf der Gegenseite schaffen sie es immer besser den Ludwigsburger Schlüsselspieler in Schach zu halten. Entlastung über die Mitte fehlt den Gästen eindeutig in diesem zweiten Satz. Doch das Team von Hasse Mattila macht den Satz genauso spannend wie den ersten. Durch das Ass von Omene gleichen sie zum 22:22 aus. Die Berliner ziehen allerdings wieder mit zwei Punkten davon und Ben-Simon Bonin kann den ersten Satzball der Berliner nicht abwehren und muss mit ansehen, wie die Berliner auf 2:0 nach Sätzen stellen.
Hanes einfach zu stark
Im dritten Durchgang starten die Berliner von der Rolle, zumindest im Aufschlagsspiel. Denn vier ihrer ersten sechs Aufschläge führen zu direkten Punkten der Ludwigsburger. Und den Barockstädtern hat die längere Satzpause gut getan, denn mit 14:10 gehen sie mit vier Punkten in Führung.
Nach einem Aufschlag mit 134 km/h von Hanes, bei dem es Tim Köpfli nicht einmal mehr schafft, sich wegzuducken, zieht Mattila die Auszeit und der Kapitän übernimmt das Wort. „Denkt nicht zu viel über diesen Aufschlag nach, er bekommt viel Geld für das, was er tut, dennoch führen wir noch mit zwei Punkten.“ Diese Führung hält allerdings nicht lange an, da die Berliner den Satz erneut drehen. Sie bekommen in der Partie Jake Hanes einfach nicht unter Kontrolle, der mit seinen wuchtigen Schlägen immer wieder keine Chance auf eine Annahme lässt, sodass der Ball zwischenzeitlich sogar an die eigentlich hohe Max-Schmeling-Halle springt. Somit verlieren die Barock Volleys auch den dritten und letzten Satz mit 20:25. In einer Partie, in der sie eine starke Leistung zeigen, müssen sie sich mit einem 0:3 auf der Anzeigetafel geschlagen geben.
