Barock Volleys MTV tut sich schwer in Dachau

Von Marlon Hölzel
Marius Büchi (rechts) war am Mittwoch von den Ludwigsburgern nicht zu stoppen und erzielte bei der 0:3-Niederlage 25 Trefferpunkte für Dachau. Foto: /Julia Rahn/Pressefoto Baumann

Der Aufsteiger aus Ludwigsburg, der bereits zweifach in der laufenden Saison gegen den ASV Dachau gewann, kämpft auf Augenhöhe, verliert jedoch die dritte Partie.

Es ist bereits die dritte Begegnung der Saison zwischen den Barock Volleys Ludwigsburg und dem ASV Dachau. Nachdem die Barockstädter sowohl im Pokal als auch in der Liga daheim gewannen, muss der MTV auswärts gegen die Bayern eine 0:3-Niederlage hinnehmen.

Partie anfangs wieder eng

Als Libero läuft bei den Ludwigsburgern Laurin Schiegl am Mittwochabend auf. Den ersten Punkt des Abends sichern sich die Gäste in Form von Tomi Saarinen, der Zuspieler legt den Ball vom Netz frech direkt rüber aufs gegnerische Feld. Die Dachauer möchten in der heimischen Halle die dritte Niederlage der Saison gegen Ludwigsburg verhindern und punkten daraufhin gleich vierfach und erarbeiten sich ein erstes kleines Polster. Dieses schaffen sie auch bis zum 8:4 zu halten, ehe die Gäste mit ebenfalls vier Punkten in Folge auf 8:8 nachziehen. Die Dachauer treten deutlich selbstbewusster und eingespielter als in den bisherigen zwei Begegnungen, und strahlen dabei eine wie neu gewonnene Ruhe aus.

Wie bereits beim Ludwigsburger Spiel gegen Freiburg geht es auf Augenhöhe hin und her. So gibt es keine drei Punkte in Folge mehr in diesem Satz. Mit 16:15 übernehmen zwischenzeitlich die Barockstädter wieder die Führung, können diese allerdings nicht lange halten und so geht Dachau postwendend wieder in Führung. Beim 23:21 für die Hausherren zieht Ludwigsburgs Coach Hasse Mattila die erste Auszeit, und diese scheint vorerst Wirkung zu zeigen, denn sie ziehen nach auf 23:23, ehe auch ASV-Coach Patrick Steuerwald seine Auszeit zieht.

Nach einem Aufschlag im Netz von Saarinen gewinnen die Hausherren den ersten Durchgang nach einem würdigen Satzball, bei dem der Ball die Seiten oft wechselt. Den zweiten Satz des 17. Spieltags beginnen die Barock Volleys, auch wenn nur leicht, überlegen. Doch die Dachauer bleiben dran und so steht es schnell wieder 7:7.

Das Spiel findet auf Augenhöhe statt mit schönem Volleyball für die Zuschauer. Durch schöne lange Ballwechsel und starke Annahmen auf beiden Seiten ist es unfassbar eng. Erst führt Dachau, dann wieder Ludwigsburg, dann wieder Dachau, nachdem der Ball bei der Ludwigsburger Annahme an der Decke landet. Fabian Anton wird von Mattila beim 9:10 für Kapitän Ben-Simon Bonin eingewechselt. Bei den Hausherren sind beim Stand von 15:15 besonders Marius Büchi und Levi Olson mit zehn und neun erzielten Punkten hervorzuheben.

Auf der Gegenseite ist es Nyherowo Omene, der mit sieben Trefferpunkten die Statistik der Ludwigsburger anführt. Mit 16:19 geraten die Ludwigsburger auch im zweiten Satz in die schlechtere Ausgangslage. Die Barock Volleys geben den Satz nicht leichtfertig her, halten es spannend, und kommen wieder auf 18:19 heran, doch dann marschiert Dachau plötzlich los in Richtung zweiten Satzgewinn. Mit einem starken Block legen sie auf 23:19 vor, worauf Hasse Mattila sich gezwungen sieht, die nächste Auszeit zu ziehen. Doch diese reicht nicht mehr und so verlieren die Ludwigsburger den zweiten Satz des Abends mit 20:25. 

Dritter Satz deutlich

Auch im dritten Satz tun sich die Ludwigsburger schwer. Die Annahmen der Dachauer sind oft fehlerfrei und besonders Levi Olson glänzt zwischenzeitlich mit einer perfekten Annahmequote von 46 Prozent. Es ist das gleiche Spiel wie bereits in den ersten zwei Sätzen. Die Hausherren ziehen vor, die Gäste ziehen nach und schaffen es kaum, sich zwischenzeitlich über mehrere Punkte abzusetzen. Die starken Dachauer sind dafür auf dem Kurs, sich den dritten Sieg der Saison zu sichern.

Mit 13:10 stehen sie erneut in der besseren Ausgangslage. Die Ludwigsburger schaffen es einfach nicht, an diesem Abend die Dachauer und besonders Marius Büchi in den Griff zu bekommen. Zudem fehlt es an offensiver Schlagkraft. Mykyta Shapovalov wird für Omene eingewechselt und Darius Diefenbach für Philipp Herrmann, doch auch die Wechsel bringen nicht mehr viel und Dachau zieht immer weiter auf 18:12 davon. Diesen Vorsprung kann Ludwigsburg nicht mehr aufholen, verliert 19:25, und so ist die Niederlage in der dritten Begegnung eine kleine Sensation.

 
 
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