Barocklauf Ludwigsburg Wetteifern von über 3800 Läufern im Blühenden Barock

Von Marlon Hölzel
Die zweite Auflage des Barocklaufs bot mit einem Streckenverlauf rund um die Wahrzeichen der Stadt Ludwigsburg vor allem viel für das Auge. Foto: /Martin Kalb

Der Startschuss für die zweite Ausgabe des Ludwigsburger Barocklaufs fiel am vergangenen Freitag. Zwei liefen dabei erneut allen davon.

Bereits vor dem Lauf hatte der Veranstalter Gerhard Petermann angekündigt, dass die Strecke des Barocklaufs angesichts der malerischen Kulisse eher ein Genusslauf für das Auge sei als eine Strecke für neue Bestzeiten. Und damit hatte er nicht zu viel versprochen. Durch das Blühende Barock, vorbei am Residenzschloss, gab es für die über 3800 angemeldeten Läufer und Walker einiges zum Staunen. Durch die kleinen Anstiege und den Schotterweg im Blühenden Barock waren allerdings Bestzeiten wirklich nur schwer erreichbar. Doch darüber ließ sich für die Läufer bei dem angenehmen Anblick wohl leicht hinwegschauen.

Der Ludwigsburger Barocklauf feierte nach der Premiere im Vorjahr am Freitag, 11. Juli, seine zweite Ausgabe. Auf drei verschiedenen Strecken und Distanzen starteten die ambitionierten Hobbyathleten auf der Route rund um die Wahrzeichen der Stadt Ludwigsburg.

Zweifache Titelverteidigung

Ein Name durfte auch beim Barocklauf nicht fehlen: Der Oberriexinger Triathlet und Ironman 70.3 Gewinner Julian Großkopf gehört dem Leichtathletikzentrum Ludwigsburg an. Nachdem er bereits zwei Wochen zuvor den Bietigheimer Fackellauf für sich entscheiden konnte, sollte am Freitag erneut der Gesamtsieg auf seiner Heimstrecke erfolgen.

„Also wenn man mit der Startnummer 1 ins Rennen geht, dann ist das Ziel ziemlich klar“, kündigte der Triathlet noch kurz vor Beginn des Rennens selbstbewusst an. Diesen Worten ließ er auch Taten folgen und lief mit einer Zielzeit von 31:59 Minuten allen anderen Läufern davon. Seine Zeit aus dem Debütjahr des Barocklaufs 2024 verpasste er allerdings um 20 Sekunden. Trotzdem war er sehr zufrieden mit der ganzen Veranstaltung und sagte im Gespräch mit der BZ: „Es hat wieder wahnsinnig viel Spaß gemacht und ich würde sagen, von der Stimmung her war es sogar noch mal besser als im letzten Jahr.“ Abschließend ergänzt er zu den Bedingungen: „Die Strecke ist wirklich sauschwer. Eine schnelle Zeit kommt dabei nicht raus. Die Strecke tut weh, es ist anstrengend, aber es macht Spaß. Wenn man aus Ludwigsburg kommt, ist es eigentlich eine Pflichtveranstaltung.“

Bei den Frauen hat Sophia Kaiser der LG Region Karlsruhe das Rennen für sich entschieden. Mit einer Zielzeit von 36:44 Minuten durfte sie am Ende nicht nur ganz oben auf dem Podest stehen, sondern damit auch ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigt. „Ich habe mir schon vorgenommen, vorne mitzulaufen. Das hat gut geklappt und ich war dann auch echt froh, dass ich den Lauf genießen konnte. Die Stimmung war wirklich genial an der Strecke. So macht das schon richtig Spaß“, so die Gewinnerin aus der Fächerstadt gegenüber der BZ.

Erfolg aus Veranstaltersicht

Bei der Frage, ob beide Sieger nächstes Jahr wieder antreten werden, sind sie sich einig. Wenn der Terminkalender es zulassen sollte, starten beide erneut. „Wenn beide nächstes Jahr wieder gewinnen, muss ich mir einen Sonderpreis einfallen lassen“, sagte Veranstalter Gerhard Petermann und lachte. Für ihn war der ganze Tag ein voller Erfolg: „Ich bin sehr zufrieden, angefangen vom perfekten Wetter bis zu den Teilnehmern, die mit einem strahlenden Gesicht ins Ziel kommen. Das ist für mich ein Zeichen, dass die Veranstaltung ein voller Erfolg war.“

Zu thematisch passender Barockmusik, wurden nach dem Lauf die jeweils besten sechs Läuferinnen und Läufer des Fünf- und Zehn-Kilometer-Laufs aufs Podest gebeten. Für die Gewinner Kaiser und Großkopf, gab es zur Krönung noch eine Krone.

 
 
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