Barrierefreie Haltestellen in Bönnigheim in der Planung Leichter Einstieg in den Bus

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Die Haltestelle beim Schulzentrum in Bönnigheim ist bereits umgebaut, um einen barrierefreien Einstieg in den Bus zu ermöglichen. Sechs weitere Haltestellen sollen folgen. ⇥ Foto: Martin Kalb

Die Stadt baut sechs weitere Bushaltestellen um, um einen barrierefreien Zustig zu ermöglichen. Erster Schritt ist ein Antrag auf finanzielle Förderung.

Es ist eine Aufgabe, die alle Städte und Gemeinden leisten müssen. Bis Jahresbeginn 2022 müssen die Haltestellen für Busse vollständig barrierefrei nutzbar sein. Dazu müssen die meisten Haltestellen umgebaut werden. Die gesetzlichen Vorgaben sehen unter anderem vor, dass die Bordsteine 18 Zentimeter hoch sind, um einen stufenlosen Einstieg in die Busse zu ermöglichen. Zugleich müssen Orientierungshilfen, beispielsweise für Sehbehinderte, eingebaut werden, was in Form von Rillen und Noppen geschehen kann. Die Fläche muss zudem groß genug sein, damit man mit einem Rollstuhl manövrieren kann.

In Bönnigheim sind in den vergangenen Jahren bereits vier Haltestellen umgebaut worden, um diesen Anforderungen zu genügen: die Haltestellen Schloßfeld, Schulzentrum, in Hohenstein Post und Schloss. Vier Bushalte mit sieben Zustiegsstellen erfüllen diese Kriterien jedoch nicht. Das sind die Haltestellen Burgplatz, Kirchheimer Straße, Hofener Straße und Burgermühle. Für weitere Haltestellen, die außerhalb der Ortschaften liegen, ist das Landratsamt zuständig. Das betrifft beispielsweise die Haltestellen Hofen und Schlossbergallee.

Hohe Zuschüsse in Aussicht

Für die genannten sieben Haltestellen in der Zuständigkeit der Stadt wurden jetzt im Gemeinderat die Planungen vorgestellt, um rechtzeitig zum Ende des Monats Oktober den Antrag auf Aufnahme in das Förderprogramm zu stellen. Den Umbau der Haltestelle Burgplatz in Fahrtrichtung Cleebronn wird die Stadt allerdings verschieben. Darüber soll erst entschieden werden, wenn das Gelände dort städtebaulich neu geordnet wird, wurde in der letzten Sitzung des Gemeinderats beschlossen. Denn der gesamte Burgplatz soll umgebaut und neu gestaltet werden.

Der Umbau der verbliebenen sechs Haltestellen kommt nicht eben billig. Das von der Stadt beauftragte Ingenieurbüro Ippich geht von Kosten in Höhe von 254 000 Euro aus. Das Regierungspräsidium stellt allerdings einen Zuschuss in Höhe von bis zu 75 Prozent in Aussicht. Die Stadt kalkuliert deswegen mit einer Förderung in Höhe von 130 000 Euro.

Weitere Wartehäuschen

Ein weiterer Schritt ist der Bau von vier Wartehäuschen an den Haltestellen Burgplatz in Richtung Cleebronn, Kirchheimer Straße ortsauswärts und ortseinwärts und Burgermühle ortseinwärts. Für diese Wartehäuschen kalkuliert die Stadt mit weiteren Kosten in Höhe von 64 000 Euro. Auch dafür gibt es Zuschüsse, die Stadt rechnet mit 20 000 Euro.

Allerdings sind noch Hürden zu überwinden, bis die Haltestellen gebaut werden können. In der Kirchheimer Straße braucht die Stadt ein Privatgrundstück, um die Manövrierfläche für den Rollstuhl einrichten zu können. Dazu seien bereits Vorgespräche geführt worden, hieß es in der Sitzung. Auch in der Hofener Straße ist die Stadt auf ein Grundstück angewiesen. In diesem Fall ist der Besitzer jedoch nicht zum Verkauf bereit.

Ob die Stadt in das Förderprogramm aufgenommen wird, erfährt sie im Frühjahr. Danach muss sie einen konkreten Förderantrag stellen und eine Entwurfsplanung vorlegen.

 
 
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