Barrierefreie Haltestellen in Bönnigheim Umbau nicht vor dem Sommer 2022

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Die Bushaltestelle am Burgplatz in Richtung Cleebronn ist eine der Haltestellen, die umgebaut werden soll.⇥ Foto: Helmut Pangerl

Die Aufnahme in das Förderprogramm ist geschafft, doch der barrierefreie Umbau der Bushaltestellen beginnt nicht vor dem Sommer 2022.

Es ist ein umständliches Verfahren: Um die Förderung nach dem Landesverkehrsgemeindefinanzierungsgesetzes (LVFG) zu bekommen, muss die Stadt vor dem barrierefreien Umbau der städtischen Bushaltestellen eine Entwurfsplanung erstellen und einen weiteren Antrag einreichen. Daher wird es mindestens bis zum Sommer nächsten Jahres dauern, bevor der Umbau starten kann. Das wurde jetzt in der Sitzung des Technischen Ausschusses deutlich.

Warum baut die Stadt denn nicht ohne Fördergeld? „Die zuwendungsfähigen Gesamtkosten liegen bei rund 285 000 Euro einschließlich einer Planungspauschale“, erklärte Bauamtsleiter Peter Knoll im Ausschuss. „Und es wird eine rund 90-prozentige Förderung in Höhe von rund 256 000 Euro in Aussicht gestellt.“ Wegen dieser Summe hat sich die Stadt auf das Verfahren eingelassen.

Fast alle angemeldet

Bereits im Oktober letzten Jahres hatte der Gemeinderat aufgrund einer Vorplanung des Ingenieurbüros Ippich in Brackenheim beschlossen, die Aufnahme ins Programm zu beantragen. „Wir haben praktisch alle Bushaltestellen angemeldet“, sagte Knoll auf Nachfrage.

Umgebaut werden sollen daher die Haltestelle Burgplatz in Fahrtrichtung Cleebronn, die Haltestellen Kirchheimer Straße in beide Fahrtrichtungen, die Haltestellen Burgermühle ebenfalls in beide Fahrtrichtungen und die Haltestelle Hofener Straße in Fahrtrichtung Ortseingang. Fehlt da nichts? „Eine Haltestelle am Burgplatz haben wir zurückgestellt. Sie soll mit Hilfe des Landessanierungsprogramms im Rahmen der Gesamtgestaltung des Platzes umgebaut werden“, ergänzte Bürgermeister Albrecht Dautel.

Und da gibt es ja auch noch die Haltestellen, die an einer Kreis- oder Landesstraße außerhalb der Ortsteile von Bönnigheim liegen. Für die Haltestellen jenseits des Ortsschildes sei der Landkreis zuständig, erklärte Knoll. „Lediglich die Wartehäuschen werden dort in Absprache mit dem Landkreis von der Stadt erstellt.“

Stadtrat Markus Stahl (UWG) mahnte das Wartehäuschen in Hofen an: „Darauf warten wir schon lange.“ Dautel konnte es sich nicht verkneifen, mit einem Augenzwinkern zu kommentieren: „Deshalb heißt es ja Wartehäuschen.“ Im Kreishaushalt seien dafür Gelder vorgesehen, aber wann der barrierefreie Umbau kommt, weiß die Stadtverwaltung noch nicht.

Entscheidung im Oktober

Nachdem nun Ende März die Aufnahme ins Förderprogramm geschafft wurde, soll zunächst einmal die Entwurfsplanung in Abstimmung mit den Straßenbaulastträgern, der VVS und dem örtlichen Ansprechpartner für Menschen mit Behinderung, Rolf Schweiher, erfolgen. Nach einer weiteren Beratung im Technischen Ausschuss soll der Gemeinderat im Oktober darüber abschließend entscheiden. Wenn es gut läuft, sei mit dem Zuschussbescheid im März 2022 zu rechnen. Und dann können die Arbeiten ausgeschrieben werden.

 
 
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