Basketball Bundesliga Derby-Niederlage für Ludwigsburg

Von Manuel Schust
Für Brandon Tischler (am Ball) und die MHP Riesen gab es im Derby bei Ratiopharm Ulm und Tobias Jensen (links) nichts zu holen. Mit 76:93 unterlagen die Barockstädter. Foto: /Birkelbach/PIX-Sportfotos

Auch nach der Länderspielpause lassen es die MHP Riesen an Konstanz vermissen, leisten sich zu viele Ballverluste und unterliegen in Ulm mit 76:93.

Nach zweiwöchiger Spielpause haben die MHP Riesen im Derby gegen Ulm eine klare 76:93-Niederlage kassiert. Erneut zeigen die Barockstädter ein schwaches zweites Viertel, in dem die Ulmer den Grundstein für den späteren Sieg legen können.

Statt in der Länderspielpause im Training Fortschritte erzielen zu können, haben die Ludwigsburger zuletzt mit einigen Personalproblemen zu kämpfen gehabt. Im Derby gegen Ulm mussten die Gelb-Schwarzen auf Kapitän Yorman Polas Bartolo, Toms Skuja, Johannes Patrick und den schon länger verletzten Keeshawn Kellman verzichten.

In der Startformation vertraute Riesen-Trainer Mikko Riipinen auf Stefan Smith, Trey Buchanan, Brandon Tischler, Gavin Schilling und den vor der Länderspielpause so stark aufspielenden Babacar Sane. Beide Teams starteten mit vielen Ballverlusten. Die Ludwigsburger fanden zuerst in die Spur, nachdem sie sich auf die Ganzfeld-Verteidigung der Ulmer eingestellt hatten. Dank Dreipunktewürfen von Elijah Hughes, Trey Buchanan und Babacar Sane setzten sich die Barockstädter in den ersten Minuten etwas ab (14:6). Doch Ulm antwortete mit einem 9:0-Lauf und blieb den Riesen bis zur ersten Viertelpause auf den Fersen (24:22).

Ulm übernimmt die Kontrolle

Durch fünf Punkte in Serie brachte Sengfelder Ulm in Front. Mikko Riipinen nahm direkt eine Auszeit und forderte von seiner Mannschaft eine verbesserte Defensive. Doch zurück auf dem Feld verlor Sane direkt das orangene Leder und Chris Ledlum schloss mit einem spektakulären 360-Grad-Dunk ab. Die offensive Durchschlagskraft der Ulmer blieb ungebrochen und Ludwigsburg hatte große Probleme, dem Druck der Donaustädter standhalten zu können. Viertelübergreifend legten die Gastgeber einen 18:2-Lauf hin und lagen plötzlich mit neun Punkten vorne (26:35).

Auch um sein Team wachzurütteln provozierte Ludwigsburgs Trainer durch Meckern ein technisches Foul. In der kritischen Phase sorgte schließlich Stefan Smith per Dreier dafür, dass wieder etwas Ruhe ins Spiel der Riesen einkehrte. Gerade als die Ludwigsburger durch Freiwürfe und einen Dreier von Buchanan wieder ihren Rhythmus zu finden schienen, häuften sich aber wieder die Ballverluste und Fehler. 14 Ballverluste leisteten sich die Riesen in der ersten Halbzeit. Mit einem Rückstand von 15 Punkten ging es für die Barockstädter in die Pause (39:54).

In Durchgang zwei starteten die Gäste mit einem 8:0-Lauf und schraubten den Rückstand wieder in den einstelligen Bereich zurück (47:54). Nach dreieinhalb Minuten ohne Punkte fanden die Ulmer anschließend aber wieder ins Spiel und konterten mit acht Punkten hintereinander. Einzig die gute Trefferquote von jenseits der 6,75 Meter hielt die Riesen weiter im Spiel.

Aber der Ball lief einfach viel flüssiger durch die Reihen der Donaustädter, die deutlich mehr Assists als die Ludwigsburger vorweisen konnten. Zudem unterliefen den Gelb-Schwarzen weiterhin viel zu viele Ballverluste und Punkte in Korbnähe blieben Mangelware.

Aufholjagd bleibt aus

Doch so ganz ließen sich die Riesen weiter nicht abschütteln. Auch im Schlussviertel versenkten Buchanan und Hughes zwei schnelle Dreipunktewürfe und brachten die Gäste nochmal auf zehn Punkte heran (61:71).

Etwas zu früh hatten die Ulmer Tempo aus der Partie genommen und kamen dadurch etwas aus dem Rhythmus. Doch insgesamt 24 Ludwigsburger Ballverluste und sich stabilisierende Ulmer sorgten dafür, dass die Aufholjagd nicht ins Rollen kam. Chris Ledlum sorgte eineinhalb Minuten vor Ende mit einem krachenden Dunk für die Entscheidung. In der Schlussminute erzielte Simon Feneberg seine ersten Bundesliga-Punkte für die Riesen. Doch das ging im Jubel der Ulmer unter, die sich schließlich deutlich mit 93:76 durchsetzen konnten.

Bereits am Sonntagabend (18 Uhr) sind die Towers Hamburg zu Gast bei den Riesen in der MHP-Arena.

 
 
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