Basketball Bundesliga Die Siegesserie geht zu Ende

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Auch Khadeen Carrington konnte die Niederlage der Riesen nicht verhindern. Ihm gelangen elf Punkte. Foto: Jan Simecek

Bundesligist Ludwigsburg verliert nach einem riesigen ersten Viertel  bei Rasta Vechta mit 72:77 (37:38).

Die märchenhaft anmutende Siegesserie der zur laufenden Saison neu formierten Mannschaft der MHP Riesen Ludwigsburg ging bei Rasta Vechta zu Ende. Nach sieben Erfolgen hintereinander verloren die Ludwigsburger mit 72:77 (37:38). Dabei hatte das Team von Trainer John Patrick ein riesiges erstes Viertel hingelegt und führte nach zehn Minuten mit 27:14. Ganz schwach dagegen gestalteten sie das zwei Viertel, das mit 24:10 an die Gastgeber ging. „Vechta hat die Intensität nach dem ersten Viertel immer höher geschraubt.  Sie haben das Spiel mit ihren Rebounds und wichtigen Dreier gedreht. Es war ein sehr ausgeglichenes Spiel und am Ende war Vechta einen Tick besser und hat verdient gewonnen“, meinte Riesen-Coach Patrick.

Angeführt von Liga-Topscorer Khadeen Carrington und Jonas Wohlfarth-Bottermann erwischten die  Ludwigsburger einen Start nach Maß. Sie setzten sich vorerst bis auf neun Zähler ab (13:4), zwangen die Hausherren zu  neun Ballverlusten, ließen das Spielgerät laufen und lagen  nach sechs erfolgreichen Distanztreffern, verdientermaßen in Front 27:14 vorne. Im Anschluss an das vielleicht beste Viertel des ersten Saisondrittels kam jedoch ein Bruch ins Ludwigsburger Spiel: Die Partie wurde nickliger, der Kampf intensiver und Vechtas Defensive besser. Als dann auch noch Travis Simpson den ersten Downtown-Treffer Vechtas einnetzte, waren die Niedersachsen endgültig drin im Geschehen und die Halle auf Betriebstemperatur. Auch wenn sie fortan auf Ishmail Wainright verzichten mussten, der nach einem Sturz auf dem Hinterkopf das Parkett verließ, drückten sie dem Spielgeschehen ihren Stempel auf. Die Niedersachsen machten aus dem zwischenzeitlichen 13-Punkte-Rückstand eine kurzzeitige Zwei-Punkte-Führung (34:32) und gingen mit einem 38:37-Vorsprung in die Pause.

Danach agierten die Gäste  kopflos, leichtfertig und überhastet. Erst nach der Hereinnahme von Marcos Knight wurden die Ludwigsburger Offensivbemühungen wieder strukturierter. Sie agierten fortan wieder auf Augenhöhe, ließen den Fokus der ersten zehn Minuten  aufgrund der starken Vechater Defensive aber weiter vermissen. Nach drei Vierteln führte Vechta erneut mit einem Punkt (56:55). Ludwigsburg lag nochmals mit sechs Punkten in Führung, hatte dann aber Wurfpech und unterlag den kampf- ud defensivstarken Gastgebern.

MHP Riesen Ludwigsburg: Weiler-Babb (17), Leissner (12), Carrington (11), Wimbush (10), Smith (8), Knight (8), Wohlfarth-Bottermann (4), Konga (2), Brase, Hukporti.

 
 
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