Nach nur einem einzigen Post-Season-Spiel ist Schluss für die MHP Riesen Ludwigsburg. Im Play-In-Spiel bei den Rostock Seawolves verlor die Mannschaft von Trainer Mikko Riipinen deutlich mit 71:91. Besonders die schwache Wurfquote war letztlich entscheidend.
Basketball-Bundesliga Post-Season endet für die Riesen nach nur einem Spiel
Im Play-In-Spiel bei den Rostock Seawolves präsentieren sich die Ludwigsburger offensiv zu harmlos.
Zunächst taten sich beide Teams schwer, ihre Würfe im Korb unterzubringen. Die Ludwigsburger erwischten dabei den etwas besseren Start und gingen früh durch Keeshawn Kellman mit 3:0 in Führung. Die Riesen, die sich als Zehnter gerade so eben für die Play-Ins qualifiziert hatten, hielten ihre knappe Führung jedoch nur bis Mitte des ersten Viertels.
Unter dem Korb gelingt den Riesen zu wenig
Erstmals gingen die Rostocker nach sechseinhalb Minuten mit 10:9 in Führung. Vor allem unter dem Korb gelang den Gästen in dieser Phase zu wenig, sodass sie mit bis zu vier Punkte in Rückstand gerieten. Gegen Ende des Viertels zeigten sich beide Teams dann etwas treffsicherer als zuvor, jedoch besonders von jenseits der Dreier-Linie. Mit 17:21 ging es aus Ludwigsburger Sicht in die erste Viertelpause.
Zu Beginn des zweiten Viertels machten zunächst die Gastgeber da weiter, wo sie zuvor begonnen hatten. Über das gesamte zweite Viertel hielt Rostock seine Führung. Nachdem die Ludwigsburger jedoch vor allem durch Freiwürfe lange dran blieben, ergab sich in der Schlussminute der ersten Halbzeit die Chance für die Seawolves, auf zehn Punkte davonzuziehen. Ein Distanzwurf wurde jedoch vergeben. Im Gegenzug brachte Julis Baumer die Riesen mit einem Dreier auf 38:42 heran.
Zu Beginn des dritten Viertels lieferten sich beide Mannschaften ein wahres Fehlwurf-Festival. Ein ums andere Mal sprang der Ball wieder aus den Körben heraus. Die Gastgeber waren jedoch immerhin etwas erfolgreicher bei ihren Abschlüssen. Mitte des Viertels führten die Seawolves erstmals mit elf Punkten beim 52:41. Zwar verkürzten die Ludwigsburger in der Folge auf sieben Punkte, doch spielten sich die Rostocker danach in einen Rausch. In den verbleibenden Minuten bis zur letzten Viertelpause vergrößerte der Hauptrunden-Neunte seinen Vorsprung auf 20 Punkte zum 67:47. Dabei hatten sie unter anderem drei Dreier am Stück erzielt. Bei Ludwigsburg klappte offensiv dagegen fast nichts.
Nur neun Ludwigsburger Punkte im dritten Viertel
Nur neun Punkte hatten die Riesen im dritten Durchgang erzielt. Im Schlussviertel zogen die Gastgeber ihr Spiel souverän durch, während den Ludwigsburgern die Reise von über 800 Kilometern noch in den Knochen steckte. Vier Minuten vor der Schlusssirene war die Begegnung beim 81:57 bereits entschieden. Immerhin gelangen den Barockstädtern noch einige erfolgreiche Abschlüsse, darunter ein Dreier von Baumer. Das änderte aber nichts mehr an der deutlichen 71:91-Niederlage. Gut 38 Prozent Erfolgsquote unter dem Korb und nur 30 Prozent aus der Distanz waren letztlich zu wenig.
„Wir haben es uns natürlich anders vorgestellt. Über die Saison hinweg haben wir einige tolle Spiele gezeigt. Rostock war jedoch die energetischere Mannschaft. Wir waren nicht in der Lage, das Spiel für uns zu entscheiden“, so Jonas Wohlfahrt-Bottermann, der sechs Punkte erzielte.
