Die Saison der MHP Riesen war bislang davon gekennzeichnet, dass die Mannschaft sich schwer damit tat, auf guten Leistungen aufzubauen und sich konstant zu zeigen. Eine Woche nach dem deutlichen Heimsieg gegen Frankfurt haben die Barockstädter nun in Bonn ein intensiv geführtes Spiel in der Schlussminute mit 81:79 für sich entscheiden können. Damit hat sich das Team von Trainer Mikko Riipinen in eine gute Ausgangslage im Playoff-Rennen gebracht und darf nun sogar auf einen Platz unter den Top Sechs hoffen.
Basketball Bundesliga Riesen gewinnen Herzschlagfinale
Die Ludwigsburger haben am Freitagabend ihre Playoff-Ambitionen in der Basketball Bundesliga eindrucksvoll untermauert und in Bonn einen 81:79-Sieg feiern können.
Genesen von seiner Wadenverletzung kehrte Kapitän Yorman Polas Bartolo zurück in den Kader der Riesen, bei denen Gavin Schilling und Johannes Patrick fehlten. Riipinen vertraute beim Gastspiel im Telekom Dome auf jene Startformation, die schon in der Vorwoche gegen Frankfurt begann. Neben Topscorer Stefan Smith standen zunächst Toms Skuja, Babacar Sane, Brandon Tischler und Keeshawn Kellman auf dem Parkett.
Von Beginn an spannende Partie
Ins Duell der beiden Rebound-stärksten Teams der Basketball Bundesliga starteten die Gäste offensiv stark. Keeshawn Kellman erzielte die ersten vier Punkte der Partie und Toms Skuja setzte Brandon Tischler schön in Szene, der per Dunk abschloss. In einer munteren Anfangsphase konnten die Bonner sich auf Spielmacher Grayson Murphy verlassen, der die ersten sieben Zähler der Gastgeber erzielte. Nachdem die Riesen anfangs aufs Gaspedal gedrückt und das Tempo hochgehalten hatten, erhöhte Bonn die Intensität und übernahm die Führung. Doch Ludwigsburg blieb nach einem Dreipunktewurf von Brandon Tischler und weiteren Zählern durch Keeshawn Kellman dran (17:19).
Nachdem die Barockstädter im ersten Viertel nur einen ihrer sechs Distanzwürfe einnetzen konnten, trafen Tischler und Smith nun von jenseits der 6,75 Meter und brachten die Gäste mit 23:21 in Führung.
Bonn tat sich nun schwer gegen die kompakte Defensive der Ludwigsburger. Nachdem Elijah Hughes per Korbleger die Gelb-Schwarzen mit fünf Punkte in Front brachte (29:24), hatte Baskets-Trainer Marko Stankovic genug gesehen und appellierte in einer Auszeit an sein Team physisch mehr dagegenzuhalten.
Lenny Anigbata baute die Führung der Riesen auf acht Zähler aus. Aber die Rheinländer antworteten mit einem 7:0-Lauf. Dann übernahm Stefan Smith die Verantwortung. Der Riesen-Topscorer erzielte die letzten sieben Ludwigsburger Punkte vor der Halbzeit und sorgte für die knappe Führung der Gäste (40:38).
Nach dem Seitenwechsel sorgte Babacar Sane zuerst mit einem spektakulären Dunk und einem anschließenden Distanzwurf dafür, dass die Riesen vorne blieben. Aber anders als in der ersten Halbzeit fielen bei den Bonnern nun die Dreipunktewürfe. Joel Aminu netzte zwei Dreier ein und das Spiel blieb weiter eng. Nach einem technischen Foul gegen Sane, nahm Riesen-Trainer Riipinen seinen jungen Forward vom Feld – und setzte ihn in der restlichen Spielzeit gar nicht mehr ein. Die Riesen mussten die Führung an die nun bissiger auftretenden Gastgeber abgeben (53:55).
Youngster trumpfen groß auf
Im Schlussviertel setzten Julis Baumer und Lenny Anigbata wichtige Akzente. Baumer netzte einen Dreier ein und Anigbata punktete an der Freiwurflinie und unter dem Korb. Nachdem Jalen Finch per Freiwurf die Bonner Führung auf fünf Punkte ausbaute, brachten Smith, Kellman und erneut Baumer die Schwaben wieder in Front. Der bis dahin punktlose Trey Buchanan erzielte dann sieben schnelle Punkte. Doch Bonn lag in der Schlussminute erneut vorne. 40 Sekunden vor Ende netzte Smith einen Dreipunktewurf zur erneuten Ludwigsburger Führung ein. Anstatt den Sieg an der Freiwurflinie sicherzustellen, traf Buchanan dann nur einen seiner vier Freiwürfe. Beim Stand von 81:79 und 0,7 Sekunden zu spielen foulte Buchanan Elijah Comithier. Doch der Bonner vergab beide Würfe von der Linie und die Ludwigsburger jubelten über den 14. Saisonsieg.
