Nach der Derby-Niederlage in Ulm am Freitag war das Riesen-Lazarett auf sechs Patienten angewachsen. Zu Toms Skuja (krank), Johannes Patrick (Sprunggelenk), Lukas Modic (Knie), Yorman Polas Bartolo (Wade) und dem Langzeitverletzten Keeshawn Kellman (Meniskus) gesellte sich nun auch noch Jonas Wohlfarth-Bottermann, der in Ulm eine Oberschenkelverletzung davongetragen hatte. Trotz kurzer Bank und enger Schlussphase zitterten sich die Riesen zum 75:67-Heimsieg gegen Hamburg.
Basketball Bundesliga Riesen zittern sich zum Sieg
Trotz sechs Ausfällen und kleiner Rotation können die Ludwigsburger einen 75:67-Heimsieg gegen die Towers Hamburg feiern.
Riesen-Trainer Mikko Riipinen hatte nur zehn Spieler im Aufgebot. In der Startformation der Barockstädter, die zum internationalen Frauentag in fliederfarbene Sondertrikots aufliefen, standen Babacar Sane, Trey Buchanan, Stefan Smith, Brandon Tischler und Gavin Schilling. Zu Beginn war die Partie sehr ausgeglichen. Lenny Anigbata versenkte einen Dreipunktewurf und Simon Feneberg punktete nach einen Offensivrebound, um die Schwaben in Führung zu bringen. Aber Hamburg konterte mit einem Dreier von Kenneth Ogbe und glich danach an der Freiwurflinie wieder aus (12:12).
Hughes bringt Riesen in Führung
Dann übernahm Elijah Hughes bei den Riesen Verantwortung und erzielte schnelle sieben Zähler in Serie. Hamburg nahm eine Auszeit, doch der Lauf der Riesen ging direkt weiter. Auch weil die Towers offensiv den Ball zu schlecht bewegten und keine guten Abschlüsse mehr fanden. Mit Ertönen der Sirene zum Viertelende versenkte Hughes noch einen Dreier aus gut acht Metern. Nach zehn Minuten hatten die Hausherren doppelt so viele Punkte wie die Gäste erzielt (24:12).
Erst nach über fünf Minuten ohne Punkte beendete Benedikt Turudic mit einem Dunk die Durststrecke der Hansestädter, die nun wieder in Tritt kamen. Doch gerade als die Towers wieder etwas herankamen, war es erneut Eliah Hughes, der zuerst drei Freiwürfe einnetzte und dann seinen dritten Dreipunktewurf zum 40:28 traf. Die Gäste, die vor 19 Tagen ihr letztes Pflichtspiel absolviert hatten, kamen offensiv wieder aus dem Rhythmus. Und die Riesen bauten nach einem Dreier von Babacar Sane und Punkten an der Freiwurflinie von Stefan Smith ihre Führung bis zur Halbzeit wieder aus (47:33).
In Durchgang zwei setzte sich Babacar Sane noch einmal gut unter dem Korb durch.
Offensive gerät ins Stocken
Doch dann geriet der Offensivmotor der Barockstädter gehörig ins Stottern. Fast sechs Minuten gelang den Riesen kein Feldkorb. Aber die Towers konnten diese Schwächephase der Riesen nicht für sich nutzen und offenbarten selbst große Probleme in der Offensive. Erneut war es Sane, der mit einem Dunk wieder für Punkte aus dem Feld sorgte. Mit einer Führung von acht Zählern gingen die Ludwigsburger ins Schlussviertel (59:51).
Nach einem Ballverlust von Smith netzte Hamburgs Zsombor Maronka direkt einen Dreier ein. Doch im Gegenangriff antwortete Brandon Tischler ebenfalls von jenseits der 6,75 Meter. Devon Daniels brachte die Towers durch einen Dreier und zwei Freiwürfe plötzlich wieder bis auf einen Zähler heran (62:61) und es wurde doch nochmal spannend.
Doch Stefan Smith und Elijah Hughes sorgten durch ihre Punkte dafür, dass Ludwigsburg den Vorsprung erneut ausbauen konnte. Trey Buchanan schraubte 90 Sekunden vor Schluss per Korbleger die Führung wieder in zweistelligen Bereich. Diesen Vorsprung ließen sich die Barockstädter nicht mehr nehmen und feierten einen 75:67-Heimsieg.
Am kommenden Samstag (20 Uhr) sind die Riesen zu Gast bei Rasta Vechta.
