Basketball-Bundesliga Riesen zwingen Starensemble aus München in die Knie

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Khadeen Carrington und nimmt Maß.Mit 25 Punkten war der Mann mit der Nummer 0 bester Werfer bei den MHP Riesen. Rechts Bayerns-Superstar Greg Monroe. In der Mitte Maodo Lo. Foto: Marco Wolf

Ludwigsburg gewinnt gegen den Bundesliga-Tabellenführer FC Bayern mit 81:74. Khadeen Carrington ist mit 25 Punkten bester Werfer bei den Gastgebern.

Die MHP Riesen Ludwigsburg sorgten mit ihrem 81:74-Sieg über den Tabellenführer FC Bayern München für helle Begeisterung bei ihren Fans. Mit Willen, Leidenschaft und Treffsicherheit zwangen sie das Starensemble in die Knie. Angeführt wurden sie von Khadeen Carrington, der es auf 25 Punkte brachte. Nach Alba Berlin gelang den Riesen damit der zweite Heimsieg gegen einen der Großen der Bundesliga. Für die Münchner war es nach 14 Siegen in 14 Spielen der laufenden Saison die erste Niederlage und die dritte innerhalb von fünf Tagen nach den Pleiten in der Europaleague in Athen und Piräus.

Bei den Gastgebern fiel kurzfristig der erkrankte Anführer Konstantin Konga aus. Dezember-Neuzugang Cameron Jackson musste sich als überzähliger Ausländer die Partie von der Tribüne aus ansehen. Bei den Bayern feierte der Ex-Vechtaer T. J.  Bray nach langer Verletzungspause sein Bundesliga-Debüt

Nach 20 Tagen Pause seit dem letzten Auftritt gegen Frankfurt waren die Riesen voll fokussiert auf das Spitzenspiel, das es im ersten Viertel aber noch nicht war. Beide Defensivabteilungen leisteten hervorragende Arbeit, während unter dem gegnerischen Korb noch nicht allzu viel ging. Noch war die Wurfqualität ausbaufähig. Für Stimmung sorgte gleich zu Beginn Ludwigsburgs Thomas Wimbush mit einem Dreier zur 5:2-Führung. Mit zwei Freiwürfen brachte Leon Radosevic den Favoriten beim 10:9 erstmals in Führung. Die Bayern leisteten sich viele Ballverluste, verloren Rebounds unter dem Ludwigsburger Korb und luden so die Riesen zu Turnovers ein. Mit einem spektakulären Dreier sorgte Marcos Knight Sekunden vor Ablauf des ersten Viertels für die 15:10-Führung. Carrington legte gleich zu Beginn des zweiten Viertels einen erfolgreichen Distanzwurf zum 18:10 nach. Angetrieben von Superstar Greg Monroe holten die Gäste zum 19:20 auf. Die Antwort der Riesen: ein Dreier von Nick Weiler-Babb.

Dreier durch Youngster Caisin

Erneut mit Ablauf der Spielzeit versenkte Youngster Radii Caisin einen Wurf aus der Distanz zur 37:31-Pausenführung für das Team von Trainer John Patrick. Die Bayern fanden gegen die starke Defensive der Riesen kein erfolgreiches Rezept und gerieten immer mehr in Rückstand. Der betrug beim 44:59 schon 15 Punkte. Anfangs des letzten Viertels schöpfte das Team von Trainer Oliver Kostic Hoffnung, als Josh Huestis gleich zwei Dreier versenkte und sein Team auf 59:65 heranbrachte. Die Riesen blieben aber cool, setzten ihre Strategie fort und spielten sich nach dem 79:71 durch Wimbushh durch zwei verwandelte Freiwürfe dem verdienten Sieg entgegen.

„Es war ein hart umkämpftes Spiel. Wir waren frisch, gleichwohl aber nicht im Rhythmus. Das hat man in den ersten 15 Minuten gesehen. Unseren Größennachteil haben wir gegen die großen Münchner durch Doppeln versucht, zu überdecken. Das haben wir bis auf ein paar Ausnahmen sehr gut gemacht. Ich bin stolz, dass wir unseren Spielplan umgesetzt haben“, meinte Riesen-Coach Patrick.  „Ludwigsburg hat über 40 Minuten eine starke Leistung gezeigt. Wir haben die Rebounds und die Turnovers nicht kontrolliert“, sagte Bayern-Coach Kostic.

 
 
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