Basketball Weckruf für die MHP Riesen zum Auftakt

Von Simon David
Auch Desure Buie, der mehrere gute Aktionen zeigte, erhielt mehrfach Szenenapplaus. Foto: Avanti/Ralf Poller

Gegen die Veolia Towers Hamburg verliert der Bundesligist nach zu vielen Fehlwürfen letztlich deutlich mit 79:87 (38:38).

Den Start in die neue Saison der Basketball-Bundesliga hatten sich die MHP Riesen Ludwigsburg anders vorgestellt. Eigentlich wollten sie gegen die Veolia Towers Hamburg ihren zehnten Sieg im zehnten Spiel feiern. Stattdessen begann die Saison mit einer Ludwigsburger Heimniederlage.

Dabei starteten die Riesen engagiert in die Begegnung, holten sich viele Rebounds, besonders in der Defensive. Im Angriff verpassten sie es jedoch mehrfach, sich entscheidend abzusetzen. So erzielten sie im ersten Viertel zwar vier Dreier, doch blieben genauso viele Versuche aus der Distanz erfolglos. Auf bis zu sieben Punkte waren die Ludwigsburger beim 19:12 bereits davon gezogen, als die Gäste in den Schlussminuten des ersten Durchgangs durch Fastbreak- und Freiwurftreffer auf 19:22 verkürzten.

Der Start ins zweite Viertel verlief für beide Teams mäßig. Erst nach fast zwei Minuten waren die Hamburger erstmals erfolgreich. Anders als zuvor gingen die meisten Rebounds nun an die Gäste. Mehrmals wechselte die Führung. Erst mit zunehmender Spieldauer holten sich die Gastgeber wieder mehr Rebounds. Das 38:38 zur Pause spiegelte den Spielverlauf wieder.

Auch nach dem Seitenwechsel leisteten sich beide Mannschaften eine Vielzahl von Fehlwürfen. Obwohl sich die Ludwigsburger viele Rebounds holten, blieben sie am Ende allzu oft doch ohne Treffer oder kassierten letztlich doch einen Korb. So legten die Riesen zwar einen 7:0-Lauf zu Beginn des dritten Viertels hin, Der Dreier von Jonathan Bähre gleich zu Beginn wurde lautstark bejubelt. Auch Desure Buie, der mehrere gute Aktionen zeigte, erhielt mehrfach Szenenapplaus. Insgesamt jedoch häuften sich die Fehler im Ludwigsburger Spiel. So holten die Hamburger den Rückstand nicht nur auf, sondern gingen kurz vor Ende des dritten Viertels mit 63:60 in Führung.

Zu schlechte Wurfquote

Im Schlussviertel zogen die Gäste sogar auf zehn Punkte zum 73:70 davon. Sowohl bei den Würfen aus der Distanz als auch von der Freiwurflinie ließen die Ludwigsburger zu viel liegen. Nur 27 Prozent der Distanzwürfe und nur 53 Prozent der Freiwürfe landeten im Korb. Die Hamburger machten es in beiden Bereichen deutlich besser, was letztlich ein Hauptgrund für den Erfolg ausmachte.

Trotz aller Schwächen kamen die Riesen Mitte des Schlussviertels noch einmal heran. Dreieinhalb Minuten vor Schluss glich Buie mit einem Dreier und einem anschließenden Zwei-Punkte-Wurf zum 73:73 aus. Am Ende reichte es aber nicht zu mehr, da die Hamburger eine Reihe von Freiwürfen zugesprochen bekamen, die sie zumeist sicher verwandelten. Als die Schlusssirene ertönte stand ein recht eindeutiges 79:87 auf der Anzeigetafel.

Hamburgs Trainer Benka Barloschky hatte nach der Begegnung allen Grund, zufrieden zu sein. „Es war das erwartet schwere Spiel. Es ist beeindruckend, mit welcher Physis Ludwigsburg agiert. Wir haben aber 40 Minuten sehr gut dagegen gehalten“, so der Hamburger Trainer.

Ludwigsburgs Headcoach Josh King war dagegen sichtlich enttäuscht. „Wir haben zu viele Fehler gemacht. Hamburg war das bessere Team. Für uns war dieses Spiel ein Weckruf“, sagte King. Nach der starken Vorbereitung war es eine harte Landung.

 
 
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