Ein Ende der Rüttelstrecke ist in Sicht, auch wenn dies noch einiges an Geduld kosten wird. Denn ab 7. April, dem Dienstag nach Ostern, wird die Landesstraße L 1110 zwischen Ochsenbach und dem Güglinger Teilort Eibensbach von Grund auf saniert.
Baustelle L 1110: Sanierung ab 7. April
Verbindung nach Eibensbach wird bis November voll gesperrt.
Für die Bewohner des Kirbachtals und alle anderen, die ins Zabergäu der Arbeit oder des Einkaufs wegen fahren, eine gute Nachricht, denn die Verbindung in den Nachbar-Landkreis war in den vergangenen Jahren unübersehbar in die Jahre gekommen.
Nicht nur, dass von einer homogenen Asphaltdecke schon lange keine Rede mehr sein konnte, auch die Ränder waren an zahlreichen Stellen brüchig geworden, sodass für die Sicherheit zum Schluss eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern galt. Lange schon hatten die Bewohner von Ochsenbach und den benachbarten Teilorten Sachsenheims den schlechten Zustand der Straße moniert (die BZ berichtete), doch der Start der Bauarbeiten war wiederholt verschoben worden. Nun aber soll es losgehen.
Deutliche Setzungen am Rand
Bei einer Vollsperrung für notwendig gewordene Forstarbeiten hatten im vergangenen Jahr die Straßenmeistereien die Strecke eingehend begutachtet. Dabei hatte sich gezeigt, dass die Bereiche mit deutlichen Schädigungen wie Setzungen und Randabbrüche weiter zugenommen hatten.
Im Zuge der Totalsanierung des rund 3,5 Kilometer langen Abschnitts soll das Entwässerungssystem verbessert und vollständig erneuert werden, sagt Pressereferentin Andrea Panitz vom Regierungspräsidium Stuttgart im Gespräch mit der BZ.
„Hierbei investiert das Land Baden-Württemberg für die Gesamtbaumaßnahmen und somit in den Erhalt der Infrastruktur rund 2,6 Millionen Euro“, sagt sie. Darin inkludiert sei die Ertüchtigung der gesamten Fahrbahn inklusive der Seitenstreifen sowie alle weiteren notwendigen Gewerke.
Panitz: „Neben der Neuasphaltierung der Fahrstrecke werden zudem neue Leitplanken aufgestellt und an verschiedenen Stellen die Stützmauern saniert, da auch hier Schäden zutage getreten waren.“ Die Arbeiten werden voraussichtlich im November abgeschlossen sein. Bis dahin, so Panitz, werde eine großräumige Umleitung eingerichtet.
Dies bedeute zwar eine wesentlich längere Fahrstrecke für all jene, die zu ihrem Arbeitsplatz – beispielsweise bei der Wilhelm Layher GmbH – kommen wollen, doch lasse sich die Umleitung nicht anders lösen.
Dies bedeutet, dass die Pendler aus dem Kirbachtal und aus anderen Gemeinden vom südlichen Strombergrand, die ins Zabergäu – oder umgekehrt – möchten, die L 1110 in Richtung Hohenhaslach und dann die L 1106 über Freudental bis Bönnigheim nutzen müssen.
Dort geht es über die Kreisstraße K 2160 via Cleebronn nach Frauenzimmern, wo die L 1103 erreicht wird. Von dort aus fahren diejenigen, die nach Eibensbach wollen, in Güglingen auf die L 1110, die bis zur Zufahrt auf das Werksgelände von Layher freigegeben ist, damit die dort Arbeitenden ihren Arbeitsplatz erreichen können.
Layher-Werksgelände erreichbar
Unmittelbar nach dem Werksgelände beginnt die beidspurige Baustelle. Die Umleitungsstrecke, so die Pressereferentin, sei jedoch auch entsprechend ausgeschildert.
„Wir hoffen auf das Verständnis der Verkehrsteilnehmer für diese Maßnahme und die verbundenen Beeinträchtigungen“, sagt Panitz. Nun rollen schon bald die Baukolonnen an, damit die Buckelpiste zwischen Ochsenbach und Eibensbach der Vergangenheit angehört.
