Baustellenfahrt mit dem OB Vaihingen investiert 20 Millionen Euro

Von
Bei der Station der Baustellenfahrt in Aurich (von links) Bürgermeister Klaus Reitze, Bauleiter Sascha Rühling von Gebr. Ezel, Oberbürgermeister Gerd Maisch und Tiefbauamtschef Marc Bührer.⇥ Foto: Uwe Bögel

Bei einer Rundfahrt erklärt Vaihingens Oberbürgermeister Gerd Maisch, dass die Stadt in den vergangenen Jahren so viel ausgebe für Baumaßnahmen wie selten zuvor. Derzeit stehen unter anderem ein Brückenneubau und Kita-Sanierungen an.

In den vergangenen ein, zwei Jahren hat die Stadt Vaihingen so viel in Baumaßnahmen investiert wie selten in der Stadtgeschichte. „20 Millionen Euro waren es im vergangenen Jahr, in diesem Jahr kommen wir auf ähnliche Beiträge“, sagte  der Vaihinger Oberbürgermeister Gerd Maisch bei einer Sommerpressefahrt. Verschiedene Baustellen wurden angesteuert, darunter zum Auftakt der Neubau der Brücke in der Sonnenbergstraße in Aurich.

Dort rückt der Fertigstellungstermin näher. Bis spätestens Ende Oktober soll das 1,175 Millionen Euro teure Brückenbauwerk für den Verkehr freigegeben werden. „Aber wir werden wahrscheinlich schon ein bissle früher fertig“, sagte Bauleiter Sascha Rühling von der Firma Gebrüder Ezel. Dass es künftig auf der Sonnenbergstraße mehr Verkehr geben wird, wies OB Maisch zurück. „Der Verkehr war vorher schon da.“ Die Sonnenbergstraße in Aurich wird quasi als zweite Ortsdurchfahrt von dem Gros der Autofahrer genutzt. Durch die Straßensperrung quält sich derzeit der Verkehr durch die Engstelle bei der Kirche und der Verwaltungsstelle.

Neue Brücke in Aurich

Über den Kreuzbach führte bisher eine alte Steinbogenbrücke in der Sonnenbergstraße für den Kraftfahrzeugverkehr und eine Holzkonstruktion für die Fußgänger. Bei einer Brückenprüfung im Jahr 2013 wurde beiden Bauwerken ein „schlechter Zustand“ bescheinigt. „Bei der Brücke für den Kraftfahrzeugverkehr war die Dauerhaftigkeit vor allem durch umfangreiche Schäden am Gewölbe beeinträchtigt. Die Verkehrssicherheit war vor allem durch die viel zu geringe Höhe der Absturzsicherung beeinträchtigt.  Bei der Brücke für den Fußgängerverkehr war die Standsicherheit durch Abplatzungen an der Stütze und durch Schäden an den Belagsbohlen beeinträchtigt. Auch gab es Schäden am rissigen Holzhandlauf. Das Bauwerk war durch Auskolkung und Betonschäden nicht mehr sicher“, so Marc Bührer, Leiter des Tiefbauamtes.

Das Fachbüro für Bauwerks- und Brückenprüfungen hat einen Ersatzneubau empfohlen. Nach den Baubeschlüssen in den kommunalen Gremien war im September 2019 Baubeginn. 375 000 Euro für den Neubau gibt es aus dem Kommunalen Sanierungsfonds Brücken des Landes. Das neue Brückenbauwerk ist ein einfeldriges Rahmenbauwerk aus Stahlbeton mit einer Länge von 12,70 Meter. Die Durchfahrtsbreite ist zweimal drei Meter, dazu gibt es einen beidseitigen Gehweg von jeweils 1,70 Meter Breite.

Kindergarten in Roßwag

Weitere Ziele der Sommerpressefahrt waren unter anderem die Erweiterung und Sanierung des Kindergartens in Roßwag und die Errichtung einer Krippengruppe am Kindergarten Horrheim.

Die Ganztagesbetreuung und die Krippengruppen verlangen viel Platz. Beispiel Roßwag. Da gab‘s bisher einen dreigruppigen Kindergarten mit insgesamt 60 Kindern, zwei Gruppen mit je 25 Kindern für über Dreijährige, eine Krippengruppe für unter Dreijährige. Jetzt sollen es dreieinhalb Gruppen mit Platz für 72 Kinder werden: eine Ganztagesgruppe, eine Gruppe  mit verlängerter Öffnungszeit, VÖ genannt (sechs Stunden für über Dreijährige, 25 Kinder), eine halbe VÖ-Gruppe und eine Krippen-Gruppe.

Die Kosten für Um- und Neubau summieren sich auf 1,6 Millionen Euro, davon rund 825 000 Euro für den Anbau, insgesamt 130 Quadratmeter, mit Mehrzweckraum, Personalbereich und Schlafraum in Holzbauweise. Baubeginn war Ende Juni, bis im November sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Flüssiggas-Heizung kann übrigens weiter verwendet werden. Die Gruppen sind während der Bauphase in das evangelische Gemeindehaus ausgelagert worden. „Wir sind dankbar, dass das möglich war“, so  Maisch.

In Horrheim war der Kindergartenbetrieb mit derzeit vier Gruppen durch den Neubau der Kinderkrippe nicht tangiert. Hier wurde im Garten des bestehenden Kindergartens zwischen Mettertalhalle und Schule ein separates Gebäude erstellt, das in der zweiten Septemberwoche in Betrieb genommen werden soll. Die kleine Krippengruppe war bisher im Bewegungsraum untergebracht. Sie kann in den Neubau (Netto-Geschossfläche 190 Quadratmeter) umziehen. „Es sind gerade mal zehn Kinder... dafür geben wir rund 1,2 Millionen Euro aus“, macht Maisch deutlich.

Der Auftrag ging an einen Generalunternehmer, der Holzbauelemente einsetzte und den Räumen mit warmem Holz eine spezielle Note gab. Eine erhöhte Terrasse setzt ein Zeichen. Das Niedrigenergiegebäude wird mit einer Luft-Wärmepumpe beheizt. Baubeginn war Ende März. „Es hat hier alles super geklappt“, freut sich Wolfram Riegler, Leiter der Hochbauabteilung, bei der Besichtigung.

 
 
- Anzeige -