Bauvorhaben in Besigheim Genehmigung im zweiten Anlauf

Von Michael Soltys
Auf dem Gelände der früheren Methodistengemeinde sollen zwei Gebäude mit 23 Wohnungen gebaut werden. Foto: /Oliver Bürkle

Die Firma Layher baut auf dem Gelände der früheren Methodistenkirche zwei Häuser mit 23 Wohnungen. Das Projekt ist umstritten.

Umstritten blieb das Projekt bis zum Schluss, am Ende jedoch fiel die Entscheidung mit deutlicher Mehrheit. Mit zwölf zu fünf Stimmen genehmigte der Besigheimer Gemeinderat Pläne der Firma Layher für das Gelände der früheren Methodistenkirche. Dort wird die Besigheimer Wohnbaufirma zwei Gebäude mit insgesamt 23 Wohneinheiten errichten. So sieht es der vom Gemeinderat jetzt verabschiedete vorhabenbezogene Bebauungsplan vor.

Unternehmen hat nachgearbeitet

Im September war das Unternehmen mit seinem Vorhaben im Gemeinderat noch knapp gescheitert. Zu massiv und zu nahe an der bestehenden Bebauung, befand damals die Mehrheit der Stadträte. Das Unternehmen musste nacharbeiten. Doch auch der jetzt vorliegende Entwurf stößt bei den Anwohnern auf wenig Gegenliebe. Die Kubatur der Gebäude sei gleichgeblieben, argumentierte ein Anwohner in der Bürgerfragestunde. Warum müsse man solche Gebäude in die Nachbarschaft „hineinpferchen“, frage er sich?

Auf die Kritik im Gemeinderat hin hat der Bauträger das hintere Gebäude von den Anwohnern weg um 1,70 Meter in Richtung Wörthstraße verschoben. Das Dachgeschoss des insgesamt viergeschossigen Hauses wurde in die gleiche Richtung um zwei Meter versetzt. „Die Firma Layher hat sich bewegt“, sagte Friedrich Köhler von den Freien Wählern. „Ich kann so zustimmen.“

Verbesserungen nicht gut

Anders sein Fraktionskollege Jochen Roth. Die Verbesserungen gehen dem Stadtrat nicht weit genug. Das massige Gebäude füge sich noch immer nicht in die Umgebung ein. „Ich glaube, Sie können das besser“, sagte er in Richtung von Geschäftsführer Philipp Layher. Die deutlichste Kritik kam aus den Reihen der SPD-Fraktion: Ihr geht die Verdichtung zu weit, die Tiefgarage, die für 35 Fahrzeuge ausgelegt ist, ist ihr zu groß. Viel zu viel Fläche werde versiegelt, das habe negative Folgen für das Klima, sagte Stadträtin Sonja Rupp. Sie forderte den Bauträger auf, das Gebäude um ein Geschoss zu reduzieren. „Sie haben sicher ein Projekt im Portfolio, das besser passt“. Was der SPD auch nicht passt, ist das Angebot von lediglich zwei Wohnungen mit geringerer Miete. Dieses Angebot beschränkt sich auf rund 120 Quadratmeter Wohnraum, erläuterte Layher-Geschäftsführer Philipp Layher. Die baulandpolitischen Grundsätze der Stadt sehen eigentlich vor, dass 20 Prozent der Wohnungen günstiger vermietet werden müssen, das wären in diesem Fall vier Wohnungen.

Für die BMU gilt der Grundsatz, dass die innerstädtische Entwicklung Vorrang vor Neubaugebieten hat. Die Bebauung passe sich ein, die Gebäude überragten die Nachbargebäude nicht, so Thomas Pulli.

 
 
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