Während sich die DHB-Männer bei den Ende Juni in Zagreb ausgetragenen Weltmeisterschaften erstmals den Titel sichern konnten, schieden die Frauen schon im Viertelfinale aus. Seit dem Jahr 2021 hatten die deutschen Beachhandballerinnen stets Medaillen gewonnen und eine Erfolgs-Ära geprägt. Nach den EM-Titeln 2021 und 2023 gewannen die Frauen um die frühere Bietigheimerin Lena Klingler auch den WM-Titel 2022 und 2024 sowie Gold bei den World Games 2022. Zuletzt hatte sich das Team von Bundestrainer Alexander Novakovic bei der EM 2025 noch Bronze sichern können.
Beachhandball Lena Klingler: „Jede Serie hat irgendwann ein Ende“
Nach dem Viertelfinal-Aus der DHB-Frauen bei der WM, legt Lena Klingler nun ein Auslandssemester in Australien ein.
„Die Niederlage im Viertelfinale schmerzt grundsätzlich schon noch, jedoch muss man einfach anerkennen, dass Brasilien in diesem Spiel die bessere Mannschaft war“, sagt Lena Klingler und versucht, dem Abschneiden bei der WM noch etwas Positives abgewinnen zu können. „Dass wir danach nicht in ein komplettes Loch gefallen sind und uns noch den fünften Platz gesichert haben, hilft da zumindest ein wenig.“
Einsatz vor WM-Start ungewiss
Die 25-Jährige hatte vor Turnierbeginn mit einer hartnäckigen, chronischen Verletzung am Hamstring zu kämpfen gehabt, die nach einem Muskelfaserriss im Februar entstanden war. Nachdem sie ihre Hallensaison beim VfL Waiblingen bereits Anfang Mai frühzeitig beendet musste, war bis eine Woche vor WM-Start ungewiss gewesen, ob sie tatsächlich spielen würde können. Doch es klappte – und Klingler konnte in allen WM-Spielen eingesetzt werden. „Unsere medizinische Abteilung hat wirklich herausragende Arbeit geleistet“, lobt die gebürtige Remshaldenerin. „Gegen Turnierende war mein Körper aber doch sehr am Anschlag.“
Anders als bei früheren Welt- oder Europameisterschaften hatten die DHB-Frauen ein recht leichtes Auftaktprogramm. Ob das rückblickend ein Nachteil gewesen sein könnte, vermag Klingler nicht zu sagen. Sicher sei hingegen, dass angesichts der Qualität in der Spitze die Dominanz vergangener Jahre schwer zu wiederholen gewesen sei. „Jede Serie hat irgendwann ein Ende, dass es früher oder später dazu kommen musste, ist klar“, betont die Offensiv-Spielerin. „Der Beachhandball hat sich in den letzten Jahren international stark entwickelt, die Weltspitze ist eng zusammengerückt.“
Auf die frühere Bietigheimerin wartet nun eine andere Herausforderung. Direkt nach dem Ende der WM ging es für Lena Klingler ans andere Ende der Welt. Im Rahmen ihres Sportmanagement-Studiums legt sie ein Auslandssemester an der Deakin University im australischen Melbourne ein. „Ich komme Ende November zurück und steige dann wieder in die Handballsaison in Waiblingen ein“, sagt sie.
