Neun Spiele, neun Siege: Als einzige Mannschaft des Turniers blieb die deutsche Beachhandball-Nationalmannschaft um Hendrik Prahst bei der Weltmeisterschaft in Zagreb ohne Niederlage und krönte sich verdient zum Weltmeister. Nach dem EM-Titel und Gold bei den World Games im Vorjahr hat Bietigheim-Bissingens Sportler des Jahres mit dem WM-Triumph international nun alles gewonnen. Der Zwei-Meter-Hüne verschwendet aber keinen Gedanken an einen Rücktritt aus der Nationalmannschaft und hat nun seinen Blick auf die nationale Meisterschaft gerichtet.
Beachhandball Weltmeister Prahst denkt nicht ans Aufhören
Auch nach dem Gewinn von drei Goldmedaillen will Hendrik Prahst weiter fürs Nationalteam auflaufen. Nun sind aber die nationalen Wettbewerbe im Fokus.
Teamgeist und Erfahrung
Intensive Tage liegen hinter Hendrik Prahst. Der 26-Jährige war eine der Säulen in der Verteidigung des DHB-Teams, das bei der WM in Kroatien mehrfach seine Nervenstärke bewies. Sechsmal mussten die deutschen Beachhandballer in ein Shoot-Out und sechsmal gewannen sie das Penalty-Werfen. So kämpften sich die Deutschen durch das Turnier und versprühten ein unglaubliches Selbstbewusstsein auf dem Weg zum Titel.
„Ich glaube, das kommt durch den internen Teamzusammenhalt und die Erfolge, die wir letztes Jahr hatten“, versucht sich Prahst an einer Erklärung. „Von jeder Druckphase und jeder emotionalen Situation war alles beim Turnier dabei. Wir hatten auch schwere Phasen, sind aber als Team so zusammengewachsen, dass wir bestehen konnten.“
Schaut man sich das Endergebnis der Weltmeisterschaft an, fällt auf, dass die Plätze eins bis drei von Deutschland, Brasilien und Argentinien eingenommen wurden. Alle drei waren zu Turnierbeginn in einer Gruppe. „Wir hätten es zu Beginn leichter haben können, aber die schwere Gruppe hat zu unserem Erfolg beigetragen“, sagt Prahst schmunzelnd.
Die Feier nach dem WM-Gewinn ging bis in die frühen Morgenstunden in Zagreb. Ausgelassen feierte das Team zusammen den Triumph, den Prahst ein wenig hinter den EM-Gewinn einordnet. „Auch wenn der EM-Titel von der Datierung her etwas niedriger ist, war es durch den ersten großen Erfolg noch etwas intensiver. Aber der WM-Titel steht dem kaum nach, wir haben uns riesig gefreut.“
Rücktritt ist keine Option
Ein Rücktritt aus der Nationalmannschaft ist für den 26-Jährigen kein Thema. „Ich persönlich denke auf keinen Fall ans Aufhören“, betont er. „Auch wenn wir uns auf dem Zenit befinden, hat man schon gemerkt, dass wir auch noch Verbesserungspotenziale haben. Ich habe auch von niemandem gehört, dass er aufhören will und hoffe, wir bleiben zusammen. Auch weil nicht nur das Spielerische passt, sondern auch menschlich.“
Hendrik Prahst richtet seinen Blick nun auf die nationalen Wettbewerbe, denn dort fehlen ihm noch Titelgewinne. Mit den Otternasen Bartenbach will er bei der vom 24. bis 26. Juli in Cuxhaven ausgetragenen Deutschen Meisterschaft mitmischen. Im Oktober findet mit dem Champions Cup der wichtigste Europapokal-Wettbewerb für Vereinsmannschaften wieder auf Porto Santo statt. Letztes Jahr war Prahst für die 12 Monkeys Köln dabei.
Für die Nationalmannschaft steht Bietigheim-Bissingens Sportler des Jahres erst Ende November beim Finale der IHF Global Tour in Brasilien wieder im Sand.
