Die deutsche Beachhandball-Nationalmannschaft der Männer blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Das Team rund um Bietigheim-Bissingens Sportler des Jahres Hendrik Prahst gewann den Europameister-Titel und sicherte sich im chinesischen Chengdu bei den World Games sensationell die Goldmedaille. Bei der ab Dienstag beginnenden Weltmeisterschaft in Kroatien will der amtierende Europameister um die Medaillenränge mitspielen. Doch das Team von Bundestrainer Marten Franke ist in der Vorrunde in der „Hammergruppe“ direkt mit den Gegnern Argentinien und Brasilien gefordert. Ob die jüngsten Erfolge dem Team weiteren Auftrieb geben oder die gestiegene Erwartungshaltung zur schweren Bürde wird, muss sich nun zeigen.
Beachhandball-WM „Von Beginn an voll gefordert“
Bei der vom 23. bis 28. Juni in Zagreb ausgetragenen Weltmeisterschaft will das deutsche Männer-Team um Hendrik Prahst erstmals Edelmetall gewinnen.
Erste WM-Medaille als Ziel
Dass man mit den beiden Erfolgen aus dem Vorjahr mindestens zum erweiterten Favoritenkreis gehört, weiß auch Marten Franke. „Mit diesen Resultaten soll sicher nicht bloß das Viertelfinale unser Ziel sein“, sagt Franke daher. „Wir wollen das erste Mal in der Geschichte des deutschen Beachhandballs eine WM-Medaille bei den Männern holen.“
Die deutsche Mannschaft hat sich in der Vorbereitung in guter Form gezeigt. Bei der IHF Global Tour in Polen setzte sich die DHB-Auswahl gegen Polen, Tschechien und Nordmazedonien mit makellosen Siegen durch und löste damit das Ticket für das Finale der IHF Global Tour, das im November in Brasilien stattfindet.
Personell musste die Mannschaft das verletzungsbedingte Aus von Linkshänder Jannis Herr hinnehmen. Der 19-jährige Shootingstar kugelte sich bei einem Vorbereitungsspiel die Schulter aus, musste operiert werden und wird nicht bei der WM auflaufen können. Nachgerückt ist daher Tim Krauth, der vergangenes Jahr bei der EM zum Aufgebot zählte.
Hendrik Prahst übernimmt in der Nationalmannschaft hauptsächlich Aufgaben als Abwehrspieler. Es gibt aber durchaus auch Formationen, bei denen der Zwei-Meter-Mann im Angriff eingesetzt wird.
Was die Form der DHB-Auswahl angeht zeigt sich der 26-Jährige zuversichtlich: „Wir haben konzentriert auf das Turnier hingearbeitet und alle wissen, was auf dem Spiel steht.“ Doch da die Qualität bei der WM sehr hoch ist, schätzt Prahst, dass am Ende vor allem Kleinigkeiten den Unterschied ausmachen werden. „Wir sind auf alle Fälle von Beginn an voll gefordert“, sagt Bietigheim-Bissingens Sportler des Jahres. „Mit Argentinien und Brasilien haben wir die beiden besten südamerikanischen Mannschaften als Gruppengegner.“
Argentinien als Sparringspartner
Etwas kurios ist hierbei, dass das DHB-Team ausgerechnet mit Gruppengegner Argentinien als Sparringspartner die Vorbereitung in Ismaning bestritten hat. „Das ist schon etwas ungewöhnlich“, gibt auch Prahst zu. Beide Teams werden hierbei sicher nicht alle taktischen Mittel in den gemeinsamen Vorbereitungsspielen preisgegeben haben. Denn direkt am Dienstag (11 Uhr) startet die deutsche Mannschaft gegen Argentinien ins Turnier. Ebenfalls am Dienstag (19 Uhr) steht das zweite Spiel auf dem Programm gegen den WM-Neuling Italien.
Zum Abschluss der Gruppenphase trifft Deutschland dann am Mittwoch (11 Uhr) auf Brasilien. Die besten drei Mannschaften der Vierergruppen erreichen die Hauptrunde. Dort werden die Punkte aus der Vorrunde gegen die ebenfalls weitergekommenen Teams mitgenommen. Anschließend geht es in die K.o.-Phase.
Den einen großen Favoriten gebe es bei der Weltmeisterschaft nicht, sagt Prahst und zählt neben Deutschland vor allem Brasilien, Argentinien, Spanien, Portugal, Ungarn und Titelverteidiger Kroatien zu den Top-Teams. „In der Spitze können sicherlich acht Nationen um den Titel mitspielen“, stimmt Bundestrainer Franke zu. „Aber die Jungs haben ein klares Ziel, sind gefestigt genug und gut vorbereitet, um erfolgreich zu sein.“
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