Bebauungsplan Auf dem Berg in Hohenhaslach Diskussion um Runden Tisch

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Der Runde Tisch zur Weiterentwicklung des Gebiets auf dem Berg in Hohenhaslach sorgt in der Bürgerschaft immer noch für Diskussionen. Foto: Helmut Pangerl

Die Ergebnisse eines ‚Runden Tischs‘ in Hohenhaslach werden Anfang Juni im Sachsenheimer Gemeinderat vorgestellt.

Der Runde Tisch, der am 22. März zur Weiterentwicklung des Gebiets auf dem Berg in Hohenhaslach stattgefunden hatte, sorgt in der Bürgerschaft immer noch für Diskussionen. Ortsvorsteher Alfred Xander erklärte in der jüngsten Ortschaftsratssitzung, dass er inzwischen viele Meinungsäußerungen und Kritik von Bürgern erhalten habe. „Der Runde Tisch ist teilweise falsch aufgefasst worden. Es ging nicht darum, irgendwelche Beschlüsse zu fassen, sondern nur um eine reine Meinungsäußerung“, betont Xander und fügt hinzu: „Wir wollen zusammen einen Bebauungsplan für das ganze Gebiet auf dem Berg erarbeiten.“

Der Hohenhaslacher Ortsvorsteher erinnerte daran, dass in den zurückliegenden Jahren viele Bauanfragen für Vorhaben auf dem Berg eingegangen seien. Bisher gibt es aber für das Areal keinen rechtsgültigen Bebauungsplan. „Daher wollen wir jetzt Richtlinien auch für die kommenden Generationen erarbeiten und Planungssicherheit schaffen“, machte Xander deutlich.

Schon im August 2020 wurde eine Veränderungssperre für das Gebiet auf dem Berg erlassen. Die Fachleute eines Planungsbüros aus Stuttgart haben in der Zwischenzeit mögliche städtebauliche Entwicklungsziele erarbeitet, den Rahmen des Runden Tischs vorgestellt und darüber diskutiert. „Eingeladen wurden die Planer, zwei Vertreter der Stadtverwaltung, vom Ortschaftsrat Hans-Günther Neumann und ich, ein Vertreter der Kirche und einer der Kirbachschule, ein Vertreter vom ‚Weitblickweg‘ und fünf Bürger“, erläuterte Xander.

Eigentlich hatten 22 Anwohner und Bürger ihr Interesse an einer Teilnahme an der Diskussionsrunde bekundet, daraus wurden fünf Personen von Vertretern der Stadtverwaltung ausgelost.

„Guter Meinungsaustausch“

„Alle Teilnehmer sollten die Möglichkeit haben bei der Diskussion, die online abgehalten wurde, auch zu Wort zu kommen“, sagt Thomas Feiert. „Es war ein sehr guter Meinungsaustausch, und wir sind einen guten Schritt vorangekommen.“ Anfang Mai werden Vertreter der Verwaltung und des Ortschaftsrats die Ergebnisse des Runden Tischs zusammenfassen sowie das weitere Vorgehen besprechen, schilderte der Fachbereichsleiter Technik bei der Stadtverwaltung in der Ortschaftsratssitzung. In einer Gemeinderatssitzung Anfang Juni werden die Ergebnisse der Diskussionsrunde öffentlich vorgestellt. Zuvor werden die Mitglieder des Ortschaftsrats das Thema besprechen. „Interessierte Bürger können jedoch jederzeit mit den Vertretern der Stadtverwaltung ins Gespräch kommen, ihre Anregungen und Vorschläge vortragen. Auch im anschließenden Bebauungsplanverfahren ist dazu noch ausreichend Gelegenheit“, unterstrich Feiert.

Alfred Xander betonte, dass im Rahmen des Planverfahrens auch genau geklärt werden muss, wie der Verkehr auf dem Berg geregelt wird. „Mit einer ausschließlichen Anliegerverkehrsregelung lösen wir die Probleme nicht. Wir müssen eine Lösung finden, die tatsächliche Verbesserungen bringt und dazu auch externe Verkehrsexperten befragen“, so Xander. Er stellte in diesem Zusammenhang nochmals ausdrücklich fest, dass die Zufahrt zum Hohenhaslacher „Weitblickweg“ eigentlich über die Klingenstraße mit Nutzung der Parkplätze an Kindergarten und Schule erfolgen sollte. „Dies muss geklärt werden und darüber werden wir in einer Sitzung beraten“, machte Xander deutlich. Die Anwohner auf dem Berg und an der Steige klagen an Wochenenden immer wieder über den zunehmenden Ausflugsverkehr zum „Weitblickweg“. Bürger bemängeln fehlende Parkplätze und öffentliche Toiletten.

„Wir werden das Planverfahren für das Gebiet auf dem Berg wahrscheinlich aus Kostengründen in Etappen entwickeln. Wenn wir aber etwas erreichen wollen, müssen wir alle gemeinsam mit der Bürgerschaft daran arbeiten“, erklärte Xander.

 
 
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