Landkreisweit 63 Schulen hatten 74 Projekt im Rahmen des Schulförderprogramms der VR-Bank Ludwigsburg eingereicht. 60.000 Euro hat die genossenschaftliche Bank wieder bereitgestellt, über deren Verteilung eine vierköpfige Jury in einer mehrstündigen Sitzung unabhängig entschied. Drei Besigheimer Schule waren dabei in der Gunst der Jury ganz weit vorne.
Besigheim Der Schuldrache wird wiederbelebt
Eine vierköpfige Jury hat wieder 60.000 Euro des Schulförderprogramms der VR-Bank Ludwigsburg an 63 Schulen vergeben. Ein Projekt ist das Maskottchen der Besigheimer FSS.
Sonderpreis für CSG Besigheim
Für ihr Projekt „Schule als Staat“, das vom 20. bis 24. Juli geplant ist, erhält das Christoph-Schrempf-Gymnasium in Besigheim (CSG) nicht nur den gewünschten Förderbetrag von 1000 Euro. Dass die Gymnasiasten politische Prozesse wie Wahlen, Gesetzgebung und öffentliche Diskussion realitätsnah simulieren sowie unterschiedliche Rollen wie Regierung, Verwaltung, Unternehmen, Medien sowie kulturelle und soziale Einrichtungen gründen, hat die Jury ebenso überzeugt, wie die Organisation eines eigenen Finanzsystems mit schuleigener Bank. Deshalb wurde das CSG auch für den mit 1000 Euro dotierten Sonderpreis ausgewählt.
Höchste Fördersumme
Der höchste Förderbetrag in Höhe von 4000 Euro geht an die Schule im Steinhaus in Besigheim. Das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum hat sich mit dem außergewöhnlichen Projekt „Schüler gestalten ihre eigene Lehrküche“ beworben. Im Rahmen des Berufsorientierungskonzepts der Schule im Steinhaus soll ein bestehender Raum mit kleiner Küchenzeile in eine vollwertige Lehrküche umgewandelt werden. Diese soll künftig für Unterrichtsprojekte, Ernährungserziehung, Arbeitsgemeinschaften und praxisorientierte Berufsorientierung genutzt werden. „Das Besondere an diesem Projekt ist, dass Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 7 bis 9 an der Planung, Renovierung und Umsetzung beteiligt sind – gemeinsam mit regionalen Handwerkern“, heißt es in der Bewerbung.
Projekt mit Charme
„Rückkehr des Drachens – Restaurierung beziehungsweise Neuanfertigung des Kopfs für den sanierten Schulhof“, dies ist die Überschrift für eine Bewerbung der Friedrich-Schelling-Schule (FSS) Besigheim. Der besondere Charme des Projekts der Gemeinschaftsschule hat hier die Jury überzeugt. Dafür erhält die FSS aus dem Topf des Schulförderprogramms der VR-Bank den Betrag von 1600 Euro.
Im Zuge der Neuerrichtung des Mittelbaus musste das seit 2006 stehende Drachen-Kunstwerk vom Schulhof entfernt werden. Der Drache, der von vielen „Fuchur“ – in Anlehnung an die Romanfigur in der Unendlichen Geschichte von Michael Ende – genannt wird, war bisher nicht nur ein zentrales Gestaltungselement des Schulhofs, sondern ziert auch das offizielle Schullogo und ist damit ein wichtiges Symbol der FSS-Idendität. Vom gesamten Kunstwerk ist lediglich der Kopf erhalten. Er ist aber stark verwittert und hat erhebliche Schäden. Als Schülerprojekt der Klassen 5 bis 8 soll der erhaltene Kopf aufwendig restauriert werden. Sollte die Substanz nicht mehr zu retten sein, soll ein neuer Kopf angefertigt werden. Ziel ist es, dass nach Abschluss der Drachenkopf wieder auf den neu sanierten Schulhof installiert werden kann.
Wildnis wird zur Bienenwiese
Damit der Schulgarten des Alfred-Amann-Gymnasiums (AAG) in Bönnigheim aus seinem „Dornröschenschlaf“ erwachen kann, wird das Schulprojekt „Garten Glow Up – Von der Wildnis zur Bienenoase“ mit 1000 Euro finanziert. Aus einer aktuell recht verwilderten und weitergehend ungenutzten Fläche, wie es in der Bewerbung heißt, soll ein Lern- und Lebensraum werden. Im Rahmen der Projekttage vom 22. bis 24. Juli sollen die Schüler die Wildnis in wertvolle Biodiversität verwandeln und so einen Ort schaffen, wo sie die Natur nicht nur theoretisch im Buch, sondern praktisch mit den Händen erleben können.
Als Maßnahmen sind geplant: Anlage eine Wildblumenwiesen, Nisthilfen für Vögel, Bienenhotels für Wildbienen sowie Reparatur der bestehenden Gartenhütte und Einrichtung eines Kompostsystems. Darüber hinaus sollen natürliche Wege mit Hackschnitzel angelegt werden, um den Garten barrierefrei und bei jedem Wetter zugänglich zu machen.
Musical „Schach 2.0“
„Chorgesang kommt groß raus“ ist die Überschrift für das Musical „Schach 2.0“, das die Chorschüler der Klassen 5 und 6 des evangelischen Lichtenstern-Gymnasiums Sachsenheim am Ende des Schuljahrs aufführen. Mit 1000 Euro aus dem Schulförderprogramm wird diese Projekt unterstützt. Wie es in der Bewerbung heißt, erhalten dabei die Schüler nicht nur die Möglichkeit, ihre kreativen Talente zu entfalten, sondern es wird auch Teamarbeit und das Gemeinschaftsgefühl sowie die Weiterentwicklung der verschiedensten persönlichen Kompetenzen gefördert.
Fahrradfreundliche Schule
Mit 1500 Euro wird eine Projekt der Gustav-Schönleber-Schule in Bietigheim-Bissingen gefördert. Damit Kinder als Grundlage für das spätere Fahrradabzeichen die Stufe 1 „Sicher Roller fahren“ absolvieren können, benötigt die Schule eine ausreichende Anzahl an Tretrollern sowie die entsprechende Schutzausrüstung. Ein notwendiger Klassensatz von 14 Rollern, kann durch das Schulförderprogramm so beschafft werden.
