Florian Bargmann musste am Samstagmorgen viele Hände schütteln. Der Bürgermeister bedankte sich auf diese Weise bei den zahlreichen Besigheimern, die mit ihrem ehrenamtlichen Engagement die Stadt bereichern. Zum ersten Mal fand die Ehrung von verdienten Bürgern, von erfolgreichen Sportlern und von vielfachen Blutspendern in Form einer Matinee im kleinen Saal der Stadthalle Alte Kelter statt.
Besigheim Ehrungsmarathon im kleinen Saal der Stadthalle
Bei einer Matinee zeichnete Bürgermeister Bargmann verdiente Bürger, erfolgreiche Sportler und vielfache Blutspender aus.
Den Geehrten soll mit dieser neu organisierten Veranstaltung „Zeit, Aufmerksamkeit und echte Wertschätzung“ entgegengebracht werden, betonte Bargmann. Daran habe es in der Vergangenheit gefehlt, als die Ehrung noch in der Adventszeit in einen „Bunten Abend“ eingebunden war. Das jedenfalls schließt der Bürgermeister aus den Rückmeldungen, die auf dem Rathaus eingegangen sind.
Gruppe für Gruppe rief Bargmann auf die Bühne, um die Geehrten persönlich mit wenigen Worten zu würdigen. Musikalisch umrahmt wurde der Auszeichnungsmarathon von dem Querflötenduett aus Alina Schweiker und Emily Kamjac sowie von Pianistin Petra van Damm, allesamt von der Musikschule Besigheim.
Zu den geehrten Bürgern gehört Gisela Utke, die sich 30 Jahre lang im Trägerverein der Begegnungsstätte in Besigheim engagiert hat. Dem Verein sei sie eine große Stütze gewesen, betonte der Bürgermeister. Mehr als drei Jahrzehnte sind Anne Schittenhelm und Margit Ruoff im Förderkreis für Behinderte aktiv. Beide seien eine „tragende Säule“ des Vereins und hätten sich „mit Herz, Tatkraft und unermüdlichem Einsatz“ auch im Ausschuss des Vereins eingebracht.
Waltraud Leuze, Katharina Kneisler-Udroiu und Dagmar Müller haben sich über viele Jahre für die Sprachförderung im Kindergarten eingesetzt. Sie haben nicht nur die Sprachentwicklung der Kinder gefördert, betonte Bargmann, sondern auch andere dazu angeleitet.
Bernd Schwandner von den Ottmarsheimer Veteranenfreunden zeichne sich durch sein „bemerkenswertes historisches Engagement“ aus, würdigte Bargmann die Arbeit des langjährigen Vereinsvorsitzenden. Er investiere viel Zeit, um die Geschichte von Ottmarsheim und seiner Persönlichkeiten sichtbar zu machen. Hartmut Groß vom Besigheimer Radsportverein habe von 2005 bis 2025 als stellvertretender Vorsitzender an den sportlichen und kulturellen Zielen des Vereins mitgewirkt und damit die Entwicklung der Radsportler befördert.
Geehrt wurde auch Eberhard Brick. Das Mitglied des Besigheimer Geschichtsvereins habe die Mediathek aufgebaut und sie mehr als 20 Jahre „mit großem Engagement und Sachverstand“ geleitet, sagte Bargmann.
Nach diesen Einzelpersonen füllte sich die Bühne nacheinander mit drei Gruppen Besigheimer Vereinen, deren Arbeit Bargmann ebenfalls würdigte. Die Jugendgruppe der Besigheimer Studiobühne wurde für ihre Aufführung des Stücks „Die Kriegerin“ ausgezeichnet. Sie habe damit ein „mutiges und wichtiges Zeichen für Demokratie und solidarische Gesellschaft“ gesetzt. Die Theatergruppe des Musikvereins Stadtkapelle wurde für ihr jahrelanges Engagement im städtischen Kulturleben ausgezeichnet. Die „emotionale schauspielerische Leistung“ der Laiengruppe hob Bargmann besonders hervor.
Mehr als 1500 junge Menschen haben zwischenzeitlich an den Tanzkursen teilgenommen, die der Tanzsportclub Besigheim in Kooperation mit den Besigheimer Schulen anbietet. Mit einem Abschlussball werden sie gewissermaßen „in die Gesellschaft eingeführt“, wie Bargmann bei der Würdigung der Vereinsarbeit sagte. Viele von ihnen finden danach den Weg in die Formationen des Tanzsportclubs.
Sportler aus drei Vereinen
Auf die geehrten Bürger folgten die Sportler aus drei Besigheimer Vereinen, die für besonders gute Leistungen ausgezeichnet wurden. Vom TSV Ottmarsheim sind das die Karate-Kämpfer: Samira Chan, Louis Unterweger und Christina Barbaro.
Von der Sportvereinigung Besigheim wurden acht Sportler auf die Bühne gerufen, die in verschiedenen Wettkampf-Disziplinen erste oder vordere Plätze bei Meisterschaften errungen haben. Das sind: Anke Röser (Turnen), Kira Reinhertz, Alina Häuser, Marleen Sippel , Konstantin Wünsche, Nina Sippel und Joy Kessler (alle Leichtathletik) und Aruna Kraft (Tischtennis).
Wie sehr sich die Arbeit des Tanzsportclubs auszahlt, zeigte sich bei der Ehrung der Tanzsport-Paare, die bei Landesmeisterschaften erste oder vordere Plätze errungen haben. Geehrt wurden Julian Pfersich und Vanessa Sirnsak, Levin Probst und Kimberly Hammer, Leon Modes und Eva Nägele, Aaron Ludwig und Daniela Marques, Max Möhl und Maxima Schimpke, Dave Reisich und Ivana Kovacevic, Konstantin Bechtold und Mia Stefanovska, Raphael Dlabal und S arah-Yasmin Schulz. Ausgezeichnet wurden auch die Solo-Tänzer Yasmin Rath und Sophie Rath.
100 Blutspenden bilden die Spitze
Dritte Gruppe der Geehrten waren die Blutspender. Unter ihnen zeichnet sich Fritz Krämer besonders aus. Er hat insgesamt 100 Mal Blut gespendet. Tobias Gärtner, Martin Lipkow, Werner Vaihinger und Sabine Zlatner sind jeweils 75 Mal zur Blutspende gegangen. Auf 50 Blutspenden bringen es Thomas Abel, Thomas Batz, Sylvia Göbbels, Petra Mayer und Elisabeth Reuschle. Für 25-maliges Blutspenden wurden ausgezeichnet: Mathis Guschlbauer, Peter Hanauske, Jürgen Häußer und Stefan Nägele. Zehn Mal haben Blut gespendet: Nicole Altmann, Marc Bernert, Marie-Luise Edelmann, Susanne Franczak, Anna-Maria Joos, Angelika Kauz-Vullo, Lisa Kögl, Marcel Leitenstern, John-Davis Schweiker und Andreas Umbach.
