Die Freibadsaison in Besigheim wird in diesem Jahr später als gewohnt beginnen, und zwar am Samstag, 23. Mai. Die Preise bleiben unverändert. Darauf hat sich der Besigheimer Gemeinderat in nicht-öffentlicher Sitzung geeinigt. Am Dienstag, 24. März, wird das Gremium öffentlich darüber beraten und beschließen, womit die Badegäste in dieser Saison sonst noch rechnen können. Diskussionen und Änderungen sind also noch möglich.
Besigheim Freibad öffnet erst Pfingsten
In der neuen Saison müssen sich Badegäste auf einige Änderungen einstellen. Die gute Nachricht: Die Preise bleiben unverändert.
Ausgebildete Schwimmmeister sind schwer zu finden
Schon seit Jahren ist das Personal im Freibad knapp. Fachlich ausgebildete Schwimmmeister sind nur schwer zu finden. Das ist der Grund, warum das Bad in diesem Jahr erst mit dem Beginn der Pfingstferien öffnet und nicht wie gewohnt bereits Anfang Mai. Die Schwimmbecken und die Gerätschaften müssen nach dem Winter für den Betrieb vorbereitet werden. Mit reduziertem Personal braucht das seine Zeit, macht Kämmerer Roland Hauber in seiner Vorlage an den Gemeinderat deutlich.
Wie bereits in der vergangenen Saison öffnet das Bad täglich um 9.30 Uhr. Der Betrieb dauert bis 20 Uhr. Das Bad kann aber in der neuen Saison schon deutlich früher geschlossen werden, wenn wenig bis gar nichts los ist oder das Wetter schlecht ist.
Lediglich ein Mitarbeiter der Stadt hat die notwendige Qualifikation, um die Sicherheitstechnik des Bades täglich zu überprüfen. Ihm steht ein weiterer fest angestellter Mitarbeiter zur Seite. Das ist zu wenig, um eine verlässliche Öffnungszeit des Bades gewährleisten zu können. Die Stadt will deshalb eine Leiharbeitsfirma beauftragen, die zwei weitere Mitarbeiter abstellt, sodass Urlaub und Krankheitsfälle abgedeckt werden. Auf Stundenbasis kann zusätzlich ein ehemaliger Mitarbeiter aushelfen.
Badmitarbeiter bekommen zehn Prozent mehr Gehalt
Für die eigenen Mitarbeiter des Bades wird die Stadt die Löhne und Gehälter pauschal um zehn Prozent erhöhen, zunächst befristet für zwei Jahre. Mit dieser Arbeitsmarktzulage will die Stadt als Arbeitgeber attraktiv bleiben, heißt es zur Begründung.
Reicht das Personal aus, kann das Bad möglicherweise an einem Tag der Woche bereits um 7.30 Uhr öffnen. Es muss jedoch erst getestet werden, ob das Personal ausreicht. Ein solcher Frühbadetag war schon im vergangenen Jahr im Gespräch, es ist ein lang gehegter Wunsch von Teilen des Gremiums. Er scheiterte schon damals am Mangel an Personal.
Und noch eine kleine, aber wesentliche Änderung steht bevor: Die Duschmarken, die bisher zum Preis von 20 Cent verkauft wurden, werden abgeschafft. Das Duschen ist damit künftig kostenlos. Das hängt damit zusammen, dass die Stadt einen Kassenautomaten aufstellen wird, an dem mit Bargeld bezahlt werden kann. Für die erste Zeit bis Ende Juni bleibt die Kasse noch besetzt, damit sich die Badegäste umgewöhnen können, danach wird sie geschlossen, so sehen es die Pläne vor.
Eintrittskarten können weiterhin auch online gekauft werden. Der Vorverkauf für die Jahreskarten beginnt online am Donnerstag, 26. März. Persönlich können Jahreskarten auf dem Rathaus ab dem 11. Mai erworben werden oder an der Freibadkasse. Die Eintrittspreise bleiben unverändert, weil die Öffnungszeiten eingeschränkt werden.
Im vergangenen Jahr war das Freibad nur gering ausgelastet, das will die Stadt mit mehr Werbung über die sozialen Kanäle, mit Plakaten und mit Veranstaltungen wieder verbessern. Eines der zentralen Argumente: Das Wasser wird wieder wärmer. Im Schwimmerbecken wird die Temperatur auf 23 bis 25 Grad festgelegt. Ab dem späten Vormittag sollen die 25 Grad Wassertemperatur erreicht werden.
