Fröhlich eröffneten die Bläser der Klassen 3 und 4 das Programm und brachten mit ihrem „Basic Blues“ die richtige Power in die helle, freundliche Mensa bei der offiziellen Einweihung der Friedrich-Schelling-Schule am Samstag in Besigheim. Die Schule war bereits am 4. Februar bezogen worden.
Besigheim Größtes Schulbauprojekt der Stadt ist vollendet
Am Samstag wurde in Besigheim der Neubau der Friedrich Schelling Schule feierlich eingeweiht.
Bürgermeister Florian Bargmann sagte vor den Gästen aus Politik, Schulwesen und Handwerk, der Neubau sei „das größte Schulbauprojekt in der Geschichte unserer Stadt“. 20 Millionen Euro habe der Bau gekostet, von dem die Stadt selbst 13 Millionen trage. Die Entscheidung dafür sei in einer Phase getroffen worden, in der die finanziellen Rahmenbedingungen noch anders gewesen seien; trotzdem sei der Bau konsequent weitergeführt worden.
Dies sei ein klares Bekenntnis, betonte der Bürgermeister, „dass wir bei der Bildung nicht sparen und in unsere Kinder investieren“. Gerade in einer Zeit, in der vieles digital und abstrakt geworden sei, entstehe hier ganz bewusst ein Ort, der die Menschen wieder ins Hier und Jetzt hole.
Modernes Gebäude in historische Umgebung eingefügt
Besonders erfreut zeigte sich Bargmann darüber, wie hervorragend der Architekt Markus Altmann das moderne Gebäude in seine Umgebung – die Altstadt mit ihren historischen Bauwerken – eingefügt habe. Altmann offenbarte sein Anliegen, die Kinder „sehen, fühlen und erleben“ zu lassen, aus welchen Stoffen „unsere gebaute Welt besteht“. Er verwies auf den kühlen Beton der Konstruktion, der im warmen Kontrast zu den Holzoberflächen stehe.
Insbesondere die Holzbrüstung des Atriums, „das Herz des Hauses“, soll an ein Schnitzwerk erinnern und den Schülern Handwerklichkeit vermitteln. Altmann äußerte die Hoffnung, dieses Gebäude „möge viele Generationen auf ihrem Weg begleiten“.
Schulleiter Jürgen Ruf sprach von einer sechsjährigen Bauzeit mit laufendem Schulbetrieb, in dem Baulärm, Schmutz, Absperrgitter und Interimslösungen zu erheblichem Stress geführt hatten. „Wir hatten manchmal einen gefährlich hohen Puls.“
Nun, rechtzeitig zum neuen Schuljahr, waren die Voraussetzungen für eine Ganztagsschule geschaffen. Doch nicht nur die Mensa war relevant; Klassenzimmer mit angrenzenden Gruppenräumen, Teamräume für das Kollegium, Garderobenräume und moderne Fachräume für Chemie, Kunst und anderes soll den Schülern einen offenen Raum bieten, um zu leben, nicht nur zum Lernen. „Es gibt hier keine langen Flure, sondern Lernlandschaften“, begeisterte sich der Schulleiter.
Schlüssel aus feinstem Hefeteig übergeben
Auch die leitende Schulamtsdirektorin Sabine Conrad versprach sich von dem Neubau Stabilität für alle Beteiligten und wünschte, dass sie das Gebäude genießen könnten. Die Elternbeiratsvorsitzenden Sonia Bello und Ramona Rainer lobten den Campus „als zweites Zuhause“ der Schüler, als einen „Ort, an dem unsere Kinder wachsen“. Man sei hier nicht nur an Beton und Technik interessiert, sondern an der Zukunft der nächsten Generation.
Letztlich übergab Bürgermeister Bargmann den Neubau offiziell an den Schulleiter – mit einem überdimensional großen Schlüssel aus feinstem Hefeteig. Am Nachmittag lud die Schule alle Interessieren zu einem Tag der offenen Tür ein.
