Besigheim Neue Chancen für den Sport

Von Michael Soltys
Statt dem Fußball-Spielfeld in Ottmarsheim wird im Rahmen der Sanierung ein  Kunstrasenplatz entstehen. Foto: /Oliver Bürkle

Im Gemeinderat herrscht Einigkeit über die Sanierung und Umgestaltung des Sportplatzes in Ottmarsheim.

Gute Nachrichten für den TSV Ottmarsheim: Die Umgestaltung der Sportanlagen direkt neben der Bürgerhalle nimmt weitere Formen an. Dort soll anstelle des bestehenden Fußball-Spielfeldes ein Kunstrasenplatz entstehen. Direkt daneben kann ein Kleinspielfeld untergebracht werden. Auch für eine neue Weitsprunganlage, ein Feld für Beach-Volleyball und eine Boule-Anlage ist noch Platz. Das zeigen die Untersuchungen des Reutlinger Landschaft-Architekturbüros „dreigrün“.

Seit Jahren ein Vereinswunsch

Die Sanierung der Anlage ist seit Jahren ein Wunsch des Ottmarsheimer Vereins. Das Fußballfeld kann nicht das ganze Jahr über genutzt werden. Sportler müssen auf den außerhalb des Orts liegenden Platz an der Ilsfelder Straße ausweichen, der ebenfalls in die Jahre gekommen ist. Um Platz für die neuen Anlagen zu schaffen, wird das bestehende Fußballfeld entlang der Großbottwarer Straße in Richtung Kreisel versetzt. Das Kleinspielfeld, ein Beach-Volleyballfeld, eine Weitsprunganlage und ein Boule-Platz entstehen auf dem dadurch frei werdenden Gelände direkt neben dem bestehenden Spielplatz. Das sind die Empfehlungen von Landschaftsarchitekt Simon Groß, dem das Gremium folgte.

3,4 Millionen Euro veranschlagt

Das alles ist nicht billig. Die Kosten sind mit 3,4 Millionen Euro veranschlagt. Allein für den Kunstrasenplatz rechnen die Planer mit 2,55 Millionen Euro. Die Anlagen werden auch von der benachbarten Kreuzäcker-Grundschule genutzt. Deshalb rechnet die Stadt auch mit einer hohen finanziellen Förderung durch Bund und Land in Höhe von 75 Prozent. Jetzt werden die Anträge gestellt. Sobald Klarheit über die Höhe der Förderung besteht, folgen die Ausschreibung und die Vergabe der Arbeiten.

Im Gremium stießen die Pläne auf große Zustimmung, sie wurden einstimmig verabschiedet. Die technischen Planungen seien durchdacht, sagte Stadtrat Ralf Luithle von der CDU. Sie seien eine „einmalige Chance“ für eine tragfähige und nachhaltige Lösung. Die Anlagen böten neue Möglichkeiten für den Schulsport. Stadtrat Stefan Bruker von den Freien Wählern, wie Luithle aus Ottmarsheim, stimmte ihm zu: „Wir können das nur so bauen.“

Doch was geschieht mit den Umkleidekabinen, die dringend ausgebaut werden sollten? Danach fragte Thomas Pulli vom BMU. Diese Untersuchungen werden in das nächste Jahr geschoben, entgegnete Stadtbaumeister Klaus Brixner. Das sei der aktuellen Haushaltssituation geschuldet.

Das Thema möglicher Eigenleistungen des TSV brachten Christian Herbst (SPD) und Herbert Tröster (BMU) zur Sprache. Aus Brixners Sicht bieten sich dafür der Bouleplatz und das Beach-Volleyballfeld an. Darüber werde mit dem Verein gesprochen, sagte er im Gremium.  Michael Soltys

 
 
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