Besigheim Theater: Die Besigheimerinnen von heute

Von Susanne Yvette Walter
Der Theaterverein Rampenfieber ist mitten in den Proben. Vom 18. bis 20. März wird das Stück „Besigheimer Frauen“ auf dem alten Industriegelände Fritz-Areal aufgeführt.⇥ Foto: Martin Kalb

Der Kulturverein Rampenfieber zeigt vom 18. bis 20. März ein neues Theaterstück. Mit „Besigheimer Frauen“ kommt ein Stück auf die Bühne, dass sich mit dem Verhältnis zwischen Mann und Frau beschäftigt.

Zur Studiobühne und zum Hinterhof-Theater kam im Oktober 2021 der Verein Rampenfieber unter der Regie von Theatermacher Rüdiger Erk. Das ist ein Kulturverein für Leute, die am Puls der Zeit Theater spielen wollen, ganz nah am Zuschauer, so der Leiter.

Industriegelände wird zur Theaterkulisse

Im Sommer 2021 starteten beim Kulturverein Rampenfieber einige Schauspieler mit einem Kulturfestival im Fritz-Areal in Besigheim. Der morbide Charme des stillgelegten Industriegeländes hatte es den Akteuren angetan und außerdem hatte der Verein ja noch keine Theaterheimat. Noch immer weiß die Truppe nicht, ob sie dauerhaft die beiden Räume im Fritz-Areal nutzen kann.

Rampenfieber startet von Freitag, 18. März, bis Sonntag, 20. März, die nächsten Inszenierungen: An drei aufeinander folgenden Abenden von 19.30 bis 21 Uhr zeigt das Ensemble das Stück „Besigheimer Frauen“ von Boris Rodriguez Hauck. Im Zentrum des Geschehens stehen, wie der Titel verrät, „Besigheimer Frauen“ und zwar nicht die historischen Besigheimerinnen, sondern die von jetzt und heute.

Wie Perlen an der Schur reiht Regisseur Boris Rodriguez Hauck Einakter mit Boulevardcharakter aneinander. „Ein Panoptikum bürgerlicher Beziehungen“, kündigt Theaterleiter Rüdiger Erk an und verrät nur wenig Inhaltliches, um die Spannung nicht vorweg zu nehmen. „Hier geht es vorwiegend ironisch um das Verhältnis Mann-Frau in verschiedenen Spielarten. Regisseur Boris Rodriguez Hauck hat selbst eine Weile in Besigheim gelebt und sich inspirieren lassen“, erzählt Rüdiger Erk.

Theater an ungewöhnlichen Orten in Besigheim

Theaterleiter Erk hat mehrere Ensembles in Besigheim, teils im Amateur-, teils im Profibereich. „Rampenfieber ist der Verein, der versucht, Theater in Besigheim an ungewöhnlichen Orten wie auf dem ehemaligen Fritz-Firmengelände zu installieren“, erklärt Erk. „Die künstlerische Energie kommt aus der Gruppe. Jeder muss selbst wissen, wie er sich einbringen will. Sich an den gedeckten Tisch zu setzen und sich die Spätzle mit Schweinebraten reinzuschieben liegt nicht im Interesse des Vereins. Dafür gibt es genügend andere Lokalitäten in Besigheim.“ Vielmehr geht es Rüdiger Erk und seinen Mitstreitern darum, das Verbindende am Theaterspielen erlebbar zu machen.

Die große Stärke der neuen Einakter-Kette rund um die Besigheimer Frauen? „Sie ist super unterhaltsam. Das heißt nicht, dass es nur etwas zum Lachen, sondern auch etwas zum Nachspüren gibt“, verspricht Rüdiger Erk. Einen intimen Charme werden die drei Theaterabende in jedem Fall haben. Coronabedingt sitzt man auf Abstand. Da bleibt nur Platz für 27 Personen im Publikum jeden Abend.

 

 
 
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