Besigheim will im nächsten Jahr viel investieren Das meiste Geld für die Schulgebäude

Von Michael Soltys
Der Mittelbau der Friedrich-Schelling-Schule muss dem Neubau weichen. ⇥ Foto: Helmut Pangerl

Allein der Neubau der Friedrich-Schelling-Schule wird mit 18 Millionen Euro beziffert.  Ein Blick auf die Investitionen im kommenden Jahr.

Die Stadt Besigheim wird 2022 viele Gespräche mit Banken führen. Im Haushalt der Stadt, der Mitte Dezember in den Gemeinderat eingebracht wurde, ist eine Schuldenaufnahme in Höhe von sieben Millionen Euro eingeplant. Und das wird keine einmalige Sache bleiben, machte Bürgermeister Steffen Bühler im Gespräch mit der BZ deutlich. In den Folgejahren wird sich diese Form der Finanzierung fortsetzen.

Die Gründe sind schnell genannt. Es sind vor allem die Aufgaben in der Schulpolitik, die von Besigheim hohe Ausgaben fordern. Sie bilden mit großem Abstand die zentralen Posten im Finanzhaushalt, in dem die Investitionen der Stadt abgebildet sind. Sichtbar wird dies aktuell am Baukran am alten Schulgebäude der Friedrich-Schelling-Schule, in dem weitere Klassenzimmer eingerichtet werden. Dafür ist insgesamt ein Betrag von 1,65 Millionen Euro angesetzt, der sich allerdings nach neuesten Berechnungen wegen gestiegener Baukosten nicht halten lässt.

Teurer Neubau

Für den Neubau einer Primarstufe auf der anderen Seite des Schulhofes sind 4,55 Millionen Euro allein im Haushalt 2022 reserviert. Insgesamt sind dafür etwa 18 Millionen Euro veranschlagt. Für den Neubau, mit dem vermutlich im Herbst begonnen wird, muss der Mittelbau der Friedrich-Schelling-Schule weichen. Ist er fertig, geht es sofort weiter: Erst wird die Realschule saniert und in den Jahren ab 2024 folgt das Gymnasium.

Damit nicht genug: Weil in dieser gesamten Zeit Klassenräume in erheblichem Umfang benötigt werden, wird die Stadt Schulcontainer kaufen. Nach langer Diskussion im Gemeinderat steht fest, dass sie nahe der Neckarhalle aufgestellt werden. Allein dafür wird im neuen Haushalt mit einem Betrag von 3,16 Millionen Euro kalkuliert.

Gegenüber diesen Beträgen fallen die restlichen Investitionen eher gering aus. Immerhin 450 000 Euro sind für die Sanierung der Treppe beim Pfeifferschen Garten eingeplant. Es folgen weitere Schulaufgaben. Für den Einbau eines behindertengerechten Aufzugs am Altbau der Schule sind 200 000 Euro einkalkuliert, die Medienausstattung aller Schulen kostet 165 000 Euro.

Auch die Feuerwehr will versorgt sein. Sie bekommt einen neuen Rüstwagen für 170 000 Euro. Im Frühjahr finden zudem erste Gespräche über den Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Besigheim statt. Eine neue Photovoltaikanlage auf dem Feuerwehrmagazin in Ottmarsheim kostet 105 000 Euro.

Weiter geht es auch mit den Umgestaltungen an der Enz. Für weitere Arbeiten im jüngst eröffneten Südpark stehen 188 000 Euro bereit. Für den Nordpark rund um das Radsportheim beginnen die ersten Planungen. Dafür sind 100 000 Euro im Haushalt eingestellt.

 
 
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