Besigheimer Studiobühne Neues Stück der Jugendbühne

Von Gabriele Szczegulski
Vier Schauspielerinnen der Besigheimer Studiobühne spielen im Stück der Jugendbühne vier Schauspielerinnen, die um die Rolle der Julia in „Romeo und Julia“  kämpfen. Foto: /Oliver Bürkle

Die Jugendbühne der Besigheimer Studiobühne spielt das von den Regisseurinnen Rebecca Knoll und Hannah Neuner entwickelte Stück „Hinter fehlenden Kulissen“ im Steinhauskeller.

Vier Frauen buhlen um die Rolle der Julia im Shakespeare-Stück „Romeo und Julia“. Sie haben den Todesmonolog der Julia vorbereitet, um sich beim Vorsprechen für die Rolle bei der „Darvisian Drama Company“ von den anderen abzuheben. Doch das Theater-Ensemble will eine ganz andere Art des Castings: Zusammen sollen die vier jungen Frauen das ganze Shakespeare-Stück improvisieren – ohne Text, ohne Souffleur und ohne Vorbereitung. Die Mädchen sind auf sich alleine gestellt.

Das ist der Plot des neuen Stücks der Jugendbühne der Besigheimer Studiobühne. Geschrieben hat ihn Rebecca Knoll, die gemeinsam mit Hannah Neuner auch die Jugendbühne seit diesem Jahr leitet und die zusammen die Regie führen. Die beiden sind selbst der Jugendbühne entsprungen. „Zwei Jahre hat die Jugendbühne keine Aufführung gehabt, das war schon herausfordernd, nun ein Stück zu finden, das für einen Neustart passt“, so Neuner.

Zudem hat die Corona-Pause auch den Schauspieler-Stamm stark dezimiert: „Es waren nur vier Mädchen bereit, auf der Bühne zu stehen, also musste ein Stück gefunden werden, das sie spielen können“, so Knoll. Gefunden wurde keines, also schrieb Knoll es eben selbst.

Ein Stück im Stück

„Hinter fehlenden Kulissen“ ist ein Stück im Stück, das die vier jungen Frauen – Sophia Werner als Olivia, Ida Hedderich als Victoria, Angelina Julie Wachter als Ella und Alisa Jung als Sophie – ganz schön fordert, aber sie auch zum Experimentieren mit dem eigenen Können anregt, so Knoll. Der Herausforderung für die echten, jungen Schauspielerinnen gibt es viele: Sie müssen, wie ihre Rollen, Inhalt und Texte des Shakespearschen Dramas kennen und klassisch aufführen. Hinzu kommt, dass sie viele Improvisationsszenen spielen müssen. „Das ist der schwierigste Part: Zu spielen, dass man improvisiert“, so Knoll. Deshalb wurde seit einem Jahr vor allem die Improvisation geübt „Wir haben den Vieren viel Zeit gegeben, sich auszuprobieren, schließlich standen sie zwei Jahre nicht auf der Bühne“, so Knoll. „Wir haben dann auch einige ihrer Anregungen ins Stück aufgenommen“, sagt Neuner. Entstanden sei ein Stück, das Einblicke in die Welt des Theaters, aber auch in die emotionale Welten von Schauspielerinnen gibt, sagt die Autorin Knoll.

 
 
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